Schwanengesang auf das Web 2.0 in der “SZ”
Irgendetwas am Web 2.0 muss in den Münchner Schreibstuben der Süddeutschen Zeitung passiert sein – ein virtueller Schluckauf womöglich. Und seitdem wird das Web publizistisch ganz, ganz, ganz kritisch gesehen.
Erst wird etwas bunt zusammengemischt “Das Ende des Blogging-Wahns” heraufbeschworen. Dann heißt es – Erich Maria Remarque vergewaltigend - “Im Virtuellen nichts neues” . Und schließlich heißt es effektheischend “Das Ende der Massen”, obwohl der Text selbst differenzierter ist.
Muss man auf diesen Mash-up antworten? Nicht, wenn es die Titanic schon getan hat:
Auszug: “Es ist vorbei! Nie wieder Blog-Spaß für uns
“. Diese kurze Nachricht bei angryMetalBlogger erhielt allein über 288 Kommentare; viele Leser drückten ihre Bestürzung aus: “Au kacke, alles vorbei? Meine Welt geht unter!”, schrieb TorfRock; “Ist doch eigentlich ganz gut so”, polemisierte NoNonsenseZZZ. “
Von Olaf Kolbrück
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Ich habe mir lange überlegt darauf zu antworten. An Stelle einer Antwort habe ich mich für das hier entschlossen :
http://www.teno.de/teno/deutsc.....bloggiert/
So manche Prognose von der Zukunft der Blogs hängt ohnehin eher von der Größe des Daumens ab, den man in den Wind hält.
Der Artikel wurde direkt aus der w&v übernommen und zeigt leider wieder einmal, wie einfach man ein Thema als Hype abtun und totschreiben kann. Nicht von ungefähr kommt die Ablehnung einiger Journalisten gegenüber Bloggern. Sie hoffen, dass ihre eigene Position dadurch nicht in Frage gestellt wird, schließlich seien es ja nur Laien, die etwas Tagebuchähnliches publizieren. Dabei vergessen sie jedoch, dass diese Laien tatsächlich Aufmerksamkeit auf sich lenken und dadurch an der Lesezeit bei klassischen Publikationen knabbern. Über dieses Thema werden wir übrigens am 14. März in Berlin auf einem Business Frühstück diskutieren.
Lieber klaus eck, ich hoffe du bist für ein bisschen korinthenk***ei nicht böse. Nur damit das keiner falsch versteht: Du meinst natürlich, dass der SZ-Artikel aus der W&v übernommen wurde. nicht unser blog-Text.
yep, natürlich. Ansonsten wäre es sicherlich ein teurer Spass für Ihren Verlag gewesen… Schließlich lieben manche miteinander konkurrierende Verlage Abmahnungen…