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Wer braucht die Lead Awards?

6. März 2007
von Schuetz

Im 15. Jahr des Bestehens präsentierten sich die Lead Awards bei der Preisverleihung vergangene Woche in Hamburg als merkwürdiger Mix aus Nabelschau, manch klugen Anmerkungen, aber ebenso viel heißer Kreativluft.
Ursprünglich auch von HORIZONT zur Überprüfung und Dokumentation innovativer Trends der Zeitschriftengestalter ins Leben gerufen, hat der Wettbewerb zweifelsohne an Masse gewonnen. Mit der Klasse hapert es manchmal.
Mittlerweile gibt es fast so viele Kategorien wie beim ADC. Immerhin: Im Gegensatz zum Berliner Kreativverein werden bei den Lead Awards keine Fake-Anzeigen prämiert.

Dennoch muss sich Leader Markus Peichl fragen lassen, ob er nicht deutlicher herausstellen sollte, dass die Lead Awards keine L’art pour l’art-Preise sind. Denn auf Dauer werden die Awards bei den Blattmachern Frust erzeugt, die nicht für “Stern“ oder „SZ-Magazin“ arbeiten und dennoch am Kiosk erfolgreich sein müssen. Oder nicht nur im allerbestens sortierten Zeitschriftenhandel in Berlin Mitte zu finden sind.
L’art pour l’art und singuläre künstlerische Ideen — längst nicht alles, was hip oder witzig aussieht, taugt zum Trend, der für marktrelevante Zeitschriften nutzbar ist. Und sind die Lead Awards nicht einmal mit diesem Anspruch angetreten?

von Volker Schütz

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