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Spießer Alfons: Plagiakate von Adidas

14. März 2007
von

adidas1.jpgWenn sich die Bilder in der Werbung gleichen, dann steckt nicht selten ein Kupferstecher dahinter: Reiner Zufall, der Plagiartdirektor aus Nassau! Es gibt verschiedene Arten des Plagiats in der Werbung. Die krasseste Form ist, wenn der geistige Diebstahl im selben Geschäftsbereich passiert, wenn also ein Autobauer seinem Wettbewerber eine Idee klaut, um selber darauf abzufahren. Auf diese Weise koppelt der Plagiator sich zugleich an die erzielten Kontakte des Wettbewerbers an, schmarotzt von dessen erbrachter Vorleistung. Auch Adidas ist ein Schmarotzer.


Der Plagiartdirektor saß in der 210-3.jpegWerbeagentur TBWA, Berlin, wo er als Teamchef für die Werbung des Sportartikelfabrikanten federführend gewesen ist. Das Team bestand aus zwei kreativen Direktoren, einem Texter, dem Kunstdirektor, der Illustratorin sowie einem Mann, der für Design zeichnet. So viele Personen waren nötig, um eine Kampagne für Adidas zu machen, die unübersehbar nach einem Vorbild gestaltet wurde.
Wenn Ihr nämlich die Adidas-Bilder vergleicht mit den voranstehenden Sujets, die Marcel Bagus, Düsseldorf, vor rund drei Jahren für die Sportstiftung NRW gestaltet hat, dann wird ersichtlich, woher TBWA die Idee mit den Sportlern, die sich aus Sportlern zusammensetzen, genommen hat. Die Kampagne der Sportstiftung fand nicht nur bei TBWA große Beachtung, sondern sie läuft bereits auf 19 verschiedenen Plakaten. Bis zu den nächsten Olympischen Spielen will man zu fast allen der 32 Disziplinen ein Sujet plakatieren.

Das platte Plagiat von TBWA ist schon schlimm genug, allein, es kommt noch schlimmer: Die Agentur hat sich doch tatsächlich erdreistet, die Adidas-Kampagne einzureichen bei Werbewettbewerben wie Epica, Eurobest Live und ADC, wo die Plagiatoren auch noch dekoriert wurden. Was wieder einmal einen schalen Beigeschmack verursacht, wenn man sich das Agentur-Ranking anschaut, das kreative!

Spießer Alfons meint: Die Verantwortlichen sollten sich schämen und alle Auszeichnungen zurückgeben! Nur Reiner Zufall, der Plagiartdirektor, darf seine Medaillen behalten, schließlich war allein er es, der als Kupferstecher eine Leistung erbracht hat.

Und Adidas? Der Sportartikelhersteller soll sich nun nicht mehr darüber beschweren, wenn seine Produkte als Kopien auf den Markt kommen

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Plagiakate von Adidas ”

  1. Marcel Bagus am 15. März 2007 um 16:13 Uhr

    1 : 0 per Volley-Schuß von Spießer Alfons!

    Das sind treffende Worte, die die echten und wahren Kreativen da draußen hoffentlich aufhorchen lassen. Trophäenverdächtig ;-)

    Zum Kommentar von „Neusehland“, kann ich nur sagen:
    Sehr aufmerksam, lieber Beobachter! Mein Leserbrief zu diesem Thema ist in der PAGE erschienen — wohl wahr.
    Aber wie ist es immer bei Kindern, denen man sagt, sie sollen nicht auf eine heiße Herdplatte fassen? Sie machen’s trotzdem.

    Obwohl TBWA und Adidas noch weit vor Erscheinen des Leserbriefes (PAGE Ausgabe 1.07) über dessen Veröffentlichung informiert waren, wollte man diesen (laut Page-Redaktion) nicht kommentieren. Und so wurde doch lieber stillschweigend das „kreative Werk“ bei sämtlichen Wettbewerben eingereicht, ohne einen Dialog aufzunehmen.

    „fairplay is everything“ dachte ich — bis zu dem Tag, als mich die Ignoranz und Arroganz einer awardbesessenen Agentur in die Realität zurückholten. Infolgedessen habe ich mich an die weitere Fachpresse und an den ADC gewandt.

    Mein Fazit: „impossible is nothing and fairplay is uninteresting.“

  2. alleswirdgut am 27. März 2007 um 16:52 Uhr

    AUA!
    das ist aber kein versehen mehr!
    peinlich!

    unter fotografen ist das ja eindeutig geregelt.
    in diesem fall würde es kräftiges buyout geben.

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