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Spießer Alfons: Auffällige Auris-Werbung

14. März 2007
von

Es war ein historischer Moment in der deutschen Werbung: Toyota fuhr mit seinem Auris die größte Plakatkampagne aller Zeiten. 200 000 Anschläge auf das deutsche Volk. Großflächen, Citylight und Litfaßsäule — alles war belegt und beklebt. Eine Kampagne, die gut und gern 25 Millionen Euro als Streukosten verursacht hat.

Ist das Mut von Toyota? Oder Übermut? In den Augen von Spießer Alfons ist es so: Gute, also aufmerksamkeitsstark gestaltete Werbung braucht weniger Streuvolumen. Für schlechte, also weniger aufmerksamkeitsstarke Werbung bedarf es hingegen mehr Mediaeinsatz. Klassische Beispiele: die Sixt- Kampagne auf der einen, die Ferrero- Werbung auf der anderen Seite. Wobei die Zuordnung Euch nicht schwerfallen dürfte. toyota.jpg

Betrachten wir aus diesem Blickwinkel die Toyota-Plakate, dann erkennen wir: Der Mediaeinsatz ist durchaus gerechtfertigt. Und wenn sich schon die Kreativen kein Denkmal gesetzt haben, dann doch wenigstens die Mediaplaner, die dafür gesorgt haben, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr erkennen konnte. Mit der Hälfte des Geldes hätte man freilich auch eine Kampagne machen können, die nicht weniger aufgefallen wäre als die Gießkannenstreuung, aber dazu hätten die Japaner erst mal jemanden finden müssen, der was von guter Werbung versteht.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Auffällige Auris-Werbung ”

  1. jovelstefan am 14. März 2007 um 20:52 Uhr

    Mich hat vor allem gewundert, dass der ebenfalls massig ausgestrahlte TV-Spot (Mann will nicht über Klippe fahren) in keinem Zusammenhang mit den Plakat stand, nicht mal den gleichen “Augen auf”-Slogan hatte. Irgendwie nicht zu Ende gedacht.

  2. dennisOK am 14. März 2007 um 21:30 Uhr

    Was ich richtig gut und witzig fand, waren die Rolldownplakate mit dem Bungee Jumper, bei denen man auf dem ersten Bild nur einen schwarzen Strich sah, und beim Wechsel zum zweiten Bild den Jumper am Seil.
    Ansonsten hat mich die Werbung regelrecht “erschlagen”. Mehr aber auch nicht.

  3. Jürgen Siebert am 15. März 2007 um 15:16 Uhr

    Im Fontblog wurde die Auris-Kampagne kontrovers diskutiert:
    http://www.fontblog.de/toyotas-werbe-wahnsinn-2

  4. Markus Merz am 16. März 2007 um 03:40 Uhr

    Mir wär es nicht weiter aufgefallen, wenn es nicht irgendwo mal gestanden hätte. Also: “Der Mediaeinsatz ist durchaus gerechtfertigt.”. Zustimmung. Und schon wieder vergessen.

  5. Ansgar am 19. März 2007 um 10:20 Uhr

    Achja, es war der Auris von Toyota. Hätte auch Honda gewesen sein können. Und eine Woche nach dem Spuk hat man es schon wieder vergessen.

    Gut gebrüllt, Löwe!

  6. Spießer Alfons am 19. März 2007 um 11:08 Uhr

    Danke für Deinen Kommentar, Ansgar! Apropos Löwe: Weil dieses Tier für die deutschen Werber eine größere Rolle in Cannes spielt als am Point of Sale in Castrop-Rauxel, möchte Spießer Alfons kein Löwe sein, sondern sieht sich mehr in der Rolle als Hyäne in der deutschen Werbung :-)

  7. Ansgar am 19. März 2007 um 12:14 Uhr

    Auch gut. Hyänen gehören schließlich auch zur Gattung der Raubkatzen. :D

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