Streit um EM-Events
Das hat sich die Uefa fein ausgedacht: Die anderen zahlen einen hohen Preis und treten dafür auch noch sämtliche Rechte an ihren Ideen ab – und der europäische Fußballverband selbst braucht nur noch seine Taschen zu öffnen. Dieses Spiel wollen die Eventagenturen nicht mitspielen und prangern die Vorgehensweise der Uefa an. Jede Agentur, die sich am Ausschreibungsverfahren für Events rund um die Fußball-Europameisterschaft 2008 beteiligen will, muss alle Kosten selbst tragen und verliert die Urheberrechte bereits bei der Präsentation. Das lässt sich das Forum Marketing Eventagenturen FME nicht gefallen. In einem offenen Brief an die Uefa heißt es:
“Sind Sie ausschließlich an einer kostenfreien Sammlung von Ideen interessiert?”
Das scheint so zu sein. Rückendeckung bekommt das FME jetzt vom Kommunikationsverband. Dieser will Streitschlichter sein, erlaubt sich aber eine deutliche Stellungnahme durch Präsident Klaus Flettner:
“Die Art der Ausschreibung ist unverständlich, weil gerade dieser Verband wie kaum sonst ein anderer mit Rechten handelt und diese für sich kapitalisiert.”
Wahre Worte. Bei der Ignorierung von Nutzungsrechten nimmt sich der Fußballverband ein Beispiel an Youtube und Co. Dass das Thema nicht nur bei Videoportalen Brisanz hat, findet auch der Kommunikationsverband und veranstaltet im Herbst auch noch einen Workshop zum Thema.
Von Saika Tumpach
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