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Ganske: Blogging ist Einstiegsdroge

22. März 2007
von Olaf Kolbrück

beef_cover_lowres.jpgFür Verleger Thomas Ganske ist Blogging nur ein “Sprungbrett”, eine Einstiegsdroge” für eine Karriere in den Printjournalismus. Obendrein ärgert er sich über die Kostenlos-Kultur im Internet. Er sagt das im Interview in “beef“. Und an dieser Stelle sei Werbung einmal erlaubt: Das neue Magazin, gestartet vom Art Directors Club für Deutschland (ADC) und HORIZONT, ist gigantisch hübsch geworden und zeigt unter dem Titel “Print 2.0 – The End of the end of Print” das inhaltlich und optisch gut gemachter Lesestoff eine Zukunft hat. “Lesen hat etwas mit Genuss zu tun”, sagt Ganske und liest den Bildschirm-Enthusiasten die Leviten.

Ganske hält denn auch Blogger ein Stück weit für überschätzt.:

“Ich glaube nicht, dass wir von Bloggern handwerklich sehr viel lernen können. Was wir vor allen Dingen lernen können, spielt sich auf der mentalen Ebenen ab: die Besinnung auf die Stärken des eigenen Mediums.”

Auch mit der Kostenlos-Kultur im Internet rechnet er ab:

“Leistung … sollte bezahlt werden. Ein Geschäftsmodell, das darauf basiert, Leistung dauerhaft ohne Entgelt zur Verfügung zu stellen, kann nicht funktionieren. Das ist ein Weltentwurf, der noch nicht so richtig durchdacht ist.”

Logisch, dass er daher auch das Copyright verteidigt und davor warnt den gesetzlichen Schutz zu beerdigen: :

“Das wäre das Ende der Autorenkultur: Wer kann denn dann sein Leben überhaupt noch dem Schreiben und Recherchieren widmen, wenn ihm das nicht mehr bezahlt wird? Schreiben ist
für Schriftsteller eine Kunstform, von der sie leben.Und es ist verdammt harte Arbeit.”

Nochmal zurück zum Werbeblock:
“beef” ist zu einem jährlichen Abo-Preis von 50 Euro für 4 Ausgaben erhältlich bzw. pro Einzelheft für 15 Euro.


Von Olaf Kolbrück

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Kommentare zu “ Ganske: Blogging ist Einstiegsdroge ”

  1. Jürgen Siebert am 22. März 2007 um 12:21 Uhr

    [... Wie viel 2.0-Kompetenz darf man von einem Verlag erwarten, der das Internet als Anschaffungs-Instrument für seine Drucksachen betrachtet. ... ]
    Manuelles Trackback:
    http://www.fontblog.de/beef-ru.....uckten-aus

  2. jovelstefan am 23. März 2007 um 10:19 Uhr

    “Was wir vor allen Dingen lernen können, spielt sich auf der mentalen Ebenen ab: die Besinnung auf die Stärken des eigenen Mediums.”

    Wichtiger wäre zunächst das erkennen der eigenen Schwächen.

    “Ein Geschäftsmodell, das darauf basiert, Leistung dauerhaft ohne Entgelt zur Verfügung zu stellen, kann nicht funktionieren.”

    Ein Geschäftsmodell, das darauf basiert, mäßige Leistung dauerhaft gegen Entgelt zur Verfügung zu stellen, kann nicht funktionieren.

    Wann kommt entlich ein Verleger, der die Onlinewelt als das wahrnimmt, was es ist? Ein grenzenloser Pool an Themen und Kreativität, ein Komplementär zum Print, die Möglichkeit bidirektionaler Kommunikation, Dialog, Interaktion, Kundenbindung, Kundengewinnung.

Trackbacks

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