Otto-Blog ist nur scheintot
Gegenwärtig ist der im November 2006 gestartete Blog von Otto scheintot. Der Link führt nur auf die Homepage des Versenders. Rührig hatten Mitarbeiter von Otto und User in der Vorweihnachtszeit dort Geschenketipps vorgestellt. Selbst Testimonial Eva Padberg lächelte stumm auf dem Blog und stand mit Tipps Pate. Von der “E-Shopping 2.0″-Offensive hat sich der Versender damit aber nicht verabschiedet.
“Wir planen neue spannende Themen für die wir Blogs einrichten”, sagt Otto-Sprecher Thomas Voigt. Der Geschenke-Blog wurde indes “planmäßig”, wie das im Unternehmenssprech so schön heißt, nach der Weihnachtsaktion dicht gemacht. Enttäuscht sein dürfte darüber kaum jemand, dass das weithin beachtete aber “seelenlose Kommerzblog” beerdigt wurde. Bleibt abzuwarten, ob Otto künftig mehr bietet, als ein aufgehübschtes Shopping-Tool oder sich wieder damit begnügt, ein Angebot ins Netz zu stellen, das bestenfalls die Zielgruppe hinter den sieben Bergen hypermodern findet.
Allerdings sollte man sich für Otto auch nicht fremdschämen – nicht mal für ihre krude Startseite im Web. Die Hamburger kennen ihre Zielgruppe bestens und wissen was sie ihr zumuten können. Und wer wie Otto die Pflicht mit einem überaus ausgefeilten CRM-Management und Beschwerdewesen beherrscht, kann sich bei der Kür ein paar Drehungen weniger leisten.
Von Olaf Kolbrück
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