Spießer Alfons: Für Anzeigenleiter was zum Nachdenken
Das Anzeigengeschäft der Verlage ist im ersten Jahresquartal holperig gelaufen. Was Spießer Alfons dazu bewegt, die Anzeigenleiter zu fragen: Glaubt Ihr eigentlich selber an die Wirkung von Anzeigen? Und wenn Ihr das gar nicht tut — warum soll dann die Werbung treibende Wirtschaft daran glauben und Anzeigenseiten schalten…?Na klar glauben wir an die Werbekraft von Anzeigen!“, werden die Damen und Herren Anzeigenleiter jetzt unisono rufen. Und der Spießer ruft zurück: Und warum werbt Ihr dann selber so gut wie gar nicht mit Anzeigen um Inserenten…?!? Habt Ihr Euren Kunden nichts Gutes über Eure Zeitungen und Magazine zu berichten?
Und dann werden die Anzeigenleiter/innen antworten: „Wenn wir was über unsere Titel zu sagen haben, dann schicken wir das an die Redaktionen der Fachpresse und die bringen es dann redaktionell, sprich: kostenlos.“>
Na bitte: Wenn die Anzeigenkunden der Publikumspresse das genauso machen wie die Anzeigenleiter der Verlage mit der Fachpresse, dann müssen die Markenartikler und Dienstleister auch nicht mehr so viele Anzeigen schalten. Und schon holpert es mit dem Anzeigengeschäft.
Ja, so isses. Oder so ähnlich. Oder ist jemand von Euch anderer Meinung…?
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Finde ich nicht !!!
Die meißten setzten zwar nicht auf Anzeigen aber auf Print sprich Plakate
und Verlage können besser in Ihren eigenen Medien werben als Unternehmen die kein Medium haben.
Fernsehsender betreiben auch nicht wirklich viel Werbung in den Werbespalten warum auch das gesamte Program ist eine Werbesendung für den Kanal, bei einer Zeitung genauso !!!!
Alles eine komische Logik Herr Spießer Naja nach jedem schlechten Artikel kommt auch wieder ein guter
Ne, Herr Michael, da haben Sie mich aber gründlich missverstanden! Außerdem habe ich noch nie beobachtet, dass Anzeigenleiter um Anzeigenkunden per Plakat oder gar TV-Spot werben!
viele anzeigen werden nur mehr geschalten, damit redaktionell berichtet wird. das ist der grund, warum ein kunde von mir anzeigen schaltet. von den anzeigen erwartet er sich nichts, egal wie gut sie sind, er weiss aber, wieviel ihm die redaktionelle berichterstattung bringen wird.
das ist mittlerweile gängie praxis. es ist allerdings ein armutszeugnis und wird folgen haben. die werbung ist als solches schon mehr ein schatten ihrer selbst, der redaktionelle bereich wird es mit dieser taktik aber in absehbarer zukunft ebenfalls sein. interessant hierzu auch der aktuelle leitartikel “dichter am leser” von ulrich greiner in der zeit:
zitat: “je innovativer, je fantasievoller die medien sich beim versuch verhalten, die grenzen ihres ursprünglichen auftrages auszuweiten, je bedenkenloser sie die aufmerksamkeit des publikums durch scheinsensationen und selbstinszenierungen fesseln wollen, umso mehr droht ihnen die stille verachtung der umworbenen”
was die werbung schon erfolgreich geschafft hat, die missachtung der intelligenz ihrer betrachter, wird der redaktionelle bereich wohl in absehbarer zeit und in weiten teilen ebenfalls erfolgreich mimikrieren.
Ja, florian, das ist das, was die Anzeigenblätter nach sich gezogen haben: Auf jede Anzeige gibt’s “Redaktion” gratis. Und heute werben viele große Unternehmen im Fernsehen und schicken ihre Anzeigentexte als “Public Relations” an die Printredaktionen. Frage: Ob Werbungtreibende das wohl auch andersherum probieren, sprich: PR an die Fernsehredaktionen schicken und Werbung in den Zeitungen und Zeitschriften schalten…?
Ich erinnere mich nur daran, dass die Zeitschriften vor mehr als einem halben Jahr laut new business einen Pitch gemacht haben. bis heute ist aber nichts zu sehen….. merkwürdig
Es gibt Pitche, die dauern über 3(!) Jahre. Also abwarten!