Dufte Rechnung für Coty und DKD
Eine dicke Rechnung haben Mario Sixtus und Don Alphonso an die Agentur DKD in Frankfurt geschickt. Die hat die Blog-Kampagne für den neuen Duft IN2U von Calvin Klein aus dem Hause Coty verbockt.
Dumm gelaufen: Fünf Charaktere tummeln sich plötzlich in in der Blogosphäre und auf Myspace und hinterlassen ihre Duftmarken in den Kommentaren der Blogs mit Hinweisen wie In2u und technosexuell.
Mario Sixtus macht für den Spam und die Schleichwerbung denn auch folgende Rechnung auf:
Summe Monate: 8
a Euro 1.500,00 = Euro 12.000,00
zzgl. 19% Mwst. = Euro 2.280,00
——————————–
gesamt Euro 14.280,00
Auch Don Alphonso hält die Hand auf:
399 Euro a 6 getätigte Einträge: 2.394 Euro
dabei verzichten wir gnadenhalber auf eine Bewertung von zwei weiteren werblichen Trackbacks. Bearbeitungsgebühr für das nach Zahlung erfolgende Löschen Ihrer schleichwerbenden Beiträge durch die dazu befugte Fachkraft:
14,99 Euro pauschal 14,99 Euro
Summe 2408,99 Euro
incl. 19% Mehrwertsteuer 457,71 Euro
Bitte überweisen Sie die Sunmme von 2866,70 Euro umgehend…
Zu Recht (und beide dürften das Geld wohl kaum für sich allein verjuxen)- und die Werber kommen wohl noch günstig dabei weg. Angesichst des gesamten Werbetats für die CK-Kampagne kann Coty das ohnehin aus der Portokasse zahlen.
Von Coty kommt derzeit allerdings kaum mehr als PR-Luft:
„Calvin Klein ist mit jeglicher Kommunikation immer am Puls der Zeit gewesen. Die Duftkampagnen waren immer ungewöhnlich und polarisierend. Unsere Aufgabe war es, dass Leben der Zielgruppe zu imitiieren. Calvin Klein ist eine Marke, die mit ihren Duftkampagnen für die jeweilige Zeit immer ungewöhnliche Wege gegangen ist.“
Alles zum Thema:
Wortfeld
The Maastrix
die beide dem Geruch gefolgt waren.
Sowie
Basicthinking
der es dann auch mit Zitat in Spiegel-Online geschafft hat.
Von Olaf Kolbrück
Twittern












Der Preis ist jetzt erst mal eine vorläufige Schätzung – nachdem sich die Verantwortlichen bislang nicht zur Werbung bekennen wollten, ist da noch erheblich Luft nach oben. Sie sollen ja einen Grund haben, sich damit zu beschäftigen.
Ich bin wirklich gespannt, ob sie zahlen – was ich nicht glaube – und ob ihr dann auf dem rechtsweg eine chance habt. Die Summe seh ich dabei auch eher symbolisch. Wenn ihr am Ende nur einen Euro bekommt – auch gut.
(ist ja auch nicht meine Kohle)
Diesmal gehen wir den ganzen Weg. Entweder sie zahlen die Rechnung. Dann ist es gut. Oder sie zahlen nicht. Dann kann es sein, dass man die Rechnung anders durchsetzen muss. Die Blogbar ist ein kein privates Angebot. Das heisst, wir können auf Basis des UWG und des MDStV gegen sie vorgehen vulgo anzeigen und verklagen, und die Prozesskosten und Imageschäden, die dann auf sie zukommen, sind ein Klacks gegen die Rechnung.
@Don
Glück auf
gut so immer feste druff:)
Die Fakeblogger haben übrigens auch hier ihre URLs hinterlassen:
http://www.off-the-record.de/2.....nbeispiel/
http://www.off-the-record.de/2.....st-besser/
@alexander: lieben dank für den hinweis. ich hatte gar nicht danach gesucht, weil ich nicht dachte, dass unser junger blogg schon wichtig genug für die mädels und jungs ist. Mal nach Ostern schauen, was wir damit machen.
Das Dumme an diesem Beitrag: wenn man nicht eine viertel Stunde investiert, und ein halbes Dutzend (6) Blogs checkt wird man echt nicht schlau aus dem konfusen Getippe.
Geht nochmal zurück auf Los, fangt mit dem Anfang an, baut eine Mitte ein und kommt zu einem plausiblen Schluss.
Danke.
@miethirn,
Kritik ist angekommen. Wir werden die Dinge besser, leserfreundlicher aufbereiten,
Allerdings kann man diese 6 Blogs durchaus mit Gewinn lesen. Das ändert aber nichts an der korrekten Kritik.
So, und jetzt hab ich die Viertelstunde nur auf Sixtus’ Seite verbracht, wofür ich mich hasse, und muss sagen: Sixtus hat schlechte Karten. Der angeblich gut sichtbare Hinweis auf Kostenpflichtigkeit etc war jedenfalls für mich auch nach längerer Suche nicht findbar.
Also nochmal “setzen 6″ wegen schlechter Recherche.
@ miethirn
Sixtus schreibts doch selbst:
“Ein Hinweis auf diese Gebühr findet sich deutlich über jedem Kommentareingabefeld.”
Und so steht es dann da auch:
“Werbung in den Kommentaren kostet im übrigen EUR 1.500 (zzgl. Mwst.) je angefangenen Monat.”
@miethirn II:
Kommentareingabefeld ist natürlich eigentlich Nonsens. genaugenommen steht es über dem Feld für die Eingabe des Zahlencodes, um einen Kommentar abgeben zu können.