Twitter: Media-Agenturen sind skeptisch
Die HORIZONT-Printausgabe widmet sich in der aktuellen Ausgabe (5. April 2007) breit dem Thema Twitter. Dabei kommt das Tool bei den Media-Agenturen derzeit nicht allzu gut weg.
Gegenwärtig bestimmen noch die Zweifel die Haltung. Manfred Klaus, Geschäftsführer der Serviceplan-Tochter Plan.Net in München, ist besonders skeptisch: „Es ist eher ein Modegag.“
Karsten Marquardt Director Online Dialogmarketing bei Pilot 1/0 in Hamburg, will die Entwicklung zumindest weiter beobachten, sieht aber die kurze Verweildauer und die unklare Zielgruppe als Manko an.
Jens Grunewald, Geschäftsführer der zum Zenith-Optimedia-Netzwerk gehörenden Agentur Touchworks in Düssseldorf, bietet den Twitter-Enthusiasten mehr Optimismus: „Für die Mediaplanung wird das Thema sicherlich an Bedeutung gewinnen. Twitter eignet sich primär für virale Kampagnen und könnte dann als Traffic-Geber sicherlich genauso wichtig werden wie die Veröffentlichung einer URL.“
Nicht mehr in die Print-Ausgabe passte der Hinweis von Grunewald, dass sich Twitter nicht für reine Werbung anbiete, “zumal die Absenderkennung am wichtigsten ist und glaubhaft sein muss. Eher sollte die werbliche Ansprache im Umfeld platziert werden, um somit auch die Spam-Problematik zu umgehen”. Gegenwärtig findet er Twitter zudem “noch einwenig über-hyped”.
Von Olaf Kolbrück
Twittern












Ich weiß nicht wie man über Twitter überhaupt schreiben bzw. nachdenken kann. Für mich ist das Ganze eine (schlechte) Parodie auf Web2.0 nicht mehr. Für was soll das sogenannte “Tool” überhaupt gut sein.
Kein Wunder, dass die Medianer skeptisch sind. 100000 nutzer sind ja auch nicht die welt. Wieviele sind es dann in deutschland. 200? 300? Selbst wenn es mehr als ein hype ist, dauert es jahre bis das teil die plattdeutsche tiefebene erreicht.
schon lustig nach einer ‘klaren zielgruppe’ für twitter zu suchen. twitter ist letztendlich micro-blogging. es wird ja auch nicht nach einer ‘klaren zielgruppe’ für blogging an sich gesucht, oder?
@kaffeekanne, klar sind 100 000 nutzer nicht die welt. aber twitter gibt es aber auch noch nicht so lange. schau dir mal das wachstum per alexa an.
man muss sich doch wirklich wundern wie langsam hier in deutschland so mancher ‘medienexperte’ ist. mit blogging war es aber letztendlich genau das gleiche. es wurde am anfang auch als ‘modegang’ und unnötiger shit abgestempelt. erst jahre später haben firmen hier erkannt dass blogging auch sinnvoll genutzt werden kann.
twitter ist nur ein weiteres Beispiel der neuen Dynastie von relevanten Zeittotschlägern. Wir werden es nicht ändern können, dass es immer wieder neue Technologien wie twitter (ist ja fast schon wieder out; jaiku.com ist viel “hipper”) geben wird und sie die Märkte weiter fragmentieren. 100.000 auf twitter, 100.000 auf jaiku, 100.000 auf studiVZ, 100.000 auf lokalisten und so weiter… Unsere Aufgabe als Vermarkter ist es für diese Entwicklungen schnell Werbemöglichkeiten zu schaffen und unsere Verkaufsprozesse so zu vereinfachen, dass zwischen erstem Anruf beim Kunden und erster Werbeschaltung auf der Plattform keine zwei Wochen vergehen.
Ich bin mir sicher, dass in tausenden Garagen gerade an unzähligen neuen Anwendungen geschraubt wird… manche werden das nächste YouTube und andere nicht. Aber es wird bleiben wie bisher; die Massen erreicht man nicht mit einer Schaltung; die erreicht man mit einer Kombination.
In diesem Sinne; frohe Ostern und viel Spaß beim Zielgruppe suchen
andré
Twitter ist geil. SecondLife ist der letzte Sch…ß. Nur weil Anshe Chung ordentlich Asche gemacht hat, pilgern da alle hin. Jaiku ist nicht hipper. Jaiku ist nur europäisch. Twitter ist simpler und daher besser. Jaiku hat keine offene API und außerdem Twittert ihr schon selbst, wenn ihr nur über Twitter schreibt. Denkt mal drüber nach.