WPP-Chef Sorrell: Google ist ein Feind
Merkwürdig lethargisch haben bislang Agenturen und Vermarkter Googles Doubleclick-Deal zur Kenntnis genommen. Off the record wird Google als künftiger Monopolist, nicht nur im Internet-Werbemarkt, bezeichnet. Doch offiziell mag kaum ein Manager des Mainstream-Marketings (egal ob Offline- oder Online-Marketing) Klartext reden — schließlich profitiert man ja im Zweifelsfall selbst von Googles Adsense. Doch nun hat Martin Sorrell, Chef der weltweit zweitgößten Werbeholding WPP (unter anderem Ogilvy & Mather, JWT), die verbale Keule ausgepackt: Google sei kurzfristig ein Freund, aber langfristig ein Feind für Agenturen im Allgemeinen, WPP im Besonderen. Das Sorrell-Zitat im O-Ton (haben wir uns erlaubt, aus dem geschlossenen Dienst von Brandrepublic zu zitieren):
„It’s going to be very interesting to see how it shakes out. We buy about 200 Million Dollar of their media and that’s up from about 150 Million Dollars last year. Google is a short-term friend and a long-term enemy and probably the shorter term just got al little bit shorter and the longer term got a bit closer as a result of Double Click acquisition.”
Von Volker Schütz
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Diese Freund/Feind-Sprache finde ich etwas zu stumpf. Tatsache aber ist, dass Google immer noch mit der unschuldigen Attitüde eines David auftritt (“Do no evil”), obwohl man längst zum Goliath mutiert ist, allein was Marktanteile und die damit einhergehende Marktmacht angeht. Vor Jahren mag Google noch so knuffig erschienen sein wie Knut. Aber wo setzt sich ein ausgewachsener 5 Tonnen schwerer Grizzly hin ? Richtg: wo er will.
Wo so viel Marktmacht konzentriert ist, braucht es nicht unbedingt den Willen zum Mißbrauch dieser Macht, um beunruhigende Gefühle im Markt zu wecken. Hinzu kommt, dass Google an der Börse so hoch bewertet ist, dass es laufend neuer Erfolgsmeldungen bedarf, um diese Bewertung weiter zu rechtfertigen.
Liebe Online-Experten aus Klein-Bloggershausen,
in der Googlesphäre braucht Google eure Agenturen genausowenig wie man eure klugen Kommentare ohne Aussage braucht.
Aber bitte schön: Wer hat vor Jahresfrist die Agenturprovisionen gestrichen? Wer brüskiert in der Präsentation vor Kunden die Mediaagenturen? Wer wirbt Personal bei den Agenturen ab? Wer betreibt agressive Direktkundenakquise? Guten Morgen und herzlichen Glückwunsch, in der schönen neuen Google Welt bedarf es keiner Agenturen mehr, weil der Kunde dies auch besser ohne die Mediaagenturen kann (womit sich bestätigt, was mancher Kunden eh schon immer gedacht hat, “wozu brauche ich die eigentlich?”). Der Kommentar von Martin Sorell und die Diskussion ist mehr als überfällig ….
Lieber Elbpirat,
gerade Dein Beitrag zeigt wie wichtig Mediaagenturen doch sind. Nicht die Agenturen sondern die Kunden haben geschriehen, als die 15% AE gestrichen wurde, da diese schon lange an die Kunden weitergegeben wird.
Viel Spass beim googeln auf Deiner kleinen Elbinsel.
@mainman
ok, so wichtig also wie die eintracht für die bundesliga.
dein kommentar zeigt, das du den punkt nicht verstanden hast, es geht nicht um agenturprovisionen oder wer wen hier etwas wegnimmt oder jammert, sondern darum, das du in der googlespähre einfach keine agenturen mehr brauchst. und dieses modell weitet google jetzt schön auch in alle anderen werbemärkte aus.
guckst du hier beim meister (und wenn wir bei der netiquette sind, er zitiert wieder das beste (nach horizont natürlich) was aus frankfurt kommt):
“Wir wollen uns nicht mit Konkurrenten um den 4-Prozent-Anteil der Online-Werbung streiten. Wir wollen an die restlichen 96 Prozent des Werbemarktes.”
http://turi-2.blog.de/2006/06/12/philipp~872679
Sehe das so wie der Pirat.
Google will “alles” ohne fremde “Hilfe” und die vollkommene Abhängigkeit der Unternehmen und Nutzer.
Eine Suchmaschine ist Google ja schon lange nicht oh doch ich vergaß Werbung und Spam werden gefunden SUPER
ich google er googelt sie googelt warum googelt er nicht mit ihr
weils nicht geht !!!!!!!