Top: Schwiegermama fährt Bahn
Zuletzt überraschte das Wunderkind im Wissensduell um Bahnfahrtzeiten, im aktuellen TV-Spot
der Bahn erntet eine taffe Schwiegermutter die Sympathie der Zuschauer.
Die Geschichte in Kürze: Unbeholfener Mann muss sich beim Buchen der Bahntickets von seiner Schwiegermutter helfen lassen. Anschließend bringt diese das junge Paar an den Bahnhof. Mit den Worten: „Schade, dass du nicht mitkommen kannst“ will Schwiegersohn sich verabschieden — und landet damit ein Eigentor. Prompt zückt nämlich die rüstige Dame ihr Handy, bucht mobil einen Fahrschein und schlüpft in den Waggon.
So wird mit dem Klischee der ungeliebten Schwiegermutter gespielt, ohne dabei in Platitüden zu verfallen. Die Produktionsfirma Markenfilm und Regisseur Kasper Barfoed — der ebenfalls für das besagte Wissensduell verantwortlich zeichnete — setzten die gut gecasteten Protagonisten erneut authentisch und humorvoll in Szene. Ungezwungen — aber trotzdem wirkungsvoll — wird die Botschaft transportiert: Online und mobil Bahntickets buchen ist einfach und schnell. Kann fast jeder.
Von Miriam Hebben
Den Spot gibt derzeit nur online festgeklebt bei der Bahn.
Kunde: Deutsche Bahn, Berlin
Kreation: Ogilvy & Mather, Frankfurt
Produktion: Markenfilm, Berlin












… nur ob’s so einfach ist wage ich gerade bei der Bahn zu bezweifeln!
Das vermarktete Produkt ist ziemlich grauslig. Ich empfehle jedem einmal einen Buchungsversuch mit dem Schwiegermutterhandy.
Das ganze Posting liesst sich übrigens so wie ein O&M Pressetext. Wäre fein zumindest hier im Off-Blog ein bischen Off-Tonality zu haben.
Lieber Stefan Mannes,
ein Top ist Top weil er eben Top ist – damit verdient er sich sein Lobeslied. Zur Tonality: Die Tops & Flops der Woche sind nach wie vor in erster Linie Printprodukte – “Old Journalism” wie unser “edgy” Blog-Moderator zu sagen pflegt.
Off-PS: Dass das Produkt grauselig ist, glaube ich Ihnen gerne. Aber wir aus dem Kreise des Old Journalism würden uns ans mobil buchen garnicht erst wagen.
Uhm, TOP?
Ich mein, sicher gibt es grausligeres als diesen Spot. Aber ein Filmchen, das mit Müh und Not die Hürde der Schmerzgrenze nimmt als Top zu bezeichnen – ich bins nicht gewohnt, mit meiner Meinung so weit von der der Top/Flop-Macher entfernt zu liegen.
Und auch dieses völlig langweilige Besserwisserkind mit der Knallerpointe als ‘Überraschung’ zu bezeichnen hielt ich zunächst für ‘Verarschung’. Ihr meint’s aber ernst, hm?
hua.