Golf bleibt Golf – ohne Strom
Es gibt so Fragen, die lassen einem keine Ruhe. Zum Beispiel, wenn sich der Werbeblogger interessante Gedanken über die Namensgebung bei Autos macht und fragt, warum der VW Golf so heißt wie er heißt. Liegts am Golfstrom? Auch Wikipedia tendiert ja in diese Richtung.
Also haben wir die ganz, ganz, ganz große Recherchekeule herausgeholt, um die Frage endgültig zu klären – und bei VW angerufen. Ergebnis: Nix ist mit Golfstrom, (ein ganz, ganz, ganz kleines bisschen vielleicht). Aber im Vordergrund stand von Anfang an der Sport, wie einige bereits vermuteten. Und als Beweis hat uns VW gleich per Fax ein Originaldokument von 1974 mitgeliefert.
Zitat:
Twittern“Golf, das ist das Golfspiel und der Name paßt: Golf steht für Ausdauer, Dynamik und perfekte Technik”












Hää? Lese ich das Fax falsch? Da wird doch gerade im ersten Satz vom Golfstrom gesprochen? Ich bin verwirrt.
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Drunter stehts dann. Vielleicht ist die Lösung am Ende salomonisch: Man darf an den Strom denken, aber aus Marketingsicht möge man doch bitte nur Sport im Kopf haben. Wie heißt es schön in dem Text: die Welt ist groß.
Also gut, damit kann ich wieder beruhigt schlafen.
Auch wenn da noch am Anfang das “Eigentlich meinten wir” steht und damit wohl das Markenbild nachträglich in eine andere Richtung geschoben wurde. Aber ich hör schon auf mit besserwissen!
*LOL* Da versucht jemand, die Behauptung mit dem Sport mit einem Originaldokument zu untermauern und scheint dabei irgendwie zu übersehen, dass damit genau das Gegenteil belegt wird. Wie steht es gleich zu Beginn des Dokuments? „Eigentlich meinten wir den Golfstrom…“
Der weitere Text legt dagegen nur nahe, dass man im Nachhinein (also nach der Namensfindung, vielleicht aber sogar noch vor der Produkteinführung) feststellen musste, dass der Begriff „Golf“ doch viel zu sehr durch die Sportart geprägt ist. Erst daraus hat sich dann die Namenslinie mit Polo und Derby im Kleinwagensegment ergeben.
Ich würde sogar fast behaupten, da der Golf ja zur Mittelklasse gehört, dass er als Bindeglied zwischen den sportlichen Kleinwagen und den meteorologischen Fahrzeugen der gehobeneren Klasse quasi beiden Kategorien zugeschrieben werden könnte. Aber das ist jetzt tatsächlich reine Spekulation…
Sätze mit eigentlich gehören eigentlich auch verboten.
Mal ‘ne Frage zwischendurch: Wenn ein Golf-Fahrer mit seinem Golf eine Panne hat, muss man dann von einem Handycap sprechen? Oder ist ein Handycap nur eine Mütze für das Handy eines Goldspielers…?
Immer diese Ungewissheit!
Wohl eher letzteres, denn im Golf gibt’s höchstens Handicaps.
Aber Kiki – dann funktioniert doch der Mobil-Joke nicht!
Kommen sich Caddy-Fahrer da nicht irgendwie zweitklassig vor?
Kümmern sich KfZ-Elektriker auch um den Golfstrom?
Und warum hat noch keiner einen Claim rund um “Golf” und “Driver” geschrieben?
@ Spießer Alfons: Ach so. Hahaah!
@ Eisen Vier: ich kann höchstens mit einem double entendre eines Golfballherstellers dienen, der Autoaufkleber mit “I’d rather be driving a Titleist” unters fahrende Volk brachte.
@ kiki
Es gibt ja auch “Drivers Wanted” als Claim für VW USA, fiel mir dann noch ein. Aber der funktioniert dann eher single entendre.
Hm.
Vielleicht so: Der Name Golf wurde für den Käferersatz gefunden, als Golf noch Volkssport war in Deutschland.
Oder so: Den Namen ham wer schonmal, jetzt sollen die Fritzen aus dem Marketing mal eine Erklärung dafür liefern, wofür bezahlen wir die eigentlich!
Mir fällt wenig Lustiges zu diesem Thema ein, nur noch, dass der allererste Golf GTI ja diesen golfballartigen Schalthebelknauf hatte.