Henkel und das Spieglein an der Wand
Reichlich spaßbefreit ist die amerikanische Abteilung von Henkel. Hier gibts ein Spiegelein an
der virtuellen Wand, um ein wenig social-web-mäßig Werbung für Kosmetik zu machen. Man kann dafür sein Foto hochladen und es im Spiegel seiner Stimmung anpassen. David Eicher, Blogger und Agenturmensch bei Robert & Horst hat es ausprobiert und dabei die Geschmacksgrenzen von Henkel ausgelotet. Sein Bild mit Zahnlücken und Psycho-Blick wurde von Henkel aber nach wenigen Tagen gegen ein Allerwelts-Motiv eines namenlosen Aschenputtel ausgetauscht.
Nun rumpelstilzt Eicher:
Das geht eindeutig zu weit, auch wenn das ugly face nicht jedermanns Schönheitsideal entspricht (was ich verstehen kann). Doch werden mit der Einbindung eines solchen Photos weder rassistische, sexistische oder sonst irgendwie bedenkliche Inhalte verbreitet. Am besten soll Henkel USA es gleich lassen, den Usern frei editierbare Tools zur Verfügung zu stellen. Wenn nur User generated Content akzeptiert wird, der in das Heile-Welt-Schema von Tone passt und zu Werbezwecken genutzt werden kann, hat man das Prinzip Web 2.0 offensichtlich noch nicht begriffen.
Vielleicht hat er aber auch nur gegen virtuelle US-Einreisebestimmungen verwiesen und wurde das Landes verwiesen und zurück hinter die sieben Berge geschickt.
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Ausprobieren! Es ist wirklich witzig. Aber gibt es irgendwo noch das alte Bild??
Auch ganz hübsch, das Ergebnis zu bestaunen hier: http://www.nationalmanschaft.de/?p=38
Ja, es ist wirklich ganz witzig! Ich habe es auch mal versucht..
Ja. Gute Idee und fein umgesetzt.
Sich über die Löschung zu beklagen finde ich aber ein bischen wehleidig. After all ist das eine Werbemassnahme und nicht eine open-free-source-common-social-media community und die Henkels haben das Hausrecht.