Spießer Alfons: Schämen Sie sich, Hubertus von Lobenstein
In seiner Folge 1.647 hat Spießer Alfons in HORIZONT und hier im Blog eine Adidas-Kampagne von TBWA aufgespießt, die ein Plagiat ist.
Normalerweise ist das peinlich — für den Plagiator, den Kunden und für die Werbeagentur. Nicht so bei TBWA: Die Agentur hat sich nicht entblödet, ihren Kupfer auch in Miami zum diesjährigen Clio-Award einzureichen, siehe hier.
Ob der Plagiart-Direktor von TBWA für seinen Diebstahl einen Clio-Award bekommen hat, ist dem Spießer zur Zeit nicht bekannt, da Alfons im Moment nicht in Miami Beach urlaubt, sondern am heimatlichen Schreibtisch sitzt.
Auf jeden Fall ist es eine unerhörte Chuzpe von TBWA, Berlin, ein offenkundiges Plagiat zu einem Wettbewerb einzureichen. Weshalb Sie sich schämen sollten, Herr von Lobenstein!
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Uiuiui, übel. Und gleich noch drei ehemalige Kollegen in der entsprechenden Credit-Liste beim Clio entdeckt ;-(
Aber mal ehrlich. Wenn so was rechtlich unangefochten bleibt, dann kann man sich doch eigentlich das Ausdenken von neuen Ideen sparen. Man muss nur nach einer guten suchen, die die letzten zwei Jahre nicht mehr benutzt wurde.
Und Monate später – beim Agentur-Ranking – erkennt niemand mehr, woher die Punkte gekommen sind. Na, wollen mal abwarten, was da gestern beim Clio passiert ist…!
…und die vielen anderen tollen Preise und Punkte, die dieses Werk trotz der öffentlichen Diskussion und der Kritik der Fachpresse schon gewann, seien hier noch einmal erwähnt: EPICA, Eurobest Live, Jun.-ADC…!
Ein Plagiat ist noch schlimmer als die übliche Geschichte der Networks, noch schnell 2-3 Deutsche auf internationale Kampagne drauf zu schreiben (Dove, Playstation, etc.)
Danke für soviel Ethik!
Tschüss Branche!
“Ein Plagiat ist ein perverser Auswuchs des Bestrebens, sich durch gute Kreation profilieren zu wollen”. (J.C. Watefields)
Noch viel perverser ist m.E. , dieses Bestreben überhaupt nicht zu verspüren.Sondern zu versuchen, sich immer nur über Nölen, Nölen, Nölen, Nölen zu profilieren.
Ganz genau bemerken, wie der Meisterkoch von einem anderen ein Rezept geklaut hat – aber selbst nicht wissen, wie man Spaghettiwasser heiß macht.
Immer nur beim Bumsen zuzugucken, aber nie mitmachen. Aber hinterher schreiben, wie man besser bumsen könnte.
Denkt mal drüber nach.
@ benstein
Spricht da der Neid oder der Palgiator selbst?
@ Koenich Johann
Hättest du wohl gern. Aber: Nein. Hier spricht nicht der Plagiator (wäre ich der, würde ich die Klappe halten).
Und auch nicht der Neid (worauf denn auch? — das müsstest du mir mal erklären).
@J.Lo.Benstein
Mich kannst Du mit Deiner Kritik ja wohl nicht meinen, oder…?
@j.lo.Benstein
also wer sich schon j.lo nennt, der muss…na ja.
die “echte” j.lo ist doch nach meinen infos auch eine echte zicke. da muss seelenverwandschaft bestehen. so etwas niveauloses habe ich schon lange nicht mehr gehört. vielleicht hilft bumsen ja den stress abzubauen.
@ Hirnek
“J.Lo. Benstein” bitte, mit großem L.
Als Zicke kränkt es mich, wenn man meinen Namen falsch schreibt.
J. Lo. Benstein fängt vernünftig an mit dem Zitat: “Ein Plagiat ist ein perverser Auswuchs des Bestrebens, sich durch gute Kreation profilieren zu wollen” (J.C. Watefields) und versucht dann, da Zitat zu widerlegen. Das ist töricht. Wie schrieb doch der berühmteste aller deutschen Dichter, nämlich Dichter Nebel? Er schrieb: „Wer keinen Durchblick hat, sollte besser die Bretter vor dem eigenen Kopf entfernen!”
@J.Lo: Seit wann ist es üblich, dass Kritiker Weltliteratur schreiben können, eine überirdisch schöne Singstimme haben, Schachgroßmeister sind oder eben ganz doll kochen können etctera p.p?
Kritiker sollten kritisieren können, wenn’s geht fundiert, und wenn’s besser geht, amüsant.
Besser, du hättest geschwiegen, J.Lo.
Herr Benstein,
ob Plagiat oder nicht, so ist doch die Ähnlichkeit der Adidas-Kampagnenmotive und den Plakaten der Sportstiftung NRW so frappierend, dass eine weitere TBWA- Bewerbung um glänzendes, nationales und internationales Ehrenmetall völlig unverständlich ist.
Schade auch, dass hier der klare Blick aus der Vogelperspektive (Vogel- nicht Vögelperspektive!) nicht genutzt wurde, um diese unschöne Geschichte mit Anstand aus der Welt zu schaffen. Diese eigenartige “Bums-Metapher” finde ich völlig unpassend und somit deplatziert.
Ich sehe Flecken auf der weißen (?) Weste des “AWARD-Zirkus” und hoffe, dass die verantwortlichen Macher künftig strikter reagieren und bessere Spielregeln aufstellen. Offensichtlich stark ähnliche „Motiv-Ideen“ sollten dann einfach vor der Tür bleiben, schließlich geht es hier ja nicht nur ums Image sondern auch um viel Geld.
Und schlimm ist auch die Arroganz des Herrn von Lobenstein, der es nicht MAL für nötig hält, Stellung zu nehmen, sondern der die Plagiakate auch noch eingereicht hat zum Festival in New York, wo er seinen Diebstahl versilbern konnte.
Das passt ja eh in den Zeitgeist. Überall wird geklaut was das Zeug hält. Ob das Werbung, Musik etc. ist.
Da muss mal ein Exempel statuiert werden. Ab an die Wand!
@ Hirnek
Wenn man weiß, wieviel Wirbel adidas macht, wenn da irgendwo in Fernost eine Drei-Streifen-Kopie auftaucht, dann darf man sich wohl fragen: Warum regen die sich darüber so auf, die kopieren doch genauso!
@ Spießer Alfons
genau! das ist ja diese doppelmoral. nur die meinen, dass sie sich als konzern darüber aufregen können. wenn aber so ein kleiner scheißer ne werbung macht, die kopiert wird, dann soll der den mund halten. wer legt sich schon mit so nem konzern an. da bauen die ja drauf, dass den kleinen scheißern die luft ausgeht. frei nach dem motto: groß frisst klein. aber manchmal ist klein schwer verdaulich!
Hallo, Herr von Lobenstein!
Gerade entdeckte ich, dass Ihre geklauten Adidas-Plakate auf der Shortlist in Cannes sind. Vermutlich haben Sie diese Plagiakate dort irrtümlich eingereicht. Also: Schnell stornieren, denn wenn die in Cannes auch noch ausgezeichnet werden, dann werden Sie sich unsterblich blamieren. In dieser Woche wird die Branche übrigens aus meiner Kolumne in HORIZONT erfahren, was die Abkürzung TBWA bedeutet…
@ Spießer Alfons
Der Kerl ist doch jetzt schon unsterblich, oder? Vielleicht Cannes der auch nicht und wird dort vertreten. Das wäre schon dreist da zu erscheinen. Aber so ist das. Die stehen alle unter Druck. Dann kommt noch das Nasenjucken dazu. Bei dem Wetter im Moment kein Wunder. Da vergisst man schnell mal ein Storno. Aber dafür sind Sie ja da. Das schlechte Gewissen der J.Lo.
Auch ein Award-Management bereits Monate vorher über die Impertinez einer Werbeagentur zu informieren, scheint die Veranstalter und „kompetenten“ Jurymitglieder hier nicht zu tangieren.
Wer noch einen Hauch von Fairness, Anstand und Authentizität bei den internationalen Awards sucht, wird spätesten durch diesen Skandal eines Besseren belehrt.
Hoch lebe das repräsentative Agentur-Ranking!
Da Herr von Lobenstein nicht antwortet, schließe ich, dass er auf einer Geschäftsreise ist. Also ist er weder in der Agentur noch in Cannes. (Letzteres wäre ja keine Geschäfts-, sondern eine Vergnügungsreise.)
@ Spießer
Ich schließe daraus: Er macht das einzig Richtige und liest deine Kolumne nicht.
@ Materazzi
Oh, meldet sich da gerade der Logopäde von Herrn von Lobenstein zu Wort?
@ Dodo
Den musst du mir erklären. Dabei hab ich extra noch mal auf wikipedia nachgesehen, was ein Logopäde ist.
“Heute bezeichnet die Logopädie die noch junge medizinisch-therapeutische Fachdisziplin, die den durch eine Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörbeeinträchtigung in seiner zwischenmenschlichen Kommunikationsfähigkeit eingeschränkten Menschen zum Gegenstand hat.”
Aber das hat doch alles J.Lo. Zusätzlich zur Sehschwäche wo fremde malereien auf einmal so aussehen wie eigene…
@ Hirnek
Puh, ihr nu wieder mit euren Fremdwörtern.
@Spießer: Flach spielen, hoch gewinnen. Ich stimme dir zu, dass die Geschichte nicht weiter eingereicht werden dürfte. Aber wenn man so groß den Mund aufmacht wie Herr Schmidt aus der gleichen Agentur, dann braucht man sich über mangelnde Moral wohl nicht wundern.
Gleichzeitig hat die Agentur insbesondere im WM Jahr aber herausragende Arbeiten zuvor gebracht: Kahn, Fresko und mit Chiat gemeinsam die +10 Kampagne.
Da wir – zumindest wenn man dem Kaiser glauben darf – keine WM im eigenen Land mehr erleben, erleben wir wohl auch nicht mehr solch gelungene Arbeiten und eine solch moralisch anzweifelhafte von der o.g. Agentur. Ich sage nur Playstation Montain (ADC 03 oder 04): schnell noch ein paar Deutsche auf die Einsendung und fertig ist die Laube….
Tschüss ehrliche Werbewelt. Dann schon liebe tolle Prototypen für Kleinkunden!
@ koenich
da ist ja gar nix gegen zu sagen, wenn die eigenen kram abliefern. aber klauen muss nicht sein.
mit den prototypen hört sich gut an. welche hasse denn im angebot? vielleicht kann ich dann mal einen mein eigen nennen.
hier ist der unterschied zwischen werber und konsument
http://www.buzzpeople.de/?p=58
@ Kay
Und hier alles über Fußpflege
http://www.fusspflege.de