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Spießer Alfons: Schämen Sie sich, Hubertus von Lobenstein

12. Mai 2007
von

In seiner Folge 1.647 hat Spießer Alfons in HORIZONT und hier im Blog eine Adidas-Kampagne von TBWA aufgespießt, die ein Plagiat ist.
Normalerweise ist das peinlich — für den Plagiator, den Kunden und für die Werbeagentur. Nicht so bei TBWA: Die Agentur hat sich nicht entblödet, ihren Kupfer auch in Miami zum diesjährigen Clio-Award einzureichen, siehe hier.

Ob der Plagiart-Direktor von TBWA für seinen Diebstahl einen Clio-Award bekommen hat, ist dem Spießer zur Zeit nicht bekannt, da Alfons im Moment nicht in Miami Beach urlaubt, sondern am heimatlichen Schreibtisch sitzt.

Auf jeden Fall ist es eine unerhörte Chuzpe von TBWA, Berlin, ein offenkundiges Plagiat zu einem Wettbewerb einzureichen. Weshalb Sie sich schämen sollten, Herr von Lobenstein!

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Schämen Sie sich, Hubertus von Lobenstein ”

  1. kakoii am 12. Mai 2007 um 23:12 Uhr

    Uiuiui, übel. Und gleich noch drei ehemalige Kollegen in der entsprechenden Credit-Liste beim Clio entdeckt ;-(
    Aber mal ehrlich. Wenn so was rechtlich unangefochten bleibt, dann kann man sich doch eigentlich das Ausdenken von neuen Ideen sparen. Man muss nur nach einer guten suchen, die die letzten zwei Jahre nicht mehr benutzt wurde.

  2. Spießer Alfons am 13. Mai 2007 um 00:41 Uhr

    Und Monate später – beim Agentur-Ranking – erkennt niemand mehr, woher die Punkte gekommen sind. Na, wollen mal abwarten, was da gestern beim Clio passiert ist…!

  3. Dodo am 13. Mai 2007 um 06:52 Uhr

    …und die vielen anderen tollen Preise und Punkte, die dieses Werk trotz der öffentlichen Diskussion und der Kritik der Fachpresse schon gewann, seien hier noch einmal erwähnt: EPICA, Eurobest Live, Jun.-ADC…!

  4. Koenich Johann am 13. Mai 2007 um 21:21 Uhr

    Ein Plagiat ist noch schlimmer als die übliche Geschichte der Networks, noch schnell 2-3 Deutsche auf internationale Kampagne drauf zu schreiben (Dove, Playstation, etc.)

    Danke für soviel Ethik!
    Tschüss Branche!

  5. J.Lo. Benstein am 16. Mai 2007 um 00:26 Uhr

    “Ein Plagiat ist ein perverser Auswuchs des Bestrebens, sich durch gute Kreation profilieren zu wollen”. (J.C. Watefields)

    Noch viel perverser ist m.E. , dieses Bestreben überhaupt nicht zu verspüren.Sondern zu versuchen, sich immer nur über Nölen, Nölen, Nölen, Nölen zu profilieren.

    Ganz genau bemerken, wie der Meisterkoch von einem anderen ein Rezept geklaut hat – aber selbst nicht wissen, wie man Spaghettiwasser heiß macht.

    Immer nur beim Bumsen zuzugucken, aber nie mitmachen. Aber hinterher schreiben, wie man besser bumsen könnte.

    Denkt mal drüber nach.

  6. Koenich Johann am 16. Mai 2007 um 08:39 Uhr

    @ benstein

    Spricht da der Neid oder der Palgiator selbst?

  7. J.Lo. Benstein am 16. Mai 2007 um 09:12 Uhr

    @ Koenich Johann

    Hättest du wohl gern. Aber: Nein. Hier spricht nicht der Plagiator (wäre ich der, würde ich die Klappe halten).
    Und auch nicht der Neid (worauf denn auch? — das müsstest du mir mal erklären).

  8. Spießer Alfons am 16. Mai 2007 um 09:36 Uhr

    @J.Lo.Benstein

    Mich kannst Du mit Deiner Kritik ja wohl nicht meinen, oder…?

  9. Hirnek am 16. Mai 2007 um 15:44 Uhr

    @j.lo.Benstein

    also wer sich schon j.lo nennt, der muss…na ja.

    die “echte” j.lo ist doch nach meinen infos auch eine echte zicke. da muss seelenverwandschaft bestehen. so etwas niveauloses habe ich schon lange nicht mehr gehört. vielleicht hilft bumsen ja den stress abzubauen.

  10. J.Lo. Benstein am 16. Mai 2007 um 16:23 Uhr

    @ Hirnek

    “J.Lo. Benstein” bitte, mit großem L.
    Als Zicke kränkt es mich, wenn man meinen Namen falsch schreibt.

  11. Spießer Alfons am 16. Mai 2007 um 21:09 Uhr

    J. Lo. Benstein fängt vernünftig an mit dem Zitat: “Ein Plagiat ist ein perverser Auswuchs des Bestrebens, sich durch gute Kreation profilieren zu wollen” (J.C. Watefields) und versucht dann, da Zitat zu widerlegen. Das ist töricht. Wie schrieb doch der berühmteste aller deutschen Dichter, nämlich Dichter Nebel? Er schrieb: „Wer keinen Durchblick hat, sollte besser die Bretter vor dem eigenen Kopf entfernen!”

  12. Miethirn am 30. Mai 2007 um 17:06 Uhr

    @J.Lo: Seit wann ist es üblich, dass Kritiker Weltliteratur schreiben können, eine überirdisch schöne Singstimme haben, Schachgroßmeister sind oder eben ganz doll kochen können etctera p.p?
    Kritiker sollten kritisieren können, wenn’s geht fundiert, und wenn’s besser geht, amüsant.
    Besser, du hättest geschwiegen, J.Lo.

  13. farbschmied am 14. Juni 2007 um 13:45 Uhr

    Herr Benstein,

    ob Plagiat oder nicht, so ist doch die Ähnlichkeit der Adidas-Kampagnenmotive und den Plakaten der Sportstiftung NRW so frappierend, dass eine weitere TBWA- Bewerbung um glänzendes, nationales und internationales Ehrenmetall völlig unverständlich ist.

    Schade auch, dass hier der klare Blick aus der Vogelperspektive (Vogel- nicht Vögelperspektive!) nicht genutzt wurde, um diese unschöne Geschichte mit Anstand aus der Welt zu schaffen. Diese eigenartige “Bums-Metapher” finde ich völlig unpassend und somit deplatziert.

    Ich sehe Flecken auf der weißen (?) Weste des “AWARD-Zirkus” und hoffe, dass die verantwortlichen Macher künftig strikter reagieren und bessere Spielregeln aufstellen. Offensichtlich stark ähnliche „Motiv-Ideen“ sollten dann einfach vor der Tür bleiben, schließlich geht es hier ja nicht nur ums Image sondern auch um viel Geld.

  14. Spießer Alfons am 14. Juni 2007 um 14:11 Uhr

    Und schlimm ist auch die Arroganz des Herrn von Lobenstein, der es nicht MAL für nötig hält, Stellung zu nehmen, sondern der die Plagiakate auch noch eingereicht hat zum Festival in New York, wo er seinen Diebstahl versilbern konnte.

  15. Hirnek am 14. Juni 2007 um 15:57 Uhr

    Das passt ja eh in den Zeitgeist. Überall wird geklaut was das Zeug hält. Ob das Werbung, Musik etc. ist.

    Da muss mal ein Exempel statuiert werden. Ab an die Wand!

  16. Spießer Alfons am 14. Juni 2007 um 16:52 Uhr

    @ Hirnek

    Wenn man weiß, wieviel Wirbel adidas macht, wenn da irgendwo in Fernost eine Drei-Streifen-Kopie auftaucht, dann darf man sich wohl fragen: Warum regen die sich darüber so auf, die kopieren doch genauso!

  17. Hirnek am 14. Juni 2007 um 17:11 Uhr

    @ Spießer Alfons

    genau! das ist ja diese doppelmoral. nur die meinen, dass sie sich als konzern darüber aufregen können. wenn aber so ein kleiner scheißer ne werbung macht, die kopiert wird, dann soll der den mund halten. wer legt sich schon mit so nem konzern an. da bauen die ja drauf, dass den kleinen scheißern die luft ausgeht. frei nach dem motto: groß frisst klein. aber manchmal ist klein schwer verdaulich!

  18. Spießer Alfons am 18. Juni 2007 um 14:23 Uhr

    Hallo, Herr von Lobenstein!

    Gerade entdeckte ich, dass Ihre geklauten Adidas-Plakate auf der Shortlist in Cannes sind. Vermutlich haben Sie diese Plagiakate dort irrtümlich eingereicht. Also: Schnell stornieren, denn wenn die in Cannes auch noch ausgezeichnet werden, dann werden Sie sich unsterblich blamieren. In dieser Woche wird die Branche übrigens aus meiner Kolumne in HORIZONT erfahren, was die Abkürzung TBWA bedeutet…

  19. Hirnek am 18. Juni 2007 um 14:51 Uhr

    @ Spießer Alfons

    Der Kerl ist doch jetzt schon unsterblich, oder? Vielleicht Cannes der auch nicht und wird dort vertreten. Das wäre schon dreist da zu erscheinen. Aber so ist das. Die stehen alle unter Druck. Dann kommt noch das Nasenjucken dazu. Bei dem Wetter im Moment kein Wunder. Da vergisst man schnell mal ein Storno. Aber dafür sind Sie ja da. Das schlechte Gewissen der J.Lo.

  20. Dodo am 18. Juni 2007 um 14:54 Uhr

    Auch ein Award-Management bereits Monate vorher über die Impertinez einer Werbeagentur zu informieren, scheint die Veranstalter und „kompetenten“ Jurymitglieder hier nicht zu tangieren.

    Wer noch einen Hauch von Fairness, Anstand und Authentizität bei den internationalen Awards sucht, wird spätesten durch diesen Skandal eines Besseren belehrt.

    Hoch lebe das repräsentative Agentur-Ranking!

  21. Spießer Alfons am 18. Juni 2007 um 17:30 Uhr

    Da Herr von Lobenstein nicht antwortet, schließe ich, dass er auf einer Geschäftsreise ist. Also ist er weder in der Agentur noch in Cannes. (Letzteres wäre ja keine Geschäfts-, sondern eine Vergnügungsreise.)

  22. Materazzi am 18. Juni 2007 um 17:56 Uhr

    @ Spießer

    Ich schließe daraus: Er macht das einzig Richtige und liest deine Kolumne nicht.

  23. Dodo am 18. Juni 2007 um 18:19 Uhr

    @ Materazzi

    Oh, meldet sich da gerade der Logopäde von Herrn von Lobenstein zu Wort?

  24. Materazzi am 18. Juni 2007 um 18:27 Uhr

    @ Dodo

    Den musst du mir erklären. Dabei hab ich extra noch mal auf wikipedia nachgesehen, was ein Logopäde ist.

  25. Hirnek am 18. Juni 2007 um 18:30 Uhr

    “Heute bezeichnet die Logopädie die noch junge medizinisch-therapeutische Fachdisziplin, die den durch eine Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörbeeinträchtigung in seiner zwischenmenschlichen Kommunikationsfähigkeit eingeschränkten Menschen zum Gegenstand hat.”

    Aber das hat doch alles J.Lo. Zusätzlich zur Sehschwäche wo fremde malereien auf einmal so aussehen wie eigene…

  26. Materazzi am 18. Juni 2007 um 18:54 Uhr

    @ Hirnek

    Puh, ihr nu wieder mit euren Fremdwörtern.

  27. Koenich Johann am 18. Juni 2007 um 20:36 Uhr

    @Spießer: Flach spielen, hoch gewinnen. Ich stimme dir zu, dass die Geschichte nicht weiter eingereicht werden dürfte. Aber wenn man so groß den Mund aufmacht wie Herr Schmidt aus der gleichen Agentur, dann braucht man sich über mangelnde Moral wohl nicht wundern.

    Gleichzeitig hat die Agentur insbesondere im WM Jahr aber herausragende Arbeiten zuvor gebracht: Kahn, Fresko und mit Chiat gemeinsam die +10 Kampagne.

    Da wir – zumindest wenn man dem Kaiser glauben darf – keine WM im eigenen Land mehr erleben, erleben wir wohl auch nicht mehr solch gelungene Arbeiten und eine solch moralisch anzweifelhafte von der o.g. Agentur. Ich sage nur Playstation Montain (ADC 03 oder 04): schnell noch ein paar Deutsche auf die Einsendung und fertig ist die Laube….

    Tschüss ehrliche Werbewelt. Dann schon liebe tolle Prototypen für Kleinkunden!

  28. Hirnek am 19. Juni 2007 um 10:00 Uhr

    @ koenich

    da ist ja gar nix gegen zu sagen, wenn die eigenen kram abliefern. aber klauen muss nicht sein.

    mit den prototypen hört sich gut an. welche hasse denn im angebot? vielleicht kann ich dann mal einen mein eigen nennen. ;-)

  29. Kay am 19. Juni 2007 um 22:12 Uhr

    hier ist der unterschied zwischen werber und konsument

    http://www.buzzpeople.de/?p=58

  30. Materazzi am 20. Juni 2007 um 11:19 Uhr

    @ Kay

    Und hier alles über Fußpflege

    http://www.fusspflege.de

ivw