Vanity Fair macht halbe Sachen
Auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten wird sich frisch geschminkt. Layout-Korrekturen stehen wohl bei Vanity Fair an. Chefredakteur Ulf Poschardt gelingt es bislang nicht, die Auflage über die Latte zu heben, die Condé-Nast-Deutschlandchef Bernd Runge aufgelegt hat.Der Mix aus Society- und Politikgeschichten soll “deutlich über 100.000 Exemplare pro Ausgabe verkaufen”, schrieb HORIZONT-Print im Oktober 2006. Und nu? 50.000 Käufer für Papst Benedikt auf dem Cover zählt die Taz. “Runtergezickzackt” heißt das bei der Sargnagelschmiede. Ein schönes Bild. Poschardt in Bedrängnis? Der Verlag dementiert.
Manchmal verstehen die Mediaplaner offenbar doch ihr Geschäft. Auf 50.000, maximal 80.000 verkaufte Exemplare schätzte Wolfgang Schuldlos, Geschäftsführer von Zenith in München, das Peoplemagazine im Oktober 2006. Bislang behält er recht.



















Es geht wohl nicht nur ums Layout – sondern auch um das Konzept. Mehr Bunte, weniger Stern.
Was heißt denn hier bitte “MANCHMAL (verstehen Mediaplaner ihr Geschäft)”???!
Was denn? Ich schreib doch VERSTEHEN, ich hätt ja auch schreiben können “TIPPEN”.
Schon klar. Aber zu solch weisen Prognosen kann man eben erst kommen, wenn man sein Geschäft nicht nur MANCHMAL versteht!
Bei manchen Planern wäre man schon froh, wenn sie ihr Geschäft MANCHMAL verstehen würden.
Es steht einfach nichts Interessantes drin, das ist wohl das größte Problem. Grundsätzlich finde ich die Vanity Fair gut, aber der Blick ins Inhaltsverzeichnis am Kiosk lässt meine Kaufbereitschaft Woche für Woche schwinden.
Ich schaue nicht mal mehr ins Inhaltsverzeichnis. Mir reichen schon die deutschen Alt-Stars auf der Titelseite. Wen interessiert den heute noch Michael Schumacher? Nur solche Menschen, die auch noch “Echo der Frau” lesen.
Allerdings, Michael Schumacher, ich habe auch gegähnt. Wobei der Titel teilweise noch das interessanteste am Heft überhaupt ist.