Spießer Alfons und die Werbetrottel
Wer das Produkt eines Wettbewerbers in den Himmel hebt und sein eigenes
Produkt in den Schatten stellt, ist ein Werbetrottel! Spießer Alfons musste es zweimal lesen, um es einmal zu glauben: Fiat lobt Opel in den höchsten Tönen! Genauer: Die Fiat-Niederlassung Hamburg zeigt in einer großen Tageszeitung an: Ihr Rüsselsheimer ist Ihnen lieb und teuer? Uns auch!“
Wer glaubt, sich verlesen zu haben, oder meint, dass mit „Rüsselsheimer vielleicht ein Bürger aus Rüsselsheim gemeint ist, der wird im Kleingedruckten eines Besseren belehrt: “Wenn Sie sich jetzt für den neuen Fiat Bravo entscheiden, dann machen wir Ihnen den Umstieg besonders leicht. Mit bis zu 4000 Euro über DAT/Schwacke für Ihren gebrauchten Opel Astra, je nachdem, für welche Motorisierung Sie sich entscheiden”.
Was denkt sich der gemeine Opel-Astra-Fahrer bei dieser Reklame? Er denkt: „Wenn schon die Leute von Fiat zugeben, dass Ihnen mein Rüsselsheimer lieb und teuer ist — warum, beim Heiligen Christopherus, soll ich meinen liebwerten Astra dann gegen einen Bravo in Zahlung geben, den Fiat gern loswerden möchte und zu dem in der Anzeige kein lobendes Wort fällt?! Und meinen Rüsselsheimer will die Fiat-Niederlassung garantiert mit Gewinn verkaufen.”
Ja, liebe Freunde der Werbung, es ist zwar nett, wenn man das Produkt eines Wettbewerbers über den grünen Klee lobt, aber dann sollte man auch ein paar nette Werbeworte über das eigene Automobil verlieren und dem OpelFahrer erklären, warum dieser auf den Tausch mit Zuzahlung eingehen soll! Denn warum sollte ein zufriedener Opel-Kunde, dem der Astra lieb und teuer ist, sich plötzlich für die Marke Fiat interessieren…?



















Recht hat er der Spiesser.