Die Arroganz der Satten und ihr Blogunfug
Ist es die Arroganz der Macht, die Überheblichkeit der Satten, ist es die Arroganz der Ohnmacht oder ist es die Arroganz der Unwissenheit? Das Medienquartett aus Tissy Bruns, Tagesspiegel, Hans Janke, ZDF, Manfred Bissinger, Publizist und Siegfried Weischenberg, Professor für Journalistik, Universität Hamburg zeigte gestern jedenfalls beim Deutschlandfunk, dass sie das Wort Blogs schon mal gehört haben, aber das Thema für sie wohl mit einem PAL-Feld belegt wurde. (Sorry: Towel-Day Nachwirkung.)
Auf deutsch: Wir können irgendwie mitreden, können wir ja bei allen Themen, aber bitte das Thema nicht vertiefen, diesen ganzen bürgerjournalismusblogonlinetagebuchblödsinn – denmirmeinesekretärinnichtausdrucken kann.
Möchte wirklich wissen, welche bewusstseinserweiterenden Substanzen Stefan Niggemeier nimmt, dass er sich sowas länger als zwei Minuten anhören kann und auch noch zum nachlesen aufschreibt. Dankenswerter Weise. Unsinn gehört entlarvt. Wers selbst versuchen möchte: Hier der Link zum nachhören für Leute mit einschlafstörungen. Für Bissinger und Konsorten hat der Werbeblogger schön zusammengefasst, was Blogs sind:
Twittern“Blogs sind Meinungen, Emotionen und teilweise auch ein Ausdruck von engagiertem und leidenschaftlichem Verantwortungsbewusstsein vieler Menschen. Blogs mögen vielleicht nicht die Welt retten, sie zeigen aber sehr deutlich auf, was einige Menschen am Nabel der Informationsgesellschaft (früher nannte man sie Bildungsbürgertum) von der Welt da draußen halten. Ein Ziel, das einige Journalisten ganz sicher aus den Augen verloren haben.”













Interessant fand ich ja das ausgerechnet Siegfried Weischenberg meinte mit 450 Aufrufen im Monat kommt man in die Top 100 der deutschen Weblogs. Eine Legende die beweißt, dass all die Anwesenden wahrscheinlich noch nie wirklich in der Blogosphäre unterwegs waren.
von wegen substanzen: nach 5 minuten hab ich kapituliert!