Benetton schockt wieder
Kaputte Lippen, Veilchen, blaue Flecken: mit neuen Motiven knüpft die Textilmarke Benetton an die Schockkampagnen der 80er Jahre an. “Colors of domestic violence” lautet diesmal das Thema. Die Printkampagne – als Social Campaign ausgelegt – stammt offenbar aus dem Hause McCann Erickson in Indien (Art Director: Denzil Machado) und ist wohl auch zunächst für den dortigen “Markt” gedacht. Allerdings scheint mir zumindest aus europäischer Sicht die Gestaltung der geprügelten Frauen doch zu stylisch, um wirklich als Aufreger herzuhalten und die Öfffentlichkeit für ein wichtiges Thema zu sensibiliseren.




















Ich persönlich halte nichts von Pseudo-Sozialkampagnen. Abgesehen davon, dass die Anzeige tatsächlich viel zu glatt und schick daherkommt, verstehe ich die Aussage nicht.
Trägt die verprügelte Frau Benetton Klamotten oder will Benetton nur sagen, dass es häusliche Gewalt gibt? Aber warum steht dann kein Text dabei, der aufklärt?
Die Überschrift hätte sinniger lauten sollen:
Benetton schockt nicht.
Oder jedenfalls nicht mehr.
Sehe ich genauso. Ein violetter Pulli passend zum lila Veilchen? Und damit keiner sagen kann: “Selbst schuld” auch noch ein braver Rollkragenpullover? Hätte man besser machen können.
Ich kann mich euch anschließen. Benetton hat fürher so richtig geschockt… Sieht eher nach einen Kuschelroman mit Ehekrise aus.
Kurz gefragt: Was will Benetton mit seiner Werbung erreichen? Nur eines: Klamotten verkaufen. Alles andere ist nur eine Farce. Scheinheiliges Getue!