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Flop: Ramada kommt nicht auf den Punkt

30. Mai 2007
von

In der Regel kann auch einem Flop etwas Positives abgewonnen werden — was nicht selten zur Milderung des Urteils dient. Die von Wyndham Hotel Group verantworteten Anzeige für ihre Hotelmarke Ramada Worldwide ist eine Ausnahme.
Das Motiv — ein Mann bei der Zeitungslektüre — und die dazugehörige Headline „Informiert sein“ flop_.jpglassen nur schwerlich auf ein Hotel als Absender schließen. Schlecht ist auch der Bruch zwischen der deutschen Headline „Informiert sein“ und der englischen Subline „Leave the rest to us“ — vielleicht hätten die Verantwortlichen einfach bei der Vorlage „You do your thing. Leave the rest to us“ bleiben sollen.
Das betrifft auch den Copytext, den ein durchschnittlich begabter Gymnasiast nicht schlechter übersetzt hätte. So wird man „bei jeden“ statt „für jeden“ Aufenthalt belohnt. Man könnte das als Versehen abtun, würde das Missachten einfachster Kommaregeln die sprachlichen Defizite der Eindeutschung nicht enttarnen. Bevor man viel Geld für eine Anzeigenseite im „Spiegel“ ausgibt, sollte man sich einen professionellen Übersetzer leisten — oder einfach beim Englischen bleiben.
Von Miriam Hebben

Kunde: Wyndham Hotel Group, New York
Kreation: G2, New York
Adaption: Design Motive, London

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Kommentar zu “ Flop: Ramada kommt nicht auf den Punkt ”

  1. Meier am 8. Juni 2007 um 11:49 Uhr

    Oh Mann. Das ist in der Tat schrecklich.
    Was kostet eine 1/1 im Spiegel nochmal?
    Und was kostet ein Lektor?

ivw