Flop: Mitsubishi holt den Hammer raus
Diese Botschaft kommt im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Holzhammer daher: Mitsubishi baut schicke Autos — und verkauft sie zum Hammerpreis.
Die erste Kameraeinstellung ist für diese Strategie durchaus schlüssig. Der Zoom auf den Kleinwagen Mitsubishi Colt CZ3 hält sogar dem Vergleich mit der in der Kommunikation für Oberklasseautos verbreiteten Karosserie- Ästhetisierung stand. Die kurvenreichen, hochglänzenden Nahaufnahmen bedienen gekonnt die Bedürfnisse voyeuristischer Autofetischisten. Leider geht der anschließende Versuch des kommunikativen Brückenschlags gehörig daneben. Die offensichtlich gewollte Botschaft “Viel Auto für wenig Geld” will nicht hinhauen, angesichts des knuddeligen Mitsubishi-Spielzeugautos auf dem wuchtigen Hammerstiel. Das sieht eher nach ziemlich wenig Auto aus. Ganz abgesehen von der unsäglichen Wort-Bild-Schere: Die verbale Aussage “zum Hammerpreis” erhält ohne ein Bemühen von Subtilität die unmittelbare visuelle Umsetzung. Das schmerzt so sehr, wie ein Hammerschlag nur weh tun kann. Potenzielle Colt-Fahrer haben das nicht verdient.
Von Ingeborg Sichau
Kunde: Mitsubishi Motors, Hattersheim
Agentur: ADK Asatsu, Frankfurt
Filmproduktion: Seed Digital Vision, Frankfurt












…ganz abgesehen davon ist die anzeige eine kopie von der weitbekannten lamborhini anzeige, wo der lambo eine axt ist. sieht fast 1:1 aus, nur besser geshootet. da macht’s aber auch sinn:
-extrem flaches, keilförmiges design
-aggresives, kantiges erscheinungsbild
= Lamborghini
Manchmal gehen mir auch die Ideen aus. An so Tagen wie heute, wenn es schwül ist und ich müde bin. An solchen Tagen werden wahrscheinlich die Ideen geklaut, weil ein furchtbar wichtiger Kunde ganz eilig eine Deadline hat, zu der ganz dringend eine tolle Idee her muss.
Vielleicht täusche ich mich auch.