Burger King und der saftlose Gunter Hicks
Ich bin ja durchaus ein Freund des ironischen Satzes „Besser gut geklaut, als schlecht neu
erfunden“ – aber wenn dabei nicht mehr heraus kommt als ein müder Abklatsch, ist es Zeit mit solchen Bemerkungen in Zukunft vorsichtiger umzugehen. Burger King lässt jedenfalls nichts anbrennen, um eine Kampagne ideenlos aus den schlammigen Untiefen des Web 2.0 zusammenzustoppeln.
Jedenfalls muss man sich in München gedacht haben, dass man auch gerne mal so einen tollen Typen wie den Hornbach-Überflieger Ron Hammer für die eigene Marke losschicken würde. Herausgekommen ist dabei Gunter Hicks (mutig, männlich, hungrig), der ein wenig als Bungee-Jumper für Arme daherkommt.
Der “Grill-Thrill-Jäger” ist aber längst nicht mit dem viralen Potenzial eines Ron Hammer gesegnet und gibt denn auch kaum mehr her als eine männliche Werbe-Barbie. Das Niveau wird aber auf der Website durchgehalten. Die Microsite schmückt sich mit ein paar Burger-Ludern auf DSF-Niveau und einem schmalbrüstigen Beauty-Contest im „Hotornot“-Stil mit Bikini-Mädchen plus Burger. (Eine Gleichung für die Doofen, die da wohl herauskommen soll: Lecker Mädchen, lecker Burger, heiße Mädchen, heiße Burger).
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Wenn man TV-Kampagne und Web mit Blick auf den Fun-Faktor verknüpft, dann sollte im Netz doch wohl mehr aufgetischt werden können als ein paar spaßarme Features, die bestenfalls bei Klosterschülern das Testosteron die Awareness steigen lassen. Die Figur des Hicks selbst bleibt obendrein unprofiliert und fleischlos, so dass damit weder Interesse an der Aktion noch an der Marke geweckt werden. Immerhin kann man die Spots von Gunter Hicks nicht von der Website herunterladen. Ist vielleicht auch besser so.



















“Jedenfalls muss man sich in München gedacht haben…”
In München hat man sich nichts gedacht – der TV-Spot und die Figur G.Hicks stammt aus der Feder der US-Werbeagentur Crispin, Porter & Bogusky.