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Begrabt die E-Mail?

11. Juli 2007
von Olaf Kolbrück

Ach, manchmal kann das Internet eine ganz schön lästige Sache sein. Da rennen die Unternehmen und Mittelständler von Kongress zu Kongress, weil sie endlich kapiert haben: Man kann mit E-Mails Marketing machen. Und nun wollen sie auch wissen wie. Und dann kommt ein kluger Kopf wie Klaus Eck daher und titelt: “E-Mails werden unwichtiger.”

Scheint so, wenn man Ecks Erfahrungswelt als Maßstab nimmt:

“Inzwischen nutze ich zahlreiche Alternativen zur E-Mail, um meine Informationen mit Freunden und Geschäftspartnern auszutauschen. Erst vor wenigen Tagen wollte ich Christiane L. eine E-Mail schreiben; dabei stellte ich überraschenderweise fest, dass ich schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr ihre aktuelle E-Mail-Adresse habe. Sie fehlte mir gar nicht, weil sie jederzeit via Xing, Twitter oder Skype erreichbar war.”

E-Mail war gestern? Vielleicht, je nach Aufgabe? Doch wichtige Texte über Twitter? Kaum zu glauben. Im Zweifelsfall auch noch einloggen, weil das Cookie weg ist? Umständlich.
Lange Texte oder Geschäftliches nur über Xing? Im Notfall, denn es wirkt für mich wie ein Gespräch über Bande – mit Benachrichtung über Posteingang per E-Mail.

“E-Mails werden unwichtiger.” – vielleicht für Very Early Adopter. Für den Großteil der Nutzer kommt die Prognose 10 (?) Jahre zu früh. Die Unternehmen können noch ein wenig entspannt über E-Mail-Marketing nachdenken. Sie müssen sich allerdings mehr denn je auch fragen, wen sie erreichen wollen.

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Kommentare zu “ Begrabt die E-Mail? ”

  1. Klaus Eck - PR Blogger am 11. Juli 2007 um 14:27 Uhr

    In der One-2-One-Kommunikation wird uns die E-Mails vermutlich noch eine Weile erhalten bleiben, aber benötigen wir sie wirklich in der Many-2-Many-Kommunikation? Das halte ich eher für fraglich. Und die Jugend begreift längst die E-Mail als altes Medium und probiert Neues aus. Das ist nicht nur etwas für VEAs, sondern schlägt sich längst im Alltag der Jugend nieder. Aber vielleicht erholt sich die E-Mail als persönliches Kommunikationsinstrument ja wieder, wenn es endlich vernünftige Spam-Lösungen und einen Abschied von Corporate Newsletter gibt…

  2. Globalisierungsblog am 11. Juli 2007 um 20:11 Uhr

    Sehe ich auch so… Emails werden in nächster Zeit nicht an Bedeutung verlieren.

  3. Ruedi am 17. Juli 2007 um 12:20 Uhr

    Nach dem papierlosen Büro das E-Mail-lose Büro? Mit wahrscheinlich genau den gleichen Erfolgsaussichten… Und ein bischen E-Mail-ärmer, dafür fokussierter, ist genauso gut wie ein bischen papierärmer. Die Papierindustrie macht immer mehr Gewinne…

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