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Spießer Alfons fordert: Orden für den TBWA-Chef

17. Juli 2007
von

Wenn eine Werbeagentur heimlich eine Idee gekupfert und das Plagiat eingereicht hat zu einem one-show-design.jpgWettbewerb, dann war es dieser Werbeagentur immer sehr peinlich, wenn Spießer Alfons nach der Preisverleihung den Plagiartdirektor aufgespießt hat. Nicht so TBWA. Nachdem Spießer Alfons bereits im März dieses Jahres darauf hingewiesen hat, dass die adidas-Plakate eine Kopie der Sportstiftung NRW sind und TBWA seinen Kupfer bereits bei vielen Wettbewerben hat auszeichnen lassen, da erdreistete sich diese Agentur doch tatsächlich, die Kopien auch noch zu weiteren Wettbewerben nach Miami Beach, Cannes und anderswohin zu schicken. Worauf der Spießer eine neue Abkürzung für TBWA gefunden hat: T(reibt)B(usiness)W(ider)A(nstand). Doch die Chuzpe geht weiter: Soeben hat TBWA für die geklaute Idee einen Bronce Award beim One Show Design bekommen — siehe die Abbildung!

Agenturchef Hubertus von Lobenstein hält es natürlich nicht für nötig, sich zu den spießigen Vorwürfen zu äußern. Was sollte er auch sagen? Dass dieses Vorgehen von ihm gebilligt und ausdrücklich gutgeheißen wird?

Spießer Alfons aber sagt dazu etwas, und zwar: Sollte irgendwo ein Ranking von Werbeagenturen veröffentlicht werden, wo TBWA mit allen Auszeichnungen für die adidas-Plakate vertreten ist, dann sollten alle anderen Agenturen beschließen, Herrn von Lobenstein eine weitere Auszeichnung zu überreichen: Den Großen Verdienst-Orden von Nassau, und zwar 1. Klasse in Kupfer mit Doublé!

Die Verleihungsrede dazu würde Spießer Alfons sehr gern halten.

 

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Kommentare zu “ Spießer Alfons fordert: Orden für den TBWA-Chef ”

  1. peter am 18. Juli 2007 um 11:00 Uhr

    @Spießer Alfons
    Warum gerade Nassau?

  2. Dodo am 18. Juli 2007 um 11:03 Uhr

    Dopingsünder bekommen im Sport noch nach Jahren ihre Medaillen aberkannt. Scheinbar ist dies nicht so bei den Werbeagenturen und ihrem offensichtlich unsauberen Prestigekampf um die begehrten Punkte im „repräsentativen“ Agentur-Ranking. Nach mindestens sieben erdreisteten Auszeichnungen für die Adidas-Kampagne, wird hier weiter zugeschaut, wie sich das Trophäenregal von TBWA-Berlin fortlaufend füllt.

    TBWA diskreditiert durch sein unsportliches Verhalten nicht nur die mühevolle — und von hochrangiger Sportprominenz unterstützte — Aufbauarbeit einer Sportstiftungs-Kampagne zur Förderung des Nachwuchssports. Die Impertinenz und Prestigesucht der Werbeagentur wird auch jetzt noch — nach fast einem Jahr seit „Aufdeckung“ des Skandals — weltweit mehrfach ausgezeichnet und als innovative Kreativ- und Designleistung gewürdigt!

    impossible is nothing!

  3. Spießer Alfons am 18. Juli 2007 um 11:09 Uhr

    @ peter

    In Nassau, da wohnen doch die Nassauer. Und das sind Leute, die gern auf Kosten anderer leben. (Dass Nassau zufällig die Hauptstadt der Bahamas ist, gefällt mir, weil ich dann dort meine Rede auf die Nassauer von TBWA halten müsste :-) )

  4. farbschmied am 18. Juli 2007 um 11:31 Uhr

    Die Alfons-Idee mit dem “Nassauerpreis” finde ich gut, immerhin muss man ja einiges an Courage aufbieten, um sich auch weiterhin mit offensichtlich fremden Federn zu schmücken. Sollten sich die Leute von der TBWA hierfür bewerben, oder haben sie sich bereits für diesen Preis qualifiziert?
    Gibt’s das Ding denn auch in GOLD??

  5. BrettHeart am 19. Juli 2007 um 14:33 Uhr

    @ alle Erdenbewohner

    “Ich finde es eine Sauerrei von TBWA Berlin die Adidas Kampagne weiter einzuschicken.” Das kann ich auf jeden Fall so einmal stehen lassen. Dahinter steckt sicherlich der innere Zwang (des CDs?, des CEOs?) im Creative-Ranking gaaaanz weit oben zu stehen und sich dann am Ende des Tages selbst zu die Krone aufzusetzen.
    Man darf aber nicht vergessen, dass es in der Werbewelt oft zu… sagen wir… “kreativen Überschneidungen” mancher Ideen kommen kann. Falls dies dann erkannt wird, muss man halt abwägen ob man die Kampagne so durch zieht oder nicht. Sie dann auch noch zum abräumen einzuschicken finde ich dann aber zu heftig!
    Sollte man nicht ebenso mit dem Finger auf die diversen Herren und Damen der Preisverleiher zeigen, welche sicher nieeemals so eine Kampagne vom Jury-Tisch treten würden, selbst wenn du lieber Alfons als Flitzer durch die ADC-Ausstellung rennen würdest mit einem Schild und darauf der Satz “TBWA Berlin betrügt!”?

  6. Hirnek am 23. Juli 2007 um 14:46 Uhr

    also langsamm geht mir das mit diesem J.Lo. echt auf die Nüsse. Vielleicht sollte man für Plagiate doch einen eigenen Preis entwickeln. Vom auf die Nüsse gehen..vielleicht die Goldene Nuss oder das Goldene Sackgesicht? Keine Ahnung….. Ich finde das so unglaublich dreist so einfach weiter zu machen. hm.. da fällt mir was ein: TBWA “janullrichtet” einfach weiter. Die haben sich so in die Scheiße geritten, dass sie aus Trotz weitermachen.

    In diesem Sinne……Goldenes Sackgesicht…is nich soooo schlecht…

  7. Dodo am 23. Juli 2007 um 23:46 Uhr

    Jetzt habe ich die Idee:

    Nur einen Orden für Herrn von Lobenstein? Das reicht noch nicht aus…
    Wie wäre es mit der Gründung einer „Konrad Kujau Stiftung“? ;-)

  8. Koenich Johann am 24. Juli 2007 um 08:10 Uhr

    Der Jan-Ullrich-Preis hätte aber auch etwas für sich. Oder wi wäre es damit: TBWA steigt in den Radsport ein?

  9. Moritz am 28. August 2007 um 17:05 Uhr

    Liebe Leut’, wer hät’s gedacht,
    ONE SHOW DESIGN hat Ernst gemacht:

    Ein Award ist glatt verschwunden,
    er ward auf der Website nicht mehr gefunden!

    Der Bronze-Award, der da noch stand,
    wurd’ TBWA wohl aberkannt? ;-)

  10. Hirnek am 28. August 2007 um 17:18 Uhr

    GOIL!!!!

  11. RUFMORD am 30. Juli 2008 um 22:16 Uhr

    Die sind so arm, die haben nicht mal Mut.

ivw