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Cyworld öffnet den Vorhang

18. Juli 2007
von Olaf Kolbrück

Die virtuelle Welt von Cyworld soll hierzulande nun im Herbst online gehen. Das Joint Venture der Investoren T-Venture und der koreanische Telefongesellschaft SK Communication präsentiert sich aber nicht auf Fachmessen sondern bei der Zielgruppe: Auf der diesjährigen Bright in Frankfurt bietet Cyworld vom 27. bis 29.Juli einen ersten Blick auf das neue Portal. Bright ist eine Skateboarder -Messe. Cyworld peilt in Deutschland Menschen zwischen 18 und 25 Jahren an. In Korea sind rund 90 Prozent der 20- bis 30-Jährigen Mitglied. Dort ist die Community noch bunter als Myspace. Nutzer können in Cyworld für ihre Avatare Räume einrichten, Möbel, Bekleidung undsoweiterundsofort einkaufen. Cyworld verspricht “Werbefreiheit”, sieht sich aber mit Blick auf Künstler und Unternehmen als “attraktive Plattform um eigene Werke und Markenprodukte anzubieten”. Da darf man dann wohl mal gespannt sein wie das gelöst wird.

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Kommentare zu “ Cyworld öffnet den Vorhang ”

  1. G! am 19. Juli 2007 um 09:19 Uhr

    Bin mir nicht sicher, ob das Cyworld-Konzept auch hier in Deutschland respektive Europa aufgehen wird. Einen Ableger in den USA gibt es ja bereits, wo die Konkurrenz mir MySpace, Facebook und Friendster ziemlich groß ist.

    Besonders erfolgreich ist Cyworld außerhalb Koreas eigentlich nur in anderen asiatischen Staaten mit ähnlichem kulturellen Background und User-Verhalten.

    Bei der Internetnutzung in Ostasien geht es, wie in realen Lebensbereichen auch, vorrangig um das Knüpfen sozialer Netzwerke und persönlicher Beziehungen. Sehr wichtig ist ebenfalls der stark gruppenorientierte “Herdentrieb”. Hat jemand eine “Minihompy” auf Cyworld, haben es schon bald auch alle Freunde, Verwandte und Kollegen, damit man untereinander darüber kommunizieren kann. Ob diese Art der spielerisch gruppenkonformen Kommunikation 1:1 auf Deutschland übertragbar ist, halte ich für sehr fraglich.

    Kann mir nicht vorstellen, dass deutsche Teens genauso drauf abfahren, für einige virtuelle “Dotori” (“Eicheln”), die real Geld kosten, ihre Cyworld-Wohnzimmer mit neuer Tapete auszustatten oder irgendwelchen Songs zu beschallen. Obwohl, beim Verkauf von nervigen Handy-Klingeltönen scheint’s ja universell gut zu funktionieren. Aber ebenso wie der Manga/Anime-Fimmel wird die Popularität in Europa bzw. Amerika nicht die gleichen Ausmaße (sprich Umsätze) erreichen wie in Asien.

    In Südkorea nutzen vor allem Bands und Musiker ihre Cyworld-Sites als Plattformen für neue Platten-Releases oder Tournee-Promos. Junge Fans nehmen ihre Stars als “Freunde” auf die Liste und pushen die News im Netz.

    Neuerdings wird Cyworld in Korea auch von der Politik genutzt, um im Cyber-Wahlkampf die wichtigen Neu- und Erstwähler in der jungen Zielgruppe an die Wahlurnen zu kriegen.

    Hier ein interessanter Newsweek-Bericht zu Cyworld und Polit-PR:

    http://www.msnbc.msn.com/id/19...../?from=rss

    “S.Korea: A Social Network Reshapes Politics”

  2. Olafkolbrueck am 19. Juli 2007 um 09:26 Uhr

    Gute Einschätzung. Ich würde Cyworld in Deutschland auch eher in einer Nische sehen. Obendrein kommen sie reichlich spät. Habbo bedient ja längst auch eine ähnliche Zielgruppe.

  3. zoe am 19. Juli 2007 um 10:38 Uhr

    Klingt in meinen Ohren orgendwie ein wenig nach Secondlife + Myspace.

    Beides finde ich langweilig. mal sehen, wie das wird

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