HORIZONT.net HORIZONTjobs HORIZONTpeople HORIZONTstats

Verliebt in die Marke

26. Juli 2007
von

Einst sollte man Kunden zu Freunden machen, dann zu Fans und nun sollen sie die Marke lieben. Verlangt McDonalds ja schon lange (“Ich liebe es”). Trotzdem ein interessanter Gedanke mit Blick auf die wachsende Bedeutung des Empfehlungsmarketings, die Beziehung zwischen Marke und Kunde wie Frischverliebte zu behandeln. Basierend auf einem Buch von Andy Sernovitz stellt Blogger Dawud Miracle zu Recht fest: Über nichts redet man so gerne, wie über seine neue Liebe.

“Think about what happens to you when you fall in Love. You’re giddy and excited. Your face carries a perpetual smile and your stride has a bit more bounce to it. And when you`re in Love, you can’t help but telling people about it. Especially your friends.”

Seine Liebestipps für Unternehmen:
Be nice
Be fully attentive
Exceed their expectations
Listen to what they’re really telling you
Help them understand how
Always follow up
Stay in touch

Man muss sich natürlich nicht gleich so ranranzen wie Procter & Gamble und für eine Windel die Beatles mit “All you need is Luvs” verhunzen.

Facebook und Co: Teilen und aufbewahren Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • TwitThis
  • LinkedIn
  • del.icio.us
  • email
  • MisterWong
  • Y!GG

Ähnliche Artikel

Tags: ,

Kommentare zu “ Verliebt in die Marke ”

  1. Benedikt am 26. Juli 2007 um 11:17 Uhr

    Und was macht off the record um geliebt zu werden?

  2. ramses101 am 26. Juli 2007 um 12:18 Uhr

    “Happy customers are your best advertisers.”

    Ja ist denn das die Möglichkeit? Wahnsinn. Das gilt zwar seit der Antike, aber seit man es nicht mehr pfuipfui Mundpropaganda nennen muss, sondern schickschick Word-of-mouth-marketing, kann man damit auch wieder Geld verdienen, indem man verkündet: Wer geliebt wird, wird geliebt. Groundbreaking news.

    Und da die Liebe bekanntlich das Rationalste der Welt ist, lässt sie sich auch ganz einfach erzeugen. “Wir ham da mal n Powerpointchart fertiggestellt. Einfach die Punkte abhaken und ihr habt die Alte im Bett, äh, den Customer im Laden.”

    Marketingequatsche vom Feinsten. Die hätten in der Schule mal bei Shakespeare besser aufpassen sollen. Dann würden sie sich nämlich hüten, Liebe per Bullet-Point-Checkliste erreichen zu wollen.

    Das, was da propagiert wird, sind die banalsten Einsichten ins Verkaufen, die es überhaupt geben kann.

  3. Olafkolbrueck am 26. Juli 2007 um 12:18 Uhr

    Wenn das so leicht zu beantworten wäre…

  4. Olafkolbrueck am 26. Juli 2007 um 12:28 Uhr

    Manch ein Marketer braucht solche Banalitäten, um daran erinnert zu werden, dass ein Kunde kein Cluster in einer Powerpoint-Folie ist.

  5. ramses101 am 26. Juli 2007 um 12:31 Uhr

    Es wurde ja keine zu beantwortende Frage gestellt. Es wurde die These formuliert, dass man ja nur machen müsse, dass der Kunde einen liebt, weil, über seine Liebe redet man ja ständig.

    Und wenn das so leicht wäre und das Geheimnis ausgerechnet von einem Marketer käme, dann würde ich nicht aufhören, meinen Hut zu ziehen.

    Aber die Geschichte der Liebe lehrt eigentlich andere Dinge. Liebe lässt sich nicht lenken. Wie gesagt: Shakespeare. Wobei Donald Duck eigentlich auch reicht ;-)

  6. Olafkolbrueck am 26. Juli 2007 um 12:36 Uhr

    @ramses 101:
    Aber daisy bekommt er doch nie so richtig. Oder?

  7. ramses101 am 26. Juli 2007 um 12:49 Uhr

    Och, schon (zumindest in Form der innigsten Schmatzer, die in Comocs drin sind) . Und zwar auf Wegen, die ein Marketer niemals einschlagen würde (und auch sonst niemand, der halbwegs bei Verstand ist, zugegeben) Und frei von Streitereien ist die Liebe auch nicht ganz, klar.

    Wer Daisy aber genau gar nicht bekommt, ist Gustav Gans (außer ab und zu mal etappenweise).

    Übrigens weiß ich jetzt auch wieder, woran mich das alles so erinnert hat und möchte mich deshalb ein bisschen korrigieren. Die New Kids On The Block waren auch schon der Meinung, man könne das alles “Step by Step” abhaken:

    Step one:
    We can have lots of fun
    Step two:
    There’s so much we can do
    Step three:
    It’s just you and me
    Step four:
    I can give you more
    Step five:
    Don’t you know that the time has arrived
    Huh!!

    Dabei wusste doch schon Connie Froebes:

    Die Liebe ist ein seltsames Spiel
    Ist sie kommt und geht von einem zum andern.
    Sie nimmt uns alles
    Ein doch sie gibt auch viel zu viel.
    Die Liebe ist ein seltsames Spiel.

    In diesem Sinne stimmt’s schon irgendwo: Make love, not advertising ;-)

  8. roman libbertz am 26. Juli 2007 um 14:09 Uhr

    bei den lieblingstipps muss doch wohl jeder gähnen, aber so läuft das nunmal,
    erinnert mich an den unsäglichen quatsch “megatrends”
    gruss r.l

  9. vroni am 27. Juli 2007 um 04:46 Uhr

    Gustav Gans … :-)

    Der schöne langweilige Gustav steht sehr schön für das, was viele Marketer unter “Liebe zur Marke” verstehen. Er ist aber nur ein aalglatter Ranwanzer. Um den zu lieben, muss man ein bisschen hohl sein. Donald dagegen ist… sehr liebens_wert. Vermutlich geradeweil er nicht aalgatt ist, sondern Fehler hat.

    Übertragen wir diese allzu ent_lichen aber wahren Erkenntnisse auf die Marke, müsste sie um liebenswert zu sein, ein bisschen… crazy sein, ein bisschen… neben der Spur und ein kleiner putziger Loser sein wie diese urkomische Ente, deren Neffen problemlos klüger sind als sie.

    Aber lassen wir das, das werden Brand Experten und Wiederholer ewiger Plattheiten nie zulassen… ;-) , dass die lackierte Gustav-Gans-Oberfläche ihrer Marke ein bisschen echter und damit fehlbarer wird. Vielleicht auch besser so, denn ein bisschen seltsam mutet es schon an, dass die Menschheit, die erfahrungsgemäß immer stärker als uneinfühlsames Egofrettchen auf dem Planeten herumstolpert, ihre rudimentär vorhandenes Liebesbedürfnis an Marken und Konsumgüter verschwenden soll. Passt in die Zeit.

    __________________
    Die glücklichsten Liebschaften basieren auf gegenseitigem Missverständnis. François de La Rochefoucauld

ivw