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Osborne spielt mit dem Stier

6. August 2007
von

Marken-Puristen dürfte es ein Graus sein, wie Osborne mit seinem Logo umgeht. Die spanische Traditionsmarke ruft dazu auf, das stier1.jpgStier-Logo kreativ zu gestalten. Auf der Seite www.stierkunst.de. kann sich jeder das Markenlogo herunterladen, eigene Entwürfe gestalten und diese dann wieder auf der Website präsentieren. Eine Reihe Prominenter (Daniel Brühl, Moritz Bleibtreu, Bettina Zimmermann) wurde für die Aktion bereits eingespannt.
Die ersten Ergebnisse zeigen die schwarze Ikone zum Teil in quietschbunten Variationen. Bei allen Argumenten für die Einbindung von Kunden stellt der Eingriff ins Allerheiligste zumindest ein Risiko dar, wenn die Markenidentität dabei zu sehr verschwindet. Und vom Stier bleibt bei den Entwürfen gerade einmal der Umriss.
Sicherlich kann man mit derartigen Aktionen die Marke beleben, Aufmerksamkeit erzeugen. Becks hat mit einem Designwettbewerb für das Etikett bereits einmal vorgemacht, wie man durch spielerischen Umgang mit dem Logo nach neuen Kontakten zur Zielgruppe sucht. Allerdings hatte Becks dabei die Basiselemente bereits vorgegeben.
Vor allem passte die Aktion auch zum Markenkern aus Freiheit und Individualität. Der Stier steht dagegen eher für Spanien, Kultur und Tradition — auch wenn sich die Marke selbst auf den künstlerischen Umgang mit dem Stier in „zeitgenösssischen Werken“ beruft.
Beruhigen dürfte Markenpuristen indes, dass zumindest die ersten freigegebenen Entwürfe auf der Site nah an der Markenwelt von Osborne bleiben. Kunden wissen also durchaus, was zu ihrer Marke passt. Allerdings wird nicht ganz klar, ob die vorgestellten Entwürfe tatsächlich alle von Usern stammen oder ob nicht einige von Osborne vorproduziert wurden.

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Kommentare zu “ Osborne spielt mit dem Stier ”

  1. Mart am 7. August 2007 um 14:23 Uhr

    Schade finde ich vor allem, dass Osborne die Wettbewerbsregeln nicht klar kommuniziert. Mein Stier von gestern ist jedenfalls noch immer nicht auf der Seite zu sehen – dafür aber diverse Andere.
    Von einer “Vorauswahl” (um das böse Z-Wort nicht zu verwenden) durch irgend ein internes Gremium liest man jedoch auf der Seite nichts.

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ivw