HORIZONT.net HORIZONTjobs HORIZONTpeople HORIZONTstats

Spießer Alfons: TBWA, Adidas und die endlose Geschichte eines Plagiakates

10. August 2007
von

Über das Plagiat von TBWA lest Ihr hier … und hier …. Und nun hat die Agentur das geklaute Plakat — sozusagen ein Plagiakat — auch noch beim Cresta Award eingereicht, wo es in die Finalrunde gekommen ist:
Aaaber jetzt bekommt TBWA kräftigen Gegenwind: Der Beklaute, der Grafiker Macel Bagus, hat die Cresta-Juroren informiert.

Deren Antwort:

“We have reviewed the material and have asked TBWA to comment on the matter. If we do not receive a satisfactory explanation in the next few days, we will withdraw the entry from the book, website and any other materials and ask them to return the award. Thank you for bringing this issue to our attention.”

Na, bitte, es geht doch! Und dann hat Marcel Bagus auch den gesamten Vorstand von Adidas informiert. Antwort der Rechtsabteilung: Wir legen höchsten Wert auf Fairness, wollen den Fall prüfen und aufklären und deshalb zuerst eine Stellungnahme von Seiten TBWA einholen.

Und da Herr von Lobenstein seine Stellungnahme an dieser Stelle nicht abgeben will, muss er es jetzt an höherer Stelle tun. Und das wird ihm bestimmt außerordentlich unangenehm sein. Oder nicht…?

Ausgangs der Hinweis von Spießer Alfons: Ein Plagiat ist kein Kavaliersdelikt. Wer Adidas-Produkte plagiiert und in den Handel bringt, macht sich strafbar und wird rechtlich verfolgt. Warum sollte es bei Produkten aus der Werbung anders sein?!

Facebook und Co: Teilen und aufbewahren Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • TwitThis
  • LinkedIn
  • del.icio.us
  • email
  • MisterWong
  • Y!GG

Ähnliche Artikel

Tags: , , , , ,

Kommentare zu “ Spießer Alfons: TBWA, Adidas und die endlose Geschichte eines Plagiakates ”

  1. Max am 10. August 2007 um 13:37 Uhr

    Ist ja eine alte Geschichte mit dem Plagiat dieses Plakats. Was ich daran immer wieder lustig finde: Ich habe Kommunikationsdesign studiert und das 3. Semester widmete sich komplett dem Thema “Verfremdung”. Es wurden Gesichter, Musiker (z.B. mit Saxophon) und auch Sportler mit genau den gleichen Mitteln wie im Plakat verfremdet. Von ca. 30 Studenten und das nur in meinem Jahrgang. Die “Idee” ist deshalb meines Erachtens überhaupt nicht spektakulär und besonders und wer weiß, vielleicht haben wir es an der Uni ja sogar schon gemacht, bevor die sogenannten Originalplakate erschienen (bei mir war es 1998).

    Mein Fazit: Es ist lächerlich von TBWA solch ein Plakat einzureichen und es ist albern bei dieser “Idee” auf sein Urheberrecht zu pochen.

  2. Spießer Alfons am 10. August 2007 um 14:59 Uhr

    Und warum bekommt genau diese Idee internationale Auszeichnungen noch und noch? Weil sie so “lächerlich” ist…?

  3. Max am 10. August 2007 um 15:03 Uhr

    Herr Spießer, warum es Auszeichnungen gibt, weiß ich nicht. Ich finde viele ausgezeichnete Kampagnen nicht sonderlich kreativ. Fakt ist jedenfalls dass auch ich zu Uni-Zeiten solche Bildchen fertigen musste.

  4. Koenich Johann am 10. August 2007 um 18:00 Uhr

    Da sind wir mal gespannt!

  5. Moritz am 11. August 2007 um 19:04 Uhr

    @ Max:

    Der Moritz möcht’ dem Maxe sagen
    Was Du studiert an einst’gen Tagen,

    Ist wahrlich vom Prinzip nicht neu.
    Dazu erwähne ich getreu:

    Auch uns zwei konnt’ man erblicken,
    Fein geschroten und in Stücken.

    Doch niemand pocht hier auf sein Recht —
    Da kennst Du den Designer schlecht.

    Der Spießer mahnte hier nur an,
    Was Frechheit sich erdreisten kann;

    Für derartiges Benehmen,
    Sollt’ die Agentur sich schämen!

    Und adidas schmarotzt sogleich
    Im selbigen Geschäftsbereich.

    Weder Clio, Cannes noch ADC,
    Bringt diesen Kupferstecher in die Höh’. ;-)

  6. Hirnek am 13. August 2007 um 10:30 Uhr

    Endlich mal ein Talent hier bei all den Bratbirnen. Ich habe schon gedacht die Sachen, die da eingereicht wurden sind von Marcel Bagus. Wie konnte ich da nur so daneben liegen. Bevor ich mir die Schüssel von Beuys mit Schwefel und Luftpumpe drin in Köln angeschaut habe….Mensch was habe ich alles in Schüsseln getan. Ich hab den Kerl ja auch dann angerufen und gefragt, was das alles soll. Hier so ne Scheiße für so viel Geld zu fertigen, wo ich doch diese Schüssel Idee gehabt habe. Na ja. Begeistert war er nicht, aber er hat mir versprochen an mich zu denken, wenn er sich die nächsten Spaghetti Bolognese macht. Ja, da war ich dann auch zufrieden.

    Also falls Marcel Bagus das hier liest: Dieser Max muss ein klassischer V-Mann sein oder vielleicht ein Doppelagent. Anders kann ich mir so einen Kommentar von Gottes Gnaden gar nicht vorstellen.

    Mann…mann….mannnnnnnnn

  7. Moritz am 28. August 2007 um 17:07 Uhr

    Liebe Leut’, wer hät’s gedacht,
    ONE SHOW DESIGN hat Ernst gemacht:

    Ein Award ist glatt verschwunden,
    er ward auf der Website nicht mehr gefunden!

    Der Bronze-Award, der da noch stand,
    wurd’ TBWA wohl aberkannt? ;-)

  8. Hirnek am 28. August 2007 um 17:24 Uhr

    wie heißt der Film?

    “Voll auf die Nüsse”

ivw