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Hornbach mag es gruselig

23. August 2007
von Olaf Kolbrück

Wenn ich einen TV-Spot von Hornbach sehe, muss ich jedesmal an Marketingvorstand Jürgen Schröcker denken. Der saß mir einst beim Interview in einem modisch eher zweifelhaften gestreiften Hemd in den Hornbach-Farben gegenüber. Bekenntnis zur CI halt. Es zeigt aber auch, wie sehr das Management zur Marke steht. Vielleicht entstehen auch deshalb zusammen mit der Agentur Heimat immer wieder Commercials mit Blockbuster-Qualitäten. Diesmal lässt es der Baumarkt gruseln. “Haunted” heisst der in Prag gedrehte Spot, mit dem der Händler nach den albernen Schnick & Schnack wieder zeigt, wo der kreative Hammer hängt.

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Kommentare zu “ Hornbach mag es gruselig ”

  1. Max am 23. August 2007 um 10:48 Uhr

    Mir gefällt der Spot außergewöhnlich gut. Wobei es trotzdem für mich nicht dazu führt, extra zu Hornbach zu fahren. Ist die ganze Image-Werbung der Baumärkte nicht irgendwie etwas übertrieben? Wenn ich etwas brauche, dann fahre ich in den Baumarkt, der mir am nächsten ist, ein ausreichendes Sortiment hat, dorthin, wo ich einen Parkplatz bekomme. Die Preise halten sich ohnehin die Waage.

    Fazit: Schöner Spot, aber eben nur unterhaltsam.

  2. Nils am 23. August 2007 um 11:45 Uhr

    Hornbach hat auf jeden Fall den sexiest Brand. Ich fand schon die Evil Knievel Geschichte geil. Da kommen die anderen einfach nicht mit.

    Zu Max: Ich glaube in den meisten Städten liegt der Baumarkt ein paar Minuten entfernt. Man kann sich also entscheiden, zu welchen man fährt. Da spielt Werbung dann wohl schon ne Rolle. Unterschätze nicht, wie wichtig Image für ein Unternehmen ist. Meine Meinung…

  3. Miethirn am 23. August 2007 um 12:03 Uhr

    großartig. GROSSARTIG. mein gott, und das für einen BAUMARKT, dem vermeintlich niedersten des niedrigen. was für ein insight. was für eine idee. RESPEKT, LEUTE!

  4. °flo am 23. August 2007 um 13:21 Uhr

    Weiß jemand, wer da die Post gemacht hat?

  5. Olafkolbrueck am 23. August 2007 um 13:41 Uhr

    @*flo: Gerade Kollegin Unckrich gefragt: Furio in Barcelona, gut 2 Monate Arbeit. Steht auch hier:
    http://www.horizont.net/news/a.....71789.html

  6. bloom am 23. August 2007 um 14:16 Uhr

    mir gefallen die hornbach-kampagnen auch überdurchschnittlich gut. so gut, dass ich mich zuletzt entschieden habe, fünf minuten weiter zu fahren und bei hornbach den krempel für meinen umzug zu kaufen.
    und seit mich dort die mitarbeiter freundlich und bei ner küchengeschichte wirklich kreativ, bemüht und letztlich kompetent beraten haben, das sortiment alles umfasste, was ich suchte, parken nah und einfach war … tja, seit dem fahre ich eigentlich immer zu hornbach …

    und nein, ich werd nicht von hornabch gesponsort – aber ich neige dazu, mir gefällige werbung zu belohnen und schlechte kampagnen ganz bewusst “zu bestrafen”.
    und wenn dann die werbung und das produkt bzw. die leistung stimmt … prima.

  7. Pepe Wietholz am 23. August 2007 um 17:04 Uhr

    Die Heimat Sachen gefallen mir langsam immer besser !
    Ein wirklich tolles Teil !

  8. Daniel Backhaus am 23. August 2007 um 17:28 Uhr

    Genialer Spot. Bis auf den Spot mit dem Motocrossfahrer, den ich geschmacklos fand, ist Hornbach Garant für gute Werbeclips. Schade das jetzt Baumärkte wie toom versuchen auf diesen Zug aufzuspringen. Zum Glück kann man den Mutigen vom Nachahmer unterscheiden.

  9. medienvirus am 23. August 2007 um 17:31 Uhr

    Wann hat man in den letzten 10 Jahren depressiv angehauchte Werbung im Fernsehen zu Gesicht bekommen? Ich mein mit Absicht? Eben. Deswegen auch 1+ mit Sternchen! :)

    Aber ich hätte schwören können, das ich die ausgestorbenen Strassenzüge aus Leipzig wiedererkannt habe. Wie man sich täuschen kann…

  10. Merzmensch am 23. August 2007 um 17:57 Uhr

    Das ist Kunst!
    Endlich macht man Werbung, wo es nicht um die ach so tolle Produkte geht, sondern wo es ironisch-philosophisch mit Leben auseinandergesetzt wird.

    P.S. Ich weiss nicht warum, aber ich denke irgendwie an Katamari Damacy.

  11. Lutz Thümmel am 23. August 2007 um 19:48 Uhr

    Tja, nach allem Überschäumen wird es Zeit für etwas gedämpftere Euphorie. Alles, was Ihr zur Kunst, Machart, Idee ff. gesagt habt, ist richtig und muß bei der handwerlichen Qualität der Spots nicht kommentiert werden.

    Wenngleich alles schon sehr blaß daherkommt. Muß aber wahrscheinlich so sein, wegen der Depressionen…

    Haltet mich für altmodisch, aber versetzt Euch doch ´mal in die Lage der Adressaten der Spots. Leute, die zum Großteil einfacher gestrickt sind und mit Sicherheit keine Werber. Letztere dürften in Baumärkten zu den Minderheiten-Kundengruppen gehören.

    80% aller Baumarktkunden, an die ist der Spot ja wohl gerichtet – nicht an Kreative, die ihn sexy finden – werden ihn mit Sicherheit nicht verstehen. Nicht ´mal im Ansatz.

    Wir hatten hier im Hause einen Test vor Handwerkern (die gerade da waren) mit diesem Spot gemacht. Resultat: „Da läuft einer mit fettigen Haaren vor einem einstürzenden Haus weg. Dann steht er mit seinen Klamotten in der Dusche und es singt jemand “Jippi Jeh”.

    Immerhin. Es ist Kunst. Wahrscheinlich.

  12. °flo am 23. August 2007 um 20:00 Uhr

    …mit Sicherheit nicht verstehen?
    Naja. “Mach es fertig bevor es dich fertig macht” ist aber auch nicht gerade Quantenphysik, oder? Sondern — selten genug — ein gerader Gedanke. Skurril visualisiert.

  13. Koenich Johann am 24. August 2007 um 10:01 Uhr

    Bei allen Emotionen und übertriebenen Lobhudeleien: Die Idee ist 1:1 abgekupfert. (siehe Cannes 2003, Lowe)

    http://www.youtube.com/watch?v=rtfjOGKxrOQ

    Ich liebe die Heimat-Kampagnen, aber dieses Jahr sind sie leider nur dumm. Schnick und Schnack und jetzt das. Beides bringt keinen Kunden mehr in den Baumarkt.

    Haben die das Kreativ-Team gewechselt?

    @Redaktion: Von der Fachpresse würde ich mir einmal mehr intensive Recherche, etc. erwarten.

  14. knusper am 24. August 2007 um 10:40 Uhr

    ich glaube ja eher, dass die hornbach-spots von diesem chemical brothers video inspiriert sind:

    http://www.youtube.com/watch?v=c_IkUysQASQ

    ein mann wird von seiner arbeit verfolgt. in diesem fall ein industrieroboter.

  15. Koenichsmörder am 24. August 2007 um 10:47 Uhr

    … schon wenig intensive Recherchen fördern zutage, daß Johann K. Dauer-Poster in diesem Blog ist – und die Zeit findet, zu grundsätzlich jedem Thema etwas beizusteuern. Respekt! Umso mehr, als er zwar im konkreten Fall – ohne Recherche – nicht darum wissen konnte, daß das Unternehmen Hornbach seinen Vorsprung vor dem Rest der Branche seit Monaten kontinuierlich ausbauen kann, aber dennoch absolutistisch zu versichern weiß, daß die Kommunikation nicht ihren Teil dazu beisteuern kann. Noch mal: Respekt!

  16. Koenich Johann am 24. August 2007 um 11:11 Uhr

    @Koenichsmörder: Ich halte halt nichts davon meinen Namen in jedem Post zu ändern. ;-)

    Zum Thema: Ich bin ein jahrelanger Fan fast aller Hornbach-Kampagnen. Nur dieses Mal nicht. Das sollte akzeptiert werden können.

    Kreativ-Respekt habe ich dafür übrig:
    “Du hast Deutschland mit aufgebaut. Also lass Dir nicht erzählen wie man renoviert.” (Hornbach) http://www.hornbach.de/home/de/html/index.phtml / Downloads, Anzeigenmotive.

    Mein Umsatz-Respekt gilt jedoch “20% auf alles. Ausser Tiernahrung”:
    http://boerse.ard.de/content.j.....ent_241408

    So, und jetzt ins Wochenende! :-)

  17. Koenichsmörder am 24. August 2007 um 11:26 Uhr

    @Koenich: Aha, zuerst mündet die kreative Einschätzung einer Kampagne in einem Effizienz-Urteil, frei nach dem Motto: Build the brand, but don’t make the sales. Nun dagegen trennen wir schön säuberlich die beiden Aspekte. Gut. Das war ja schon mal ein Learning! Respekt. Auch davor, daß erneut absolutistisch und leider völlig undifferenziert und oberflächlich ein Versuch der Objektivierung der eigenen Ausage unternommen wird. Diesem untauglichen Versuch darf ich leider, ohne erneut allzu intensive Recherche entgegenhalten, daß der Kernmarkt für alle großen deutschen Baumarktketten unverändert Deutschland ist. Der Umsatzerfolg des eher substanzlosen Wettbewerber P. aus Kirkel beschränkt sich jedoch auf das für alle deutschen Ketten mehr oder weniger einfach zu erobernde (östliche) Europa. Den Verdrängungswettbewerb in D bestreitet besagter Wettbewerber jedoch im anhaltenden Minus. Aber wie schon gesagt: Respekt!

  18. Pepe Wietholz am 28. August 2007 um 16:30 Uhr

    @lutz tümmel: ich denke es ist ganz schlau sich als baumarkt an eine neue zielgruppe zu wagen nicht immer werbung für über 50

  19. Saskia Wiese am 29. August 2007 um 12:12 Uhr

    Rudi Moser und Christian Meyer haben mit der Musik zum Badezimmerspot wenig Arbeit gehabt:
    95% identisch mit dem alten Hit von City (Am Fenster).

    Trotzdem super, so eine Musik unter solch einen Spot zu legen.
    Mit diesen düsteren Prager Straßen hat sich Heimat aber von der bisher kernigen, eher buntknalligen Marke nun viel zu weit entfernt, finde ich – zumindest atmosphärisch. Trotzdem gehört die Hornbach Werbung nach wie vor zu meinen Lieblingen.

  20. Tobias Lohnert am 26. September 2007 um 22:20 Uhr

    Kann mir einer sagen wie das Lied heisst oder von wem das genau ist???? :)

ivw