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Top: “TV-Digital” verulkt Junk-TV

29. August 2007
von

Mit einer gehörigen Portion Ironie wirbt Zum goldenen Hirschen für die Programmzeitschrift „TV Digital“. In drei TV-Spots werden gängige Fernsehformate aufs Korn genommen: Dauerquizsendungen mit quietschvergnügten Moderatoren, schlecht synchronisierte Verkaufssendungen aus dem US-Fernsehen und der Klassiker des Unterschichtenfernsehens: Talkshows mit „echt krassen“ Problemen.

Jeder kennt sie und hat garantiert schon mal reingezappt. Und wer weiß, vielleicht gibt es sogar heimliche Fans dieser Formate, die sich niemals als solche outen würden. Die Kampagne spielt gekonnt mit den Klischees dieser Sendungen, in denen es stets einen Helden gibt.
In diesem Fall nicht den betrogenen Ex-Freund, auch nicht das Super-Slimming-Bauchwegband, sondern: „TV Digital“. Das Produkt wird auf derart überzogene Weise heroisiert, dass es schon wieder sympathisch ist — und auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt, weil es sich wohltuend von herkömmlicher Programmie-Werbung unterscheidet.
Darüber hinaus sind die Filme mit sehr viel Liebe zum Detail und tollen Darstellern inszeniert.
Bitte mehr davon!

Link: sevenload.com


Von Bärbel Unckrich

Kunde: Axel Springer Verlag, Hamburg
Kreation: Zum goldenen Hirschen, Hamburg
Produktion: Bakery Films, Hamburg

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Kommentare zu “ Top: “TV-Digital” verulkt Junk-TV ”

  1. Björn am 29. August 2007 um 16:35 Uhr

    Und wo findet man die anderen Spots?

  2. qwertz am 29. August 2007 um 16:39 Uhr

    Dieser Spot ist genauso unlustig wie all die anderen Parodien auf amerikanische Verkaufssendungen der unzähligen Comedy Formate im TV. Der löst höchstens ein müdes Gähnen aus. “Switch” bestellt GANZ DICKE Grüße…

  3. Jean Philosevic am 29. August 2007 um 17:22 Uhr

    ich find auch die anderen lustich

  4. Pixel am 29. August 2007 um 18:39 Uhr

    Hmm.
    Das sind doch genau die Formate, die im Übermaß erst durch das digitale Fernsehen möglich werden – und die man nicht sehen will!

    Wieso muss dann eine Zeitschrift auch noch genau damit werben?

    Und wenn, dann hätte es im Abbinder heißen müssen: “Auch genervt? Wir führen Sie zielsicher vorbei! Und zeigen Ihnen, wo die richtig guten Sachen laufen”

  5. Spießer Alfons am 29. August 2007 um 19:09 Uhr

    @ Pixel hat es auf den Punkt gebracht! Ich hätte diesen Spott in meiner Kolumne verrissen. Weil die Zielgruppe den vermeintlichen Gag gar nicht begreift.

    Die Crux ist: Es gibt in Deutschland keine Werbeagenturen, die etwas von Verlagswerbung verstehen – die wenigen Ausnahmen bestätigen die Regel.

  6. mark793 am 30. August 2007 um 11:42 Uhr

    Mal ganz graderaus gefragt: Was täte es der Werbewirkung denn für einen Abbruch, wenn die Adressaten das parodistische Element der Spots tatsächlich nicht als solches wahrnähmen? Dann würden sie die Filmchen womöglich als klassisches Problem?-dann-greif-zu-Produkt-X-Schema rezipieren – und alles wird gut. Wenn das aufgezeigte Problem für die Zielgruppe aber keines ist, stehen die Chance doch nicht schlecht, dass die Genreparodie als solche wahrgenommen wird.

    Manchmal habe ich den Eindruck, man kann Werbung inhaltlich auch zu Tode problematisieren. Siehe dazu auch die Kommentare bei Stefan Niggemeier zum Bildblog-Spot (“aber das Bildblog zääählt doch gar keine Lügen…). *gähn* – ja, und?

  7. Akkusalem am 30. August 2007 um 17:13 Uhr

    Absolut alter Content. Über diese Formate wurde schon vor 10 Jahren schon Sketche gemacht. Völlig mies das jetzt nochmals aufzuwärmen.

    Aus reiner Produktionssicht sicherlich gelungen.

    Aux

  8. Spießer Alfons am 30. August 2007 um 17:23 Uhr

    @ mark793 – wenn der Verlag solche Dumpfbacken als Zielgruppe hat, dann hast Du natürlich Recht.

ivw