Cross-Promotion für die RAF-Story
Hin und wieder muss man die Süddeutsche Zeitung einfach mal loben. Gerade in diesen Zeiten. Nämlich dafür loben zu recht auf die bemerkenswerte Cross-Promotion zwischen Spiegel und ARD in Sachen RAF zu verweisen. Hier (Titelgeschichte) wie dort (ARD-Reihe) mit dabei: Spiegel-Chef Aust, der damit zu Hase und Igel in Personalunion wird.
Industrieller Standard ist derartige Cross-Promotion, glaubt man der “SZ”, die mit GEZ-Geldern finanziert wird. Man kann nur hoffen, dass sich der Titel nicht zu bombig verkauft, sonst droht nach Stahlhelm-Nummern im Spiegel über den 2. Weltkrieg jährlich ein neuerlicher RAF-Aufguss im Hamburger Blatt. Jahrestag ist ja irgendwie immer.
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Also sooo das Riesenskandalon vermag ich in dieser themenbezogenen Medienpartnerschaft nicht zu erkennen, da ändert auch die Reizvokabel “Gebührengeld” im Vorspann nicht viel. Wenn ich mich recht erinnere, war Aust auch mal für den NDR tätig, unter anderem bei “Panorama”. Warum dieses in diesem Zusammenhang doch nicht völlig uninteressante Detail in der SZ-Geschichte keiner Erwähnung wert ist, wird der Autor sicher am besten wissen.
Ich hab ja manchmal den unempirisch-subjektiven Eindruck, bei der SZ arbeiten sich gern mal ein paar frühere Spiegel-Mitarbeiter an ihrem Ex-Chef ab. Klar, kann man machen.