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IAA, Hostessen und das Redeverbot

13. September 2007
von

Die Hostessen auf der IAA haben es auch nicht leicht. Zumal wenn während der ersten für Fachjournalisten reservierten Messetage der Einsatz zu kafkaesken Momenten führt. Für beide Seiten.

Denn in erster Linie sollen die Damen neben den Autos wohl hübsch aussehen und wohl auch bei sonst so objektiven männlichen Journalisten dafür sorgen, dass die evolutionär besonders alten Teile des Gehirns dafür sorgen, manch eine kritische Frage mit – nun ja – anderen Dingen zu überlagern. Trotzdem rutscht so manche Fachfrage an die Damen heraus: “Hat das Auto zwei oder drei Sitzreihen?”.

Die Messedame der Marke indes sieht den Kollegen nur verzweifelt an: “Ich darf nicht mit Ihnen reden”.

Da steht sie nun und darf nichts sagen, außer das sie nicht sagen darf, obwohl sie ja wohl doch gerade deswegen dort stehen dürften, um die eine odere andere Frage zu beantworten. Denn sonst würde es ja ausreichen, das Auto hinzustellen und ein paar Folder – mit natürlich weniger attraktiven Beinen – aufzustellen.

Aber nein. Sie könnte natürlich was sagen, soll aber nicht. Weil das immer noch der bester Weg ist, möglichen weiteren Fragen aus dem Weg zu gehen? “Wir dürfen nicht mit Ihnen reden. Fachjournalisten wissen doch immer alles besser”, heischt sie um Mitleid. (Wohl zu unrecht, denn die Zahl der Sitzreihen könnte man ja durch harte Recherche auch selbst eruieren. Aber das ist ein anderes Thema.)

Denn investigative Journalisten bleiben hartnäckig. Also Dackelblick aufgesetzt: “Zwei oder drei?”

Sie, wobei das Gesicht ganz verschwörerisch wirkt: “Drei, aber ich darf nicht mit Ihnen reden.”

Was lernt Mann fürs Investigative daraus: Erst zu den Fachbesucher-oder Publikums-Tagen auf die Messe gehen. Mit diesen Besuchern dürfen die Hostessen reden. Der Nachteil: Zu den normalen Tagen aber, so ein altes Messegerücht, sollen die Damen der ersten Messetage vielfach ausgetauscht worden sein gegen solche, die männliche Instinkte nicht ganz so intensiv ansprechen. Der Vorteil: Dann können auch Journalisten wieder bis Drei zählen.

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Kommentare zu “ IAA, Hostessen und das Redeverbot ”

  1. Koenich Johann am 13. September 2007 um 19:00 Uhr

    Besser man sagt nichts, als etwas falsches :-)

  2. OlafKolbrueck am 13. September 2007 um 21:08 Uhr

    Die richtigen Besucher wollen sowieso nicht reden, die wollen nur gucken, gucken und prospekte. Ach ja – und Pins, ganz wichtig.
    Und gucken: Autos natürlich.

ivw