Flop: Nippelalarm bei Pro Sieben
An dieser Anzeige muss ein Mann gewerkelt haben. Das kann nicht anders sein. Andernfalls
müsste man sich über das eigene Geschlecht doch sehr wundern. Das Motiv mit der Headline „George Clooney kommt“ kündigt die Free-TV-Premiere des Blockbusters „Ocean’s Twelve“ an.
Gestaltet wurde das Ganze von Creative Solutions, einem Tochterunternehmen von Pro Sieben Sat 1 Media. Bei vielen Männern kommt die Anzeige auch sicher gut an — sie sind nur leider nicht die Zielgruppe.
Die Subline „Die aufregende Free-TV-Premiere mit dem Sexiest Man Alive“ zeigt ganz klar, wer hier vor den Fernseher gelockt werden soll.
Frau allerdings dürfte angesichts der reduzierten Ansprache eher das Weite suchen. Man kann doch nicht ernsthaft glauben, dass ein in Baumwolle gestecktes Blondchen mit zwei harten Brustwarzen bei der weiblichen Bevölkerung Anklang findet — ganz unabhängig von der Frage, ob ein Leinwand-Clooney einen solchen Zustand herbeizuführen vermag. Dieser Frage wiederum hätte man mit einem Screenshot aus dem Streifen, der den „Sexiest Man Alive“ auch zeigt, besser nachgehen können.
Von Miriam Hebben
Kunde: Pro Sieben, Unterföhring
Kreation: Creative Solutions, Unterföhring



















Das unterschreibe ich gerne. So als Frau. Den Film habe ich dennoch verpasst.
“Den Film habe ich dennoch verpasst.”
So wie ich das sehe, liegt das Datum noch in der Zukunft
kann man dann gleich noch für ‘The Day after Tomorrow’ adaptieren,
»ein kalter Film kommt« oder für Winter Specials ach oder auch Sommer Specials »es wird heiß« hm, oder doofe Galileo Sendungen in denen es um erogene Zonen geht.
gääähn
Ich hätte der zweiten Brustwarze auch noch einen Schatten gegeben. Hätte besser ausgesehen.
Ansonsten auch von mir ein “Gähn”.
Wenn aber nun wissenschaftlich erwiesen sein sollte, dass sowohl Frauen (Konkurrenz) als auch Männer (Beute) hinschauen, wenn es eine überlebensgroße Brust zu sehen gibt, und wenn mit der Werbung nur ins Gedächtnis gerufen werden soll, dass da ein Blockbuster auf Pro sieben kommt, dann hat die Werbung Ihr Ziel erreicht.
Dass damit entweder Männer noch Frauen, denen der Titel bisher noch nichts sagt, zum Fernsehen gebracht werden sollen ist eine reine Unterstellung. Es geht hier nur drum, etwas ins Gedächtnis zu rufen.
Sowohl George Clooney als auch Oceans Eleven sprechen für sich – da muss niemand animiert werden, den Film zu sehen. Es geht eher um die Zielgruppe, die nach Sendetermin sagt “Ooooh schade, den Film habe ich verpasst. Hätte ich gewusst, dass der kommt, hätte ich ihn geschaut. ”
Da eine Werbung mit George Clooney mit Sicherheit teurer gewesen wäre, als dieses Model, hat man mit schmalem Aufwand die gewünschte Wirkung erzielt:
Kein Flop, aber auch nicht besonders einfallsreich.