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Warum auf der OMD eine Kuh vermisst wird

25. September 2007
von

Wenn ich auf dem Weg zum Online-Bauchladen, zur Messe OMD bin und mein Outlook-Postfach leere, fühle ich mich immer an die alte Frage erinnert, ob die Kuh nun mit dem Vorderteil oder dem Hinterteil zuerst aufsteht.

Kein Gedanke, der beim Blick in die spiegelnden Fenster der ICE zur frühen Stunde entsteht, sondern mit Blick auf die zahllosen jubelnden Studienergebnisse, die je nach Geschäftsschwerpunkt des Vermarkters, der einen oder anderen Werbeform den größten Nutzen zu sprechen. Das macht die Qual der Wahl am Ende des Tages nicht leichter.

Dabei ist es erst einmal das persönliche Gespräch, die Mundpropaganda, die alles überragen dürfte. Die Messe zeigt es ja selbst. Wäre das persönliche Gespräch weniger bedeutend, würde man kaum zur Messe fahren und sich gleich den USB-Stick schicken lassen. Und so toll sind die Würstchen im Pressecenter nun auch nicht. Und die OMD ist auch nicht die Anuga.

Indes ist auch Mundpropaganda nicht ohne. Nicht ohne Anfang nämlich, der ebenso, wie es keinen unbewegten Beweger gibt, irgendwo, irgendwann und irgendwie eben aus Werbung in Print, TV, im Web oder mit viel Geduld am Point of Sale selbst bestanden haben muss, das Fundament für eine Kaufentscheidung legte und die kognitiven Dissonanzen nach dem Kauf ausräumte.

Auch bei viraler Werbung ist es letztlich nicht anders. Wer über klägliche Erfolgszahlen von viraler Werbung frohlockt, vergisst leicht, dass zumeist jene Kampagnen gescheitert sind, die ohne Netz und doppelten Boden durchs Web schwappten, keine Begleitmusik erhielten. Manchmal sind sie aber auch einfach nur schlecht. Und hin und wieder taugt auch das Produkt nichts. Dafür kann dann aber die Werbung nichts, weder on- noch offline.

Deshalb wird die Antwort auf die Frage nach der passenden Werbeform auch am Ende der OMD wieder an die Kuh beim Aufstehen erinnern: Von allem ein bisschen. Das klingt vielleicht nicht spektakulär. Aber da kann die Kuh ja nichts für und leider gibt es auf der OMD keine Kuh, an der man anschaulich die Frage klären könnte. Es ist nämlich eine des Standpunkts.

PS:
Wenn eine Kuh auf der Weide aufsteht, schwingt sie mit dem Kopf nach vorn, verschiebt ihr Gewicht nach vorn, um mit den Hinterbeinen aufstehen zu können. Wenn im Stall der Schwungraum nach vorn nicht gegeben ist, kann sie nur unter großen Schwierigkeiten zuerst mit den Hinterbeinen aufstehen. Im Extrem stellt sie zuerst die Vorderbeine auf, wie ein Pferd.

Quelle

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