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Spießer Alfons: Jung v. Matt und ihr Werbeetat

27. September 2007
von

Im regionalen TV-Programm von Hamburg Eins sagte Oliver Voss (Jung v. Matt) am 25. September 2007, dass die Kosten, die seine Agentur für Werbewettbewerbe ausgibt, die Werbungskosten seiner Agentur sind. Und ein Spießer wie Alfons vermutet, dass die Agenturchefs sich dieses Geld nicht vom Munde absparen, sondern an den Gehältern der Mitarbeiter. Eine Vermutung, wohlgemerkt, die betroffene Agenturmitarbeiter an dieser Stelle mit ihren Kommentaren gern widerlegen dürfen!

Und warum bekommt Jung v. Matt so viele Auszeichnungen? Weil Jung v. Matt so viele Beiträge einreicht zu den Wettbewerben. Merke: Je mehr Einsendungen, desto höher die Gewinnchancen — wie bei einer Lotterie.
Und nur wer teilnimmt, kann gewinnen! Und nur ein Spießer wie Alfons kann fragen: Wenn die ausgezeichneten Beiträge für die Qualität einer Agentur sprechen, wofür sprechen dann alle Beiträge, die nicht ausgezeichnet werden?
Oder Arbeiten, die gar nicht eingereicht werden? Vielleicht für die Erfolge der Kunden…?
(Letztere können natürlich ebenfalls ihren Kommentar hier abgeben!)

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Jung v. Matt und ihr Werbeetat ”

  1. Olafkolbrueck am 27. September 2007 um 15:31 Uhr

    Lieber Alfons, Jung von Matt macht auch interessante Sachen für die Werbung in eigener Sache. Zum Beispiel ein dreckig wirkendes Auto vor einer ADC-Ausstellung parken, das kreativ bemalt wurde, um Kreative für die Agentur zu interessieren.

    http://www.youtube.com/watch?v=R-ERDxDATKE

  2. Spießer Alfons am 27. September 2007 um 16:22 Uhr

    Lieber Olaf – die Jungs von Matt sind ja auch keine schlechte Agentur. Auch machen Sie eine meiner Lieblingskampagnen schon über Jahre hinaus – nämlich Sixt.

  3. Olafkolbrueck am 27. September 2007 um 16:32 Uhr

    Hmm, was Sixt dann wohl gesagt hat, als JvM den Wagen zurückgebracht hat? ;-)

  4. Spießer Alfons am 27. September 2007 um 16:36 Uhr

    Du, ich denke eher, dass es ein Dienstwagen der Agentur ist. Und nach Porsche und Audi dürfte sich das jetzt um Mercedes handeln. Und dieser Marke tut ein bisschen Farbe sehr gut, meinst Du nicht ;) ?!

  5. Thomas am 27. September 2007 um 18:15 Uhr

    Stimmt das denn, dass die Gewinnchance steigt, wenn man nur mehr einreicht? Ich glaube nicht, denn wer haufenweise Sch**** eingibt, gewinnt deshalb nicht zwingenderweise mehr, als jemand, der nur eine Sch***arbeit einreicht (denn es ist meines Wissen ja nicht so, dass zwingendermassen jemand Gold gewinnen muss – koste es was es wolle).

    Natürlich hat der vergangene ADC-Wettbewerb diese These nicht gerade bestätigt…

  6. women am 28. September 2007 um 08:54 Uhr

    Dieser Kommentar bezieht sich ebenfalls auf
    Jung von Matt geht niveaulos betteln
    von Olaf Kolbrück, Allgemein, 25. Juni 2007

    Als NormalverbraucherIn kann ich nur sagen: Dieser Anzeige fehlt nicht nur der Witz, sondern sie ist auch komplett unverständlich.

    1. Die angeblichen Penner wirken unglaubwürdig. Penner haben eine andere Ausstrahlung. (Wer dem Elend in das Gesicht sieht, sieht etwas anderes!)

    2. Penner mieten keine Sixt-Autos! Vergrößert sich die Zahl der Penner, verringert sich die Zahl der potentiellen Sixt-Kunden.

    Unverständliche Werbung erlebe ich als ungekonnt und sehr ärgerlich.

    Könnte es damit zusammenhängen, dass Agenturen schon vor Jahren ihren Mitarbeitern zu Weihnachten Schlafsäcke mit dem geschmackvollen Aufdruck: Plockern, plockern, plockern schenkten? Es wurde geflüstert: für den Kurzschlaf unter den Bürotischen. Die könnten in diesem Jahr wegen Etatverlust gestrichen werden, auf der Straße pennen geht doch auch! Die Anzeige zeigt: Unternehmer gehen mit leuchtendem Beispiel voran ;-) .

    Ich als Fachfrau sage: GWA-Präsident zu sein und die Copy »haben wir unsere Werbeleute im Preis gedrückt« zu veröffentlichen ist wirklich die Botschaft auf die die Werbewelt gewartet hat. »Kopfschüttel«. Halt! Handelt es sich vielleicht um einen Übertragungsfehler und es hätte heißen müssen:
    »haben wir unsere Mitarbeiter im Lohn gedrückt«?

    Abschließend noch eine die Vermutung: Könnte zwischen Langeweile und innerer Leere ein direkter Zusammenhang zum kreativen Output bestehen?

  7. women am 28. September 2007 um 09:33 Uhr

    P.S. Es muß natürlich heißen: »hat unsere Agentur ihre Mitarbeiter im Lohn gedrückt«?

    Selbstverständlich gibt es erfolgreiche Arbeiten, die nicht eingereicht werden. Manche sagen gar bös: bei ADC-Wettbewerben handele es sich um Inzucht-Veranstaltungen. Ganz frei nach dem urbayerischen Witz: Geh wisch di obi – die Braut kimmt!
    Mahlzeit.

  8. Phil Spector am 29. September 2007 um 19:03 Uhr

    Ich hatte letzte Woche ein Vorstellungsgespräch bei JvM in HH. Das Gehalt, das sie mir angeboten haben ist sehr sehr schlecht. Würde ich den Job bekommen und annehmen, hätte ich dann monatlich EUR 1100,- (brutto) weniger in der Lohntüte.

  9. Spießer Alfons am 29. September 2007 um 19:14 Uhr

    @ Phil Spector

    Ja klar. Aber dafür kannst Du Dich nach einem Jahr in einer anderen Werbeagentur bewerben und dort die Visitenkarte von JvM abgeben. Die allein dürfte schon EUR 2200 (brutto) mehr in der Lohntüte ausmachen. Außerdem habe ich immer gedacht, dass Mitarbeiter, die bei JvM anfangen, erst mal Geld einzahlen müssen auf das Konto der Agentur ;)

    By the way: Aus dem werbefachlichen Untergrund hörte ich vor Jahren einmal, dass man bei JvM bevorzugt junge Leute aus anderen Städten einstellt, weil die dann noch kein soziales Umfeld in ihrer neuen Heimat aufgebaut haben und deshalb bis Mitternacht in der Agentur sitzen und sich hernach mit Kollegen in die Kneipen begeben, wo sie beim Bier weiter über kreative Lösungen nachdenken und darüber, wie der Ruhm der Agentur zu mehren ist.

  10. women am 30. September 2007 um 18:08 Uhr

    Mensch, Alfons dat is wahr.
    Desdewegen och der Schlafsack, wer noch keine Wohnung hat kann unterm Tisch pennen, die mit Wohnung im übrigen auch.

  11. Fabian K. am 5. Oktober 2007 um 10:45 Uhr

    JvM ist eine der besten, wenn nicht sogar die beste Werbeagentur Deutschlands. Und würde man in der besten Anwaltskanzlein, bei der besten Unternehmensberatung, beim besten Steuerberater oder meinetwegen auch beim besten Schraubenhersteller des Landes arbeiten, dann würde man da auch nicht um 6 Uhr rausspazieren.

  12. Spießer Alfons am 5. Oktober 2007 um 10:52 Uhr

    @ Fabian

    Hä…? Meinst Du wirklich um 6 Uhr früh am…? ;)

    By the way: Jeder Mensch hat eine Leistungskurve, was nicht zuletzt für kreative Leistungen gilt. Da gibt es Morgen- und Abendmenschen. Und wer in der festgelegten Arbeitszeit einer Werbeagentur seine Leistung nicht bringt, der muss natürlich nachsitzen.

    Merke: Es kommt nicht auf die Länge der Arbeitszeit an, sondern einzig und allein auf das R e s u l t a t !

ivw