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Dove warnt vor dem Werbesturm auf Kinder

2. Oktober 2007
von

Ich fühl mich ein wenig zweigeteilt beim Blick auf die Fortsetzung der Dove-Kampagne. Nach dem Evolution-Spot nun Onslaught (Ansturm). Wie immer geht es um das Selbstwertgefühl, diesmal aber auch um den Werbe-Overload der Schönheitsbranche, der schon auf Kids und Teens niederprasselt.

Handwerklich perfekt gemacht. Klare Botschaft. Richtige Aussage. Und dennoch versetzt es mir einen Stich, dass Dove nun zum Schutz der Kinder aufruft. Wirkt mir irgendwie zu aufgesetzt, dass Spiel mit dem aufklärerischen Beschützerinstinkt (“Reden sie mit ihrer Tochter, bevor es die Schönheitsindustrie tut”.) Kinder instrumentalisiert für den aufklärerischen Gestus. Dabei ist es am Ende nur Werbung fürs eigene Image.

Bin ich heute zu sehr Mimose? Geht das nur mir so?

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Kommentare zu “ Dove warnt vor dem Werbesturm auf Kinder ”

  1. Ping am 2. Oktober 2007 um 18:34 Uhr

    Seh ich ganz genauso.
    Der Evolution-Spot ist so einfach, so wahr und so genial. Diese Kinderschutznummer hier ist einfach nur heuchlerisch. Außerdem auch langweilig und ohne Idee.

  2. pong am 2. Oktober 2007 um 18:36 Uhr

    Und die Musik ist auch noch von einem Peugeot Spot “ausgeliehen”.
    siehe:
    http://www.youtube.com/watch?v=WfCt7m8nFrg

  3. landfrau am 2. Oktober 2007 um 20:01 Uhr

    Viel zu sehr überbewertet, lieber Olaf, da sehen die kids doch gar nicht mehr hin, also so oder so ein Schuss in den Wind.

  4. ThomasE am 2. Oktober 2007 um 20:18 Uhr

    Unterstelle ich, dass die Grundaussage richtig und unterstützenswert ist, dann ändert auch auch ihre Herkunft nichts daran. Werden Kinder hier instrumentalisiert? In meinen Augen nicht. Klar soll der Spot das eigene Image pflegen – allerdings, und das ist eben der große Unterschied zu den meisten Beautyunternehmen, ist es ein Image fern ab vom Perfektionswahn der Branche. Und wer diesen Weg geht, der darf auch gerne darauf hinweisen, wie anfällig junge Mädchen gegenüber solchen Trends sind (Wer übrigens meint, Kinder würden das nicht bemerken, der soll einfach mal mit einer Gruppe durchschnittlicher 12Jähriger reden). Soll Dove doch ruhig profitieren von der Clip-Botschaft. Sie kommunizieren immerhin etwas, wozu man getrost “ja” sagen kann.

    Just my 2 cents

  5. Daniela am 3. Oktober 2007 um 07:20 Uhr

    Ich denke auch, dass die frühe Beeinflussung der Kinder (Mädchen) eine Tatsache ist. Und dass viele Selbstwert-Probleme damit zu tun haben. Ob man jedoch mit Gesprächen dagegen ankommt, ist zweifelhaft. Meiner Erfahrung nach hören Kids ab einem bestimmten Alter nicht mehr so genau hin, wenn ihre Eltern was sagen. Die Meinung der Freundinnen, die Botschaften der Werbung und die Aussagen der Teenie-Magazine sind da viel wichtiger.

    Ganz wohl ist mir bei diesem Video allerdings auch nicht. Wenn die Beeinflussung der Konsumentengruppe “Schulkinder” damit aber thematisiert wird, kanns mir recht sein. Schliesslich mussten die Gesundheitsrisiken Alkohol und Rauchen auch erst breit diskutiert werden, bevor die Werbung dafür eingeschränkt wurde. Und weshalb nicht eine Einschränkung für Werbung mit unnatürlich schlanken und junggebliebenen Menschen? Gesund sind ja Magersucht und Jugendwahn auch nicht gerade…

  6. chris am 4. Oktober 2007 um 10:27 Uhr

    Im Blog the MissingLink wurde es ganz gut auf’n Punkt gebracht:
    Unilever, der Konzern, der dahinter steht, ist mit anderen Marken Mitverursacher des Problems, das bei dem Spot angeprangert wird… mir gefällt er nicht.
    schönen Donnerstag :)

  7. Pete am 5. Oktober 2007 um 16:17 Uhr

    guter spot – bringt es für mich auf den punkt

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