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Play-Doh von Sony: Alles nur geklaut?

5. Oktober 2007
von

US-Blogs machen sich derzeit Gedanken über die Vorgeschichte des Play-Doh-Spots von Sony. Die Idee mit den bunten Karnickeln scheint zumindest nicht völlig autark in den Köpfen der Mitarbeiter der Agentur Fallon und der Animationsfirma Passion Pictures entstanden zu sein. Mit den hüpfenden New Yorker Hasen “spielt” nämlich schon länger die Künstlertruppe Kozyndan, die entsprechende Motive auch als Poster verkauft.

hase1.jpg

(Hier ein Link zum ganz großen Bild)

Kozyndan errinnert sich nun im Blog daran, dass Passion Pictures schon vor rund zwei Jahren Arbeitsproben anforderte:

“To add insult to injury, someone from Passion Pictures contacted us almost two years ago asking to see samples of our work (including this panoramic) as they were interested in working with us. We sent them samples and then heard nothing from them ever again.”

welle.jpgDie Hasen sind zudem regelrecht eine Passion von Kozy und Dan.

Siehe hier die abgewandelte “Große Welle von Kannagawa” von Hokusai (groß nach dem Klick).

Und falls jemand fragt: ja, Kozyndan verkaufen ihre Poster auch weltweit.

Zum Vergleich nochmal der Spot von Sony:

via gizmodo

Nachtrag: 12.30 Uhr:

Kulturbanause meinereiner:has11.jpg

Capellmeister erinnert in den Kommentaren an Dürers Hasen und eine Kunstaktion in Nürnberg. 2003! Weitere Bilder von der Aktion mit den grünen Langohren gibt es hier.

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Kommentare zu “ Play-Doh von Sony: Alles nur geklaut? ”

  1. Mart am 5. Oktober 2007 um 12:35 Uhr

    An stelle von Kozyndan würde ich jetzt eine fette Rechnung schreiben, bzw. die Ausstrahlung verbieten.

    Warum hat solch dreister Ideenklau so selten rechtliche Folgen?

  2. Olafkolbrück am 5. Oktober 2007 um 12:45 Uhr

    @mart. Weil Ideendiebstahl rechtlich vor Gericht nicht immer klar festzunageln ist (Vor Gericht und auf hoher See…usw…). Also einigen sich die Parteien häufig still und leise und lassen derweil das Gras wachsen.

  3. Kaffeekanne am 5. Oktober 2007 um 13:32 Uhr

    Mehr als peinlich. Auch die Idee mit der Welle hat Fallon in dem Spot adaptiert. Warum hat man die Zeichner da nicht gleich mit ins Boot geholt? Hat das nur die Animationsfirma versaubeutelt – oder wusste auch Fallon davon?

  4. Stefan am 5. Oktober 2007 um 22:31 Uhr

    Gähhhn. Kunstinstallationen mit bunten Hasen gibt es soviele wie Karnickel in freier Wildbahn. Kozyndan hat da auch nichts neues erfunden, sondern nur ein paar mal wiederholt. Das macht aber noch langst keinen orginären künstlerischen Schaffensakt daraus.
    Insofern eher Kompliment für den Bravia Spot der es versteht auf charmante Weise Mainstream Kulturelemente zu zitieren und zu inszenieren.
    Übrigens die Idee mit den Gummibällen des ersten Bravia Spots hatte ich persönlich bereits vor rd. 38 Jahren! Zugegeben. Es waren weniger Bälle und ich war im Kindergarten. Aber die ich hatte nie das Bedürfnis Sony deswegen zu verklagen ;-)

  5. Andreas am 9. Oktober 2007 um 17:04 Uhr

    Als ehemaliger Paderborner muss ich pflichtbewusst und der Vollständigkeit halber auf das Dreihasenbild hinweisen, das seit geraumer Zeit in vielen verschiedenen Kulturen immer wieder auftaucht (zum Beispiel im Kreuzgang des Paderborner Doms ;o)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dreihasenbild

    -
    Das müsste eigentlich bestraft werden, aber ma’ ellich:
    Wer von Euch hat noch nie geistiges Eigentum geklaut? Von’s Google? Oder dem internen Server? Oder aus ‘nem Buch? Hand heben!

    Ha, wussdichsdoch!

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