Spießer Alfons: Die Bahn kratzt die Kurve mit einer Frau
Dass Fußball nicht nur von Männern gespielt wird, hat sich spätestens seit dem Gewinn der Weltmeisterschaft durch die deutschen Spielerinnen herumgesprochen. Und Regina Halmich hat gezeigt, dass auch Frauen erfolgreich im Ring stehen. Auch bei der Bahn gibt es schon lange Lokführerinnen. Will meinen: Der Unterschied zwischen den Geschlechtern hat sich seit Zeiten unserer Großmütter erheblich verringert, zumindest was Beruf, Sport und Hobbys betrifft.
Frauen fahren auch Motorrad. Das scheint sich bei den Werbern der Bahn aber noch nicht herumgesprochen zu haben. Sie bieten „Mann, Maschine, 99 Euro“ auf dem Autozug an und setzen die Frau nur auf den Soziussitz:
“Belegt man den Soziussitz nicht mit einer sperrigen Gepäckrolle sondern mit einer Beifahrerin, mit der man gerne mal die Kurve kratzt, zahlt man für zwei Personen inklusive Motorradtransport nur 139 Euro.”
Wie schrieb doch Dichter Nebel in seinem Roman „Die Bahn ist weiblich“? Er schrieb: „Mitunter wirft das Leben eine Frau völlig aus der Bahn. Die Bahn-Werbung lässt sie wenigstens Platz nehmen auf dem Soziussitz!“


















