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Spießer Alfons: Was den ADC von Apple unterscheidet

30. Oktober 2007
von

Nein, Spießer Alfons hat den ADC noch nie für einen gemeinnützigen Verein gehalten. Weil der Club mehr gemein ist als nützig. Allein, was die Vereinsmeier an Einsendegebühren für ihre Nägelverleihung und an Sponsorengelder kassieren — Mann o Mann, mit diesem Geld könnte man sehr viel Gutes tun!

Und was tut der ADC? Er lädt den Spießer ein. Genauer: Teamassistentin Laura Pick schreibt eine Mail an Alfons und möchte, dass der Spießer teilnimmt an einem Seminar aus der Reihe ADC Management Dialog. Thema: „IDEA = DEAL Was macht Werbung erfolgreich?“ Und nicht der Spießer soll den ADC-Mitgliedern erzählen, was Werbung erfolgreich macht, sondern Simone Ashoff, Oliver Engels, Jörg Herzog, Wulf-Peter Kemper, Kai Röffen, Dörte Spengler-Ahrens, Prof. Dr. Mercelo Stamm und Sebastian Turner (ohne Angabe seines Professoren-Titels!) wollen den Spießer unterrichten. Am 22. und 23. November in Berlin. Teilnehmen sollen: „Verantwortliche in der Markenführung aus Unternehmen, Agenturen und der Kommunikationsbranche“.

So weit, so gut. Das Seminar ist für Alfons vielleicht umsonst, aber nicht kostenlos: „Preis: 1.250,- Euro inkl. Seminardokumentation und —verpflegung sowie exklusivem Dinner mit den Referenten“. Und wer nicht in Berlin wohnt, der muss noch Reise- und Hotelkosten dazu rechnen.

Spießer Alfons hat sich soeben im Apple-Store einen neuen iMac bestellt mit Leopard. Der kostet genauso viel wie die Teilnahme am ADC-Seminar. Das nur mal so zum Vergleich. Und ob die Seminar-Teilnehmer hernach wirklich wissen, was Werbung erfolgreich macht, weiß Alfons nicht. Er weiß aber, dass sein neuer iMac ihm helfen wird, Ideen in die Tat („IDEA = DEAL“) umzusetzen.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Was den ADC von Apple unterscheidet ”

  1. schaeferstunde am 30. Oktober 2007 um 10:41 Uhr

    Das verstehe ich jetzt nicht. Dass es Seminare gibt, die in diesem Preisniveau wohnen ist noch nix neues (Gleiches gilt für den iMac). Und kein Mensch zwingt Sie, ein solches Seminar zu besuchen und 1.250 Öcken + x zu investieren. Bleiben Sie zu Hause, genießen Sie die 300 neuen Funktionen der Raubkatze und schauen Sie mal in die Veranstaltungskalender der Medien- und Werbebranche – Sie werden Augen machen.

  2. Spießer Alfons am 30. Oktober 2007 um 10:58 Uhr

    @ Schäferstunde

    Natürlich ist das nichts Neues, natürlich muss ich da nicht hingehen und natürlich genieße ich stattdessen meine neue Raubkatze :) .

    Was mich aber immer aufs Neue irritiert, das ist die Tatsache, dass der Verein, der neben seinen eigenen Erlösen auch noch reichlich Sponsoren hat und Spendengelder kassiert – dass dieser Verein für Weiterbildungsmaßnahmen kassiert (die zu den Aufgaben des Vereins gehören) obwohl die Vorstandsmitglieder doch ehrenamtlich tätig sind, also kein Geld für ihre Arbeit bekommen.

    Frage: Was macht der ADC e. V. eigentlich mit seiner Kohle? Sitzt er drauf wie Onkel Dagobert? Oder verfressen die Mitglieder das Geld in den einschlägig bekannten Gourmet-Tempeln…?

    Sachdienliche Hinweise sind an dieser Stelle erwünscht – auch von ADC-Mitgliedern ;)

  3. Beginner am 30. Oktober 2007 um 12:04 Uhr

    Na ja, wenn die Einsendegebühren niedrig wären, würde ja jeder Schrott eingesendet werden.

  4. ramses101 am 30. Oktober 2007 um 12:07 Uhr

    Und dann bestünde die Gefahr, dass der auch gewinnt?

  5. Beginner am 30. Oktober 2007 um 12:29 Uhr

    Ne, aber ich als Agentur würde halt aus allen Rohren auf den ADC schießen. Die Masse an Einsendungen würde zunehmen, mehr Stress bei der Sichtung, etc…

  6. Morn am 30. Oktober 2007 um 17:35 Uhr

    Mal eine kleine Zwischenfrage:
    Was genau hat Kai Röffen noch mal beim ADC verloren bzw. einem Seminar, wo es um erfolgreiche Werbung geht?

  7. Spießer Alfons am 30. Oktober 2007 um 18:36 Uhr

    @ Beginner

    Und was ist mit den kleinen, überaus kreativen Agenturen, die geile Kampagnen machen, denen die Preise bei Wettbewerben aber zu hoch sind und sie das Geld lieber in die Gehälter der Mitarbeiter investieren…?

  8. Seb am 30. Oktober 2007 um 18:52 Uhr

    Brilliant. Das erste Mal, dass ich ueber Auslassungen des selbsternannten SA nicht unentwegt den Kopf schuetteln moechte. Und jeder kann die Entscheidung pro Apple und gegen den ADC verstehen, denn bei Apple bekommt man wenigstens etwas fuer sein Geld. Wobei der ADC sich ueber die Foerderung und Forderung erfolgreicher Werbung wirklich mal Gedanken machen sollte, es kommt ja nicht allzu oft vor, dass etwas beim ADC und beim Effie gewinnt.

  9. Spießer Alfons am 30. Oktober 2007 um 18:54 Uhr

    @ Morn

    He – weißt Du denn nicht, dass der Kai mit dieser bekannten TV-Frau verheiratet ist … ?! Das zeigt doch, dass seine Werbung zum Erfolg geführt hat ;)

  10. Beginner am 30. Oktober 2007 um 19:03 Uhr

    @Spießer Alfons

    Mmh. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wieviel Mark so ne Einsendung kostet. Aber wenn ich als kleine, feine Agentur was Geiles gemacht hätte, das aus meinen Augen ADCtauglich ist, würde ich es auch einschicken. Oder treibt ne einzelne Einsendung eine Agentur schon in den Ruin? In der Regel habe ich als kleine Agentur nicht das gleiche quantitaive Ideenvolumen wie z.B. JvM, die ja wirklich aus allen Mediarohren schießen (ja, ich wiederhole mich), weil die einfach ein riesiger Laden mit zig Kunden sind.

  11. M. am 30. Oktober 2007 um 23:43 Uhr

    @ Beginner: Klar, mal probierst du das. Vielleicht auch zwei mal. Oder drei. Bis du merkst, dass das ohnehin keinen Sinn hat (jedenfalls, solange du nicht gleich massiv in Masse investierst).

    Denn ganz egal, wie “geil” deine Einsendung ist: ohne Lobby reißt du nix beim ADC. Klingt jetzt vielleicht verbittert, ist aber leider Tatsache. Wobei Ausnahmen natürlich die Regel bestätigen.

  12. Spießer Alfons am 31. Oktober 2007 um 09:17 Uhr

    @ M.

    An dieser Stelle gebe ich Dir voll Recht :) Ich war vor ein paar Jahren mal bei den Jurysitzungen dabei. Als offizieller Berater der Juroren in Sachen Plagiate. Und da habe ich viel gesehen und gehört…!

  13. Koenich Johann am 31. Oktober 2007 um 10:59 Uhr

    Alles wie bei der Fifa, Uefa oder beim Weihnachts-Bankett des FC Bayern.

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