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Spießer Alfons: BILD und der Gewinner

5. November 2007
von

gewinnernob.jpgEs ist schon heiter hier in diesem unserem Lande, wo es keine Tabak-Werbung mehr in den Medien geben darf, weil die Europa-Parlamentarier das so wollen, und zwar zu Recht, wie jeder, der ernsthaft darüber nachdenkt, zugestehen muss. Und den Anlass zur Heiterkeit finden wir heute auf der Titelseite von BILD, nämlich in der Rubrik „Gewinner“, wo der Europa-Abgeordnete Elmar Brok (CDU) als Testiominial („Genussraucher“) von den Tabak-PR-Strategen vorgeführt wird — siehe die Abbildung!

Ein Raucher als „Gewinner“ — das ist schon echte Realsatire der Boulevardgazette! Und nirgendwo ein Hinweis, dass Rauchen tödlich sein kann, geschweige denn eine Warnung der Gesundheitsminister.

Redaktionelle Werbung für den Genuss von Tabak. Und während „BILD meint: Feiner Riecher“, meint Spießer Alfons: Feiner Leim, auf den die Redaktion dort gekrochen ist!

Und mal ehrlich: Welchen BILD-Leser interessiert diese Meldung überhaupt? Klar, diejenigen, die zur Tabak-Lobby zählen. Und bestimmt werden die sich erkenntlich zeigen für diese redaktionelle Meisterleistung.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: BILD und der Gewinner ”

  1. ramses101 am 6. November 2007 um 10:03 Uhr

    “Feiner Riecher”, ich lach mich tot. Wenigstens ist damit auch in Hamburg bald Schluss, damit die tatsächlich feinen Riecher im Restaurant wieder das bekommen, was sie eigentlich bestellt haben.

  2. Olafkolbrueck am 6. November 2007 um 10:09 Uhr

    Ist bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg nicht auch das Rauchverbot ein ganz großes Thema, zumindest eines bei dem die FDP mal wieder ihren liberalen USP herauskehren kann? Freier Rauch für freie Bürger?

  3. ramses101 am 6. November 2007 um 10:30 Uhr

    Glaub ich nicht. Die FDP will zwar „einen anderen Umgang“ mit dem Rauchergesetz, aber das dürfte nur Säbelrasseln sein, zumal der einzige mögliche Koalitionspartner CDU heißt. Und die hat das Gesetz ja gerade erst beschlossen.

    Aber die Hamburger Wirte sind gerade dabei, einen Volksentscheid aufzubauen. Momentan befindet sich das ganze allerdings in der Phase „Volksinitiative“, d.h. es müssen 10 000 Unterschriften gesammelt werden, die ein Volksbegehren befürworten. Das scheint Gott sei Dank schwierig zu werden, denn von den bisher rund 20000 gesammelten Beteiligungen sind überhaupt nur 9800 gültig. Alles nicht so einfach.

ivw