Exit aus dem digitalen Babylon
Früher, ja früher, da hätte man eine jungen Mann, der wie Facebook-Chef Zuckerberg in Badelatschen durch die Welt läuft, als Luftikus bezeichnet. Vielleicht sollte man das heutzutage auch wieder tun.
Denn das PR-Getöse ist bei einem genaueren Blick vor allem eines: PR-Getöse. Die Social Ads erinnern an Google Adsene, die Brand-Profile gibts bei Myspace und Nutzerdaten feilbeiten ist als Thema nun auch so aufregend neu wie ein Paar Adiletten. Aber Facebook ist jetzt Talk of Town. Msypace steht bei der PR-Schlacht verloren im Pulverdampf, Googles Open social ist eine totgehechelte Sau. Dafür hat nun Zuckerberg mit seiner Luftnummer mehr Platz in der Blase. Und die braucht er auch.
Denn die Zeit ist reif für Verdrängung. Es kann nur einen geben. So wie es jenseits der Nischen DIE Suchmaschine gibt, DIE Auktionsplattform, wird am Ende im Netz DIE Community überleben.
Warum nur eine? Wohlgemerkt jenseits der Nische.
Warum nur eine? Wohlgemerkt, eine mit einem durchdachten, umfassenden Service-Kommunikationskonzept und nicht jene, deren Erlösmodell noch eine Umdrehung trickreicher ist.
Weil jetzt schon die kommunikative Speerspitze verzweifelt nach dem Exit aus dem digitalen Babylon sucht. So wie Stefan Knecht im Blog sofa.rites des passage:
“Too many silos.
In wievielen communities kann ich aktiv teilnehmen? Wieviele Kanäle schafft man … gerade noch so? Und welche bleiben übrig?
So schön sich Facebook anlässt: es ist eines zu viel. Zwei Wikis sind eines zu viel.
Was streichen?”
Es sind einige zuviel. Wie soll da erst der Mainstream, der am Ende dort hingeht, wo alle anderen sind, klarkommen?
Selektive Ignoranz muss man sich als Tugend vorstellen.



















Ich hätte da noch einen heißen Anwärter: http://alleinr.de/
@ramses 101: Die Nische nicht vergessen: http://www.schnitzlr.de/