Guinness und der Tipping Point
Mit 10 Millionen Pfund (für Guinness der teuerste Spot ever) 6000 Domino-Steinen und Kreativen von BBDO ist einer der besten Spots, der ohnehin schon recht kreativfreudigen Marke entstanden. Schön. Und wer sich irgendwie an Sony Bravia und die “Balls” erinnert fühlt: Regie führt Nicolai Fugslig, der bei Balls hinter der Kamera stand. Trotzdem: Tolle Arbeit, die auch gut auf den Claim passt: Good things come to those who wait.
via Guardian



















So. Endlich Guinness richtig geschrieben. hicks.
Ok, der Bücherturm ist großes Kino. Aber sonst? Und dafür werden 10 Millionen Pfund verballert?
Und dabei waren sie noch sparsam. Die umfallenden Farbtöpfe waren bestimmt noch vom Sony-Spot “Paint” übrig.
Aber mal im Ernst:
Extrem hohe Awarenesss, sehr hohe Sympathiewirkung, starke Breitenwirkung selbst auf Nutzer anderer Marken, deutliche Differenzierung im Werbeumfeld, reichlich PR und gut geeignet für die virale Verbreitung. Das lohnt den Aufwand dann schon. Hinzu kommt die hohe Messelatte durch frühere Spots. Klar kann man das uch mit billiger mit Matthias Reim auf Malle haben – aber was siehst man lieber?
Allerdings wäre sicher auch billiger gegangen. Statt eines Drehs in Argentinien mit 1000 Statisten hätte man wohl auch in Pinewood drehen können. Aber die Werber wollten sicher auch mal rauskommen.
Naja, sind halt nicht gerade die Budgets, mit denen ich mich austoben darf. Und wenn am Ende die Fun-Factory steht oder Bouncy Balls, dann sag ich ja auch nix. Ich finde nur den finanziellen Aufwand gemessen am Ideenaufwand (wenn man das überhaupt so sagen kann) irgendwie unverhältnismäßig.
Von der Umsetzung her natürlich sauber gemacht, keine Frage. Das virale Potenzial liegt m. E. aber ausschließlich im Bücherturm (der natürlich auch ein recht ordentliches Branding darstellt, keine Frage) – und dafür brauch ich a) keine Minute Vorlauf und b) keine 10 Millionen Tacken.
Aber nicht, dass ich den Kollegen den Betriebsausflug nicht gönnen würde.
Man nehme die Mechanik von Honda’s “Cog”, die Verspieltheit von Sony’s “Balls”, den Pomp von Sony’s “Mountain”, die Verschrobenheit der Bertolli Kampagne und das Schlussbild von Carlton Draught’s “Big Ad” sowie ein bisschen Domino Day, fuege dann 10 Millionen hinzu und schon hat man den neuen Guiness Spot.
So wahnsinnig toll und zum vom Schreibtischstuhl aufspringen ist es nicht.
Was man aber sagen muss: Sieht genial aus und ist extrem gut gemacht.
Kann man fuer 10 Millionen aber auch erwarten, oder?
Sieht wirklich ganz nett aus. Aber so toll wie ein 10 mio Spot sein sollte ist er nicht. Vielleicht waren diese berühmten Schauspieler ja der Kostenfaktor.
lieber _ein_ solcher spot, der mit 10 Mio recht teuer zu sein scheint, als zehn durchschnittliche langweiler für je 1 Mio …
Natürlich gut gemachter Spot, aber was ist das denn für ein Land? Was sind das für Landsleute? Kurden auf der Fluch? Ich habe Zweifel, daß die über die Möglichkeiten verfügen, um sich überhaupt erst ein ordentliches Guinness zapfen zu können – rein technisch betrachtet…(und ob sie es bezahlen können… rein wirtschaftlich betrachtet) Auch ist diese Mechanik aus dem Honda Spot und ein – sorry – alter Hut. Ganz zu schweigen, von der Frage nach dem “Warum?” Warum gerade diese “Domino Days” bei denen alles möglich umgeworfen, verschüttet und kaputt gemacht wird? Und das mit soviel offensichtlichen Zeitaufwand. Das ist mir alles zu Dich an dem Milleu einer türkischen Teestube, nur ohne Tee, dafür jetzt mit Guinness. Man hätte dch lustige Iren nehmen sollen…
Seid ihr sicher, dass es sich um 10 Mio. Produktionskosten handelt? Oder doch vielleicht eher das Media-Budget? so ein Spot kann keine 10 Mio kosten. Das “Glas” ist ne Computeranimation, der Rest zusammen geschnitten. Ein kurzer Klick auf den via-Link bestätigt: “the ad – part of a 10 million campaign”.
durchatmen, schöner spot, weiter machen.

M
@marcus, danke für den Hinweis. Ursprünglich war dort aber von einem 10-Mio-Spot die Rede.
Zitat aus dem Link:
” The article above was amended on Monday November 12 2007. The advertisement in question was part of a campaign that cost £10m, it did not cost this amount to produce on it’s own. This has been changed”
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