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Spießer Alfons: Ein Gedanke zum Streik der Lokführer

13. November 2007
von Spießer Alfons

Was würde passieren, wenn 1000 Lokführer vier Wochen lang streiken? Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft würde zerplatzen wie eine Seifenblase, und wir alle würden die Folgen spüren und mehr oder weniger Schaden nehmen.

Was würde passieren, wenn alle Kreativdirektoren in deutschen Werbeagenturen ein halbes Jahr lang streiken? Keine Sau würde es überhaupt bemerken.

Ein Lokführer verdient 1500 Euro netto bei Arbeit am Wochenende und in der Nacht. Ein Kreativdirektor bekommt das Doppelte und Dreifache.

Das nur mal so als spießiger Hinweis an alle, die es betrifft.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Ein Gedanke zum Streik der Lokführer ”

  1. Kreativführer am 13. November 2007 um 16:27 Uhr

    Ebenso spiessig zurückgefragt: was würde dabei heraus kommen (sagen wir einmal nach einer Einarbeitungszeit von einer Handvoll Tagen), wenn die 1000 Lokführer die 1000 streikenden Kreativdirektoren ersetzen würden? Und umgekehrt?

  2. Mart am 13. November 2007 um 17:04 Uhr

    @Kreativführer:

    die Werbung würde endlich besser werden, warum fragst du?

  3. Kreativführer am 13. November 2007 um 17:43 Uhr

    @Mart: wenn du wirklich wieder zurück zu Schüttelreimen und Kalauerei willst (obwohl wir bei Letzterem bereits wieder angelangt sind).

  4. ramses101 am 13. November 2007 um 17:44 Uhr

    Und die Züge würden keinen einzigen Fahrplan mehr einhalten.

  5. Mart am 13. November 2007 um 18:10 Uhr

    @Führer: Na komm, bei der Vorlage musste das sein :-)

    Ich vermute, dass der Job eines Lokführers einfacher zu erlernen ist – andererseits haben Zugführer Verantwortung für hunderte von Leben und können deswegen nicht besoffen/unter Drogen fahren.

    Disclaimer: Nein, ich will nicht alle Arter und CDler über einen Kamm scheren, aber bei einigen würde ich mich nicht gerne in den Zug setzen.

  6. Andreas am 14. November 2007 um 09:49 Uhr

    Sehr gut angemerkt, Alfons! Sowas in der Art ist mir auch schon durch den Kopf geschossen.

    Das Argument nimmt die Auswirkungen eines Streiks auf die Gesellschaft in den Fokus. Die Zeitschrift “Adage” hat unlängst die andere Seite beleuchtet. Sie hat versucht, die positiven Auswirkungen einer kreativen Arbeit zum Vergütungsmaßstab zu machen (Zum Beispiel hier im Werbeblogger aufgegriffen: http://www.werbeblogger.de/200.....tsmodell/)

    Das Thema scheint also irgendwie in der Luft zu liegen. Auf der anderen Seite: es ist eigentlich doch ganz schön selbst dann bezahlt zu werden, wenn aus dem geplanten Mehrumsatz des Kunden nix wird ;o)

  7. Pixel am 14. November 2007 um 10:13 Uhr

    Agenturen hätten mit dieser Art der Erfolgs-Vergütung wahrscheinlich weniger Probleme.
    Denn zumindest bei Abverkaufswerbung stellt sich mit jeder Maßnahme, ein (kurzfristiger) Umsatzerfolg ein.
    Aber wollen die Kunden das?
    Diese müssten ja ihre Zahlen offenlegen.
    Und eventuell eingestehen, dass die Agentur richtig gute Arbeit leistet.
    Da würde das gerade im Handel geliebte Druckmittel fehlen, die Agentur immer wieder im Preis drücken zu können.

    Nächster Schritt wäre dann die Vergütung nach Gefallen. Also die Firma zahlt das, was sie der Meinung ist, das die Arbeit der Agentur wert ist.
    Aber wohin das führt, zeigt z.B. die Aktion von Radiohead.
    http://www.computerwoche.de/na.....%20rssnews

    Aber vielleicht muss man auch einfach nur richtig gut sein.
    Dann kaufen einem die Leute alles ab, egal ob maßlos überteuert …
    http://www.apple.com/iphone/

    ;-)

  8. Koenich Johann am 14. November 2007 um 10:14 Uhr

    Nur mal so: Ich halte Brummi-Fahrer für den viel anstrengenderen Job als Lokführer.

  9. Kreativführer am 14. November 2007 um 11:56 Uhr

    Auch schön zu wissen, dass es noch unnötigere Jobs gibt als Werber: Klingeltonprogrammierer, Feng Shui-Berater, AWD-Finanzberater…

  10. qwertz am 14. November 2007 um 13:19 Uhr

    Bitte erkläre mir einer die Logik der Deutschen Bahn in den Verhandlungen.

    Sie verliert jeden Tag, an dem im Güterverkehr gestreikt wird, genauso viel Geld, wie die Lokführer mehr Lohn pro Jahr fordern.

    Heißt summa summarum: Die verballern in einer Woche Streik ein knappes Jarzehnt Mehr-Gehalt.

    Bitte um Antwort! :-/

  11. Pixel am 14. November 2007 um 13:47 Uhr

    @qwertz
    Wieviel Geld verloren geht wird im Moment nur geschätzt.

    Hier ein ausführlicher Artikel:
    http://www.spiegel.de/wirtscha.....95,00.html

    Am Schluss kommt dan auch die Frage, warum die Bahn nicht einfach zahlt:
    “Käme die GDL mit ihren Forderungen durch, dann hätten wir bald Verhältnisse, wie man das in Großbritannien in den siebziger und achtziger Jahren erlebt hat, wo die Betriebe durch die vielen, zum Teil kleinen Gewerkschaften ständig bestreikt wurden.”

    Die Bahn will sich nicht erpressbar machen.

    Bis zu welchem finanziellen Punkt die Bahn allerdings nicht erpressbar ist, wird sich noch zeigen.

  12. StoiBär am 14. November 2007 um 21:28 Uhr

    Tarifverhandlungen sind schon immer Erpressung. Im Augenblick schimpft so mancher in den Medien auf die GdL. Dass der Mehdorn der geliche Sturkopf ist, traut sich keiner sagen.

  13. blogsgesang am 17. November 2007 um 22:20 Uhr

    @ StoiBär
    Viele schimpfen über die Lokführer. Dabei halten die für uns alle den Kopf hin. Wenn sie verlieren, werden in den Konzernzentralen die Sektkorken knallen. Und die nächste Lohnrunde nach unten wird eingeleitet.Mehr.

    http://www.blogsgesang.de/2007.....om-weizen/

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