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Cloverfield: Der Monster-Hype endet mit neuem Trailer als Bettvorleger

20. November 2007
von

Es war immer wieder an diesen lähmend langen Sonntagen, wenn das Haus nach Braten roch. Kindervorstellung im Kino. Aufgeregt reihte ich mich mit meinem Spielgefährten in die Schlange für Karten ein. Schließlich musste auf der Leinwand die Welt vor Godzilla gerrett werden.

Wieder einmal. In immer neuen Varianten. Jedesmal Grund genug mitzufiebern wie der Riesenechse in japanischen Pappmache-Kulissen der Garaus gemacht wurde. Schaurige Alpträume waren nach jeder Vorstellung die Folge. Ein ganze Woche lang freuten wir uns auf den nächsten Film. Als Werbung genügte das Filmplakat im Schaukasten.

Godzilla war Kult. Und es umgab das Monster angesichts ständiger Wiederauferstehung ein seltsames Mysterium. Damals, zwischen Murmelspielen und Fußballsammelbildern.

Heute genügt für “Cloverfield” kein Plakat mehr. Dabei stapfen auch da wohl Monster durch die Stadt. Schon im Sommer mühte sich eine virale Welle um Kulteffekte. Das taugte eine zeitlang. Auch angesichts ausgestreuter Hinweise um seltsamer Zahlenkombinationen wie 1-18-08. Das sorgte selbst in Nachrichtensendungen für entsprechenden Buzz. Schon galt die Aktion als Lehrbeispiel für eine neue Form des Kino-Marketings. Doch dann zerbröselte der Effekt wie die Pappmache-Kulissen der 70er Jahre, weil es allmählich ruhig wurde an der Werbe- und Rätselfront.

Nun schwappt Cloverfield im Netz wieder hoch. Weil der einst so umrästelte Filmtitel nun tatsächlich schlicht “Cloverfield” lauten wird und weil ein neuer Trailer des Films von J.J. Abrams (TV-Serien “Alias” und “Lost”) zu sehen ist.

Noch wird das Geheimnis, was dort – mit wackeliger Handkamera gefilmt – New York zerstört, nicht vollends gelüftet. Aber irgendwie ist es auch gleichgültig, was dort ab Ende Januar zu sehen sein wird. Der frühe Hype hat es nicht geschafft, das Mysterium bis zum Filmstart aufrecht zu erhalten. Die Kampagne ist verpufft. Der virale Moment nur noch so aufregend wie ein Filmplakat.

Für die Kindervorstellung reicht das immer noch. Nicht aber für eine vielversprechende Kampagne, die Godzilla-gleich abhob, um dann als Bettvorleger zu enden.

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ivw