Säuberungsaktion in Klein-Bloggersdorf
Säuberungsaktion klingt vielleicht zu dramatisch, denn es ist eher eine Art Kehrwoche mit angeschlossener selbstreferentiellem Blog-Fasenacht, die da die Blogs aus den Charts kegelt.
Worum geht es?
Lanu, Perchte des Web, zeigt nämlich mal mit ihren Lesern was von den Top 100 der Deutschen Blogcharts übrig bleibt, wenn hauptamtliche Texter, Journalisten, PRler, Suchmaschinen-Künstler und Co nicht auf den Straßen von Klein-Bloggersdorf mitspielen dürfen und nur richtige Blogger übrig bleiben. Denn: Journalisten sind keine Blogger. Mods sind ja auch keine Punks.
Übrig bleiben von derzeitigen Happy 100 dann, so wie es derzeit aussieht, nicht viele. Außer vielleicht die Zickenzoff-gestählte Lanu, der verehrte Nerdcore und einige andere. Gerade Journalisten und PRler scheinen nämlich in der Blogwelt allgegenwärtig. Was sagt das über Blogs und das Bloggen an sich? Was sagt das über Journalisten?
Das Endergebnis gibt es wahrscheinlich irgendwann bei Lanu. Vielleicht. Bloggen ist Punk. Da kann die Kehrwoche auch schnell mal mit einem Pogo enden.
Twittern











Die Frage ist, ob Lanu drinbleiben kann. Ist das überhaupt ein Blog, was die macht? Ich hab was gegen “Blogs”, wo man nicht kommentieren kann, ohne dass man sich registiriert. Bildblog ist ja noch schlimmer. Solches Seiten nehm ich gar nicht in den Feedreader. Jedesmal, wenn mir spontan ein Kommentar einfallen würde, kann ich es nicht schreiben, weil ich entweder gar nicht kommentieren darf, mich erst registrieren muss oder mein Passwort vergessen habe.
blogger.de basiert auf antville. antville war/ist einer der ersten deutschsprachigen bloganbieter. Über 6 Jahre her. Übrigens ging auch bei blogger.com am Anfang nichts ohne Registrierung. Registrierung ist ein feature von vielen blog-communities.
Mit ähnlicher Begründung könnte man behaupten, nur wer auf eigener Domain bloggt ist ein blog.
Richtig ist: Was sagt das über blogs und das bloggen an sich. Oder genauer über die deutsche Bloglandschaft? Am Ende bleiben nur noch Altfälle wie der SWR, bloggende Supermarktbesitzer, Bestatter oder Youtube-video-poster wie der verehrte N. – und viele blogs die gut vernetzt sind (100-200 technorati-links) aber sicher pro Tag eher unter 100 Leser haben – davon 66% zufällige über google & Co.
So schaut es aus, wenn man Profi-Schreiber und PRler rausnimmt. Da löst sich der immer noch beschworene deutsche blog-hype schnell im Rauch auf – und mit ihm das Mitmachweb.
Ich bin gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung.
Ich bin für Ausgrenzung und Stigmatisierung.
apropops ausgrenzung : zum glück taschenrechner greifbar…
ist mir was entgangen? gerade die nichtexistenz eines/r blogpa/äbstes/in ist an den auf bloggtechnik basierenden Veröffentlichungen das salz in der suppe.
hoffe bloglists ist relevant genug, damit das hier ein paar clicks bringt….
( wer zweimal mit einem selben pennt, gehört schon zum estäblishment )