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China und die Plagiat-Profis (Update)

11. Dezember 2007
von

Tja, die Chinesen sind keine echten Chinesen. Alles nur ein Fake von Serviceplan. Virales Glutamat sozusagen. Siehe Kommentar von Bärbel.

Tja, da jammert Spießer Alfons seit Menschengedenken über Plagiate, Ideeklau und Kupferstecher – und wer macht eine Geschäftsidee daraus? Die Chinesen natürlich, die auch um “Anleihen” bei Produkten, Markenlogos und Design nie verlegen sind.

SHEN International Advertising verspricht vollmundig: “You will profit from the success of excellent advertising campaigns and will not waste your money for either conception or design of your campaigns any longer.” Geht ganz einfach mittels “Adconfigurator”: “SHEN International Advertising adapts the most successful advertising campaigns to your brand.”

Das sieht, wie die Werbung *ähem* mit “eigenen Arbeiten” verkündet, dann in einem Spot mit Sushi so aus oder mit einem bekannten Motiv, das man in Deutschland von einem Autobauer kennt, in einer Printwerbung so aus:

china.jpg

Und heute ist nicht der 1.April und das ist offenbar auch keine Satire.

via Bewegungsmelder

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Kommentare zu “ China und die Plagiat-Profis (Update) ”

  1. Koenich Johann am 11. Dezember 2007 um 18:14 Uhr

    Liebe Frau Merkel, bitte sofort alle Gelder für Entwicklungshilfe in China stoppen.

    Erst Klamotten, dann Autos und jetzt Werbung.
    Die Maß ist voll.

  2. Jean-Remy am 11. Dezember 2007 um 18:32 Uhr

    Ich finde es super. Die “gabs-schon” Diskussion ist doch eh albern…

  3. G. am 11. Dezember 2007 um 18:39 Uhr

    Ich bin ja gespannt auf die Scherz-Auflösung am 17. Dezember.
    Wäre lustig: Die erste Viral-Award-Geschichte, die mit Kopien Preise gewinnen könnte (oder will).

  4. Spießer Alfons am 11. Dezember 2007 um 18:43 Uhr

    Klar, Jean-Remy, auf diese Weise werden WIR bald Entwicklungshilfegelder von China bekommen. Wenn etwas “albern” ist, dann sind es die Leute, die Urheberrechte negieren. Die klauen auch in Supermärkten und rauben alten Omas die Handtaschen! Wer Plagiate für legitim hält, der will das Eigentumsrecht abschaffen. Und wenn morgen jemand Dein Handy zockt und Deine Brieftasche, dann heulst Du. Warum eigentlich?!?

  5. Jean-Remy am 11. Dezember 2007 um 18:49 Uhr

    Aber Alfons, wenn jemand mein Handy zockt dann kauf ich mir ein neuen für 2,99 Euro, das ist der Vorteil mit Plagiate :)

  6. Spießer Alfons am 11. Dezember 2007 um 19:32 Uhr

    @ Jean-Remy

    Völlig klar. Und die Brieftasche klaust Du dann auch anderswo. Prima, ich mach mit ;) !

  7. Alex am 11. Dezember 2007 um 21:31 Uhr

    Das ist ja vor allem total schlecht — diese Adaptionen machen ja jeden Witz kaputt, der die Originale so gut gemacht hat.

  8. Rolf am 11. Dezember 2007 um 21:44 Uhr

    Riecht aber doch sehr nach Fake …

  9. Vroni am 12. Dezember 2007 um 09:13 Uhr

    Nichts ist schlimmer als Werbung, die man schon gesehen hat. Das meine ich ernst. As dürfte auch für Chiesen zutrefen oder andere , weiter Kulturen: man will Neues. Ob das der eigentlich witzige Original-TV-Spot ist – beim zweitenmal lässt der Witz schon merklich nach, wer hört schon gern Witze doppelt und dreifach – und jetzt gar schlecht gemachtes nachgemachtes aus einem chinesischen Konfigurator.

    Da frag ich mich, ob die Behauptung so stimmt oder nicht eine Lüge ist: “You will profit from the success of excellent advertising campaigns…” Ob man wirklich profitiert, wenn man schon mal Gegessenes nochmal serviert…, oder ob die Gäste dann nicht einfach ausbleiben.

  10. Max am 12. Dezember 2007 um 09:19 Uhr

    Die Chinesen sind echt krass… Richtige Gauner. Hehe. Mir waren die Chinesen schon immer suspekt ;-)

  11. ramses101 am 12. Dezember 2007 um 10:25 Uhr

    Kinners, das ist doch ein Fake. AdConfigurator TM (!) online. Schon klar. Gegründet 2006 und jetzt, eine Woche vor dem Launch einer Idee, die ein Jahr alt ist, taucht überall diese Website auf? Also bitte. Aber gespannt auf den 17. bin ich auch.

  12. OlafKolbrueck am 12. Dezember 2007 um 10:54 Uhr

    Nach der Abfrage bei whois.net macht die webadresse zumindest einen sehr chinesischen – allerdings auch kryptischen – eindruck.

  13. ramses101 am 12. Dezember 2007 um 11:13 Uhr

    Schön und gut, ich sag auch nicht, dass da keine Liebe drinsteckt. Aber ein CEO, der exakt ein Mal bei google auftaucht – und das noch nichtmal richtig und mit seiner eigenen Firma (founded in 2006)? Und was soll dieser Launch am 17., wenn das Ding seit 2006 läuft? Aber von all dem mal abgesehen: AdGenerator??? Nee, nee.

  14. M. am 12. Dezember 2007 um 12:17 Uhr

    Stimmt schon, riecht brutal nach Fake. Aber das Renault-Plagiat ist zumindest für einen real existierenden Kunden gebastelt worden:
    http://www.tosushi.com.mx

    … Mexiko. Das macht es noch seltsamer. Oder gibt’s die weltweit?

  15. Seb am 12. Dezember 2007 um 15:06 Uhr

    Ja, whois.net gibt kryptische Zeichen an, aber auch ein Registration Date und das ist gerade mal 2 Wochen her…

  16. M. am 12. Dezember 2007 um 19:48 Uhr

    JvM-Award-Fake, möchte ich ja inzwischen fast wetten.

  17. Werberheim am 13. Dezember 2007 um 10:31 Uhr

    Ich bin gespannt auf den 17.! Dann werden wir sehen was damit auf sich hat…

  18. Abergläubig am 13. Dezember 2007 um 11:58 Uhr

    Ist nicht von JvM. Die machen ja so was schon seit Jahren.

  19. Gordon am 13. Dezember 2007 um 22:44 Uhr

    Zum Beispiel?

  20. Bärbel Unckrich am 17. Dezember 2007 um 15:27 Uhr

    Jetzt ist es raus: Hinter Shen International Advertising verbirgt sich nicht etwa die chinesische Werbemaffia, sondern Serviceplan Hamburg. Bei der ganzen Aktion handelt es sich um eine Eigenwerbungs- und Recruitingkampagne. Und die ganze Plagiats-Nummer ist – wer hätte das gedacht – total ironisch gemeint. Denn, so Mr. Shen heute: “Only new ideas are good ideas”.

  21. Spießer Alfons am 17. Dezember 2007 um 15:57 Uhr

    Vor 10 Jahren gab es mal eine “Werbe”agentur mit Namen White Lion. Der Inhaber, Thomas Huber, verkaufte alte Werbekampagnen, die in Vergangenheit erfolgreich gelaufen waren, an neue Interessenten per Katalog. Quasi ein Werbe-Recycling. Huber ist mit seiner Idee sehr bald baden gegangen, der Weiße Löwe starb jung an Altersschwäche. Was Serviceplan uns da serviert hat, ist also so originell nicht, selbst wenn es nur ein Gag gewesen ist. Merke: “Only new ideas are good ideas!”

  22. Fritze Bollmann am 17. Dezember 2007 um 16:48 Uhr

    White Lion baden gegangen? http://www.wlion.com/ ;-)

  23. Spießer Alfons am 17. Dezember 2007 um 17:10 Uhr

    @ Fritze Bollmann

    Was hat das Fundstück mit Hubers White Lion zu tun…? Merke: Wer auf Löwenjagd geht, kann auch Böcke schießen ;)

  24. Fritze Bollmann am 17. Dezember 2007 um 17:38 Uhr

    Ach so, mist, ich Idiot, da haben sich beide wohl den Namen von einer US-amerikanische Rockband geklaut. Da kann man ja auch wirklich schnell den Überblick verlieren, wenn man sich ein wenig in der Vergangenheit umschaut und feststellt das irgendwie alles schonmal dagewesen ist.

    Apropos, was passiert eigentlich, wenn man geklautes noch einmal klaut? Da darf man gar nicht drüber nachdenken!

  25. Fritze Bollmann am 18. Dezember 2007 um 09:08 Uhr

    Kurz gesagt: Erbsenzählerei! Es wäre hervorragend gewesen dank Dir, um die Information von Thomas Huber zu wissen nicht aber 10 Jahre alte Fakten (und das in dieser schnelllebigen Branche) aufzuwärmen, nur der Kontroverse halber. Man kann es machen; man kann aber cool sein und sagen: “Hut ab Serviceplan (ünschöner Name übrigens), große Nummer!”

  26. OlafKolbrueck am 18. Dezember 2007 um 11:04 Uhr

    Zunächst Hut ab. Wir sind ihnen nicht auf die Schliche gekommen.
    Aber Recruitingkampagne? Wer ist denn die Zielgruppe? Kupferstecher?
    Und warum schickt mir plan.net eine mail das der konfiguartor online ist und fordert sie kurz darauf zurück. Was soll denn sowas?

  27. Spießer Alfons am 18. Dezember 2007 um 12:12 Uhr

    @ Fritze Bollmann

    Vor 10 Jahren war White Lion gestartet, die Auflösung erfolgte ca. fünf Jahre später. Zum einen. Zum anderen: Wenn man die Gegenwart beurteilen will, ist es immer gut, die Vergangenheit zu kennen. “Erfahrungen” nennt man das. Und wenn man keine Erfahrungen hat, dann kann man viele Dinge nur beschränkt beurteilen.

    Und zu Serviceplan: Aprilscherze sollte man nur zum 1. April machen. Sonst könnte man meinen, die sonstigen Aktivitäten der Agentur wären auch keine ernsthaften Arbeiten…!

  28. M. am 18. Dezember 2007 um 13:19 Uhr

    Was genau war denn an dieser Geschichte die “große Nummer”? Inhaltlich ja doch SEHR platt. Und hier ahnte bereits der dritte Kommentator, dass es sich nur um einen Fake handelte…

    Bin froh, wenn die alljährliche Goldjäger-Zeit wieder vorbei ist. Und man auch mal wieder echte Arbeiten zu sehen bekommt.

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