Spießer Alfons: Kreativität, Kaffee & Karneval
Wer von Werbung spricht, der weiß, wovon er redet. Werbung ist real. Im Gegensatz zur Kreativität. Die ist etwas, was man nicht mit einem Wort oder Satz erklären kann. Ein Schwamm. Wie Geschmack, Glaube und Gefühl.![]()
Menschen, die Werbung machen, unterteilen wir in zwei Gruppen: Gestalter und Verwalter. Die Gestalter sind die Kreativen, logo. Sie sind das Herzstück der Werbung. Keine Werbeagentur ohne Kreative. Genauso, wie kein Circus ohne Clowns.
Im Gegensatz zu den Verwaltern in der Werbung müssen die Gestalter ständig alles neu machen. Sie sollen eben ihre Kreativität zeigen, für die sie schließlich bezahlt werden. Damit Außenstehende erfahren, was Kreativität ist, blättern wir im Duden. Dort lesen wir: „1. das Schöpferische; die Schöpferkraft. 2. Teil der Kompetenz des Sprachteilhabers, neue, nie zuvor gehörte Sätze zu bilden und zu verstehen.“
Das ist höchst interessant: „neue, nie zuvor gehörte Sätze“ — damit zeigen Kreative ihre Kreativität. Und nur ein Spießer wie Alfons kann fragen: Wie soll ein Durchschnittskonsument, der nicht kreativ ist, neue Sätze verstehen, die er nie zuvor gehört hat?!? Und warum muss er das? Solche Worte und Sätze können doch nur Kreative verstehen, die sich ohnehin am liebsten mit ihrem eigenen Spiegelbild unterhalten. Merke: Viele Kreative sind Authisten!
Kreativität ist also die Kompetenz der Kreativen, sich untereinander zu verständigen, sich selbst zu befriedigen. Werbung richtet sich aber vorwiegend an Normalbürger. Und die stehen dann sprach- und ratlos vor den hier gezeigten Lavazza-Anzeigen. Oder könnt Ihr Euch vorstellen, wie Lieschen Müller an der Kasse eines Supermarktes fragt: „Was ist denn das — Lavazza?“ Und die Kassiererin antwortet: „The most majestic espresso experience — espress yourself“…?
Frau Müller würde nur etwas von „Experimenten“ verstehen und dass sie sich beeilen soll (“espress yourself”). Woraufhin sie Lavazza schnell wieder aus ihrem Einkaufswagen nimmt. Und die Werbeagentur spricht zu ihrem Auftraggeber: „Genau so soll es sein, denn Lieschen Müller gehört doch gar nicht zur Zielgruppe von Lavazza!“
Weil Kreative aber nicht nur Wortakrobaten sind, sondern auch Kunstdirektoren, versuchen letztere, analog zu den nie gehörten Worten auch noch nie zuvor gesehene Bilder zu schaffen, die allein sie selber verstehen. Oder kapiert jemand, was die Abbildungen dort in den Lavazza-Anzeigen bedeuten? Dass man diesen Espresso nur mit Apollinaris, der Queen of table-waters, aufbrühen soll…? Oder dass Lavazza allein zur Karnevalszeit im anglophilen Sprachraum getrunken werden darf…?![]()
Wie schrieb doch Dichter Nebel der Werbung in den Kaffeesatz? Er schrieb: „Wenn Werbebotschaften klar und verständlich sein sollen, dann würden dort keine Autisten arbeiten, sondern Menschen, die wie Menschen reden und schreiben. Denn wo ichbezogene Kreative federführend sind, da führen sie mit ihrer Pfauenfeder nicht selten etwas im Schilde, was allein für eine Zielgruppe gedacht und gemacht wurde: ADC-Juroren!“
Und was ADC ist, das wisst Ihr ja. Es ist die Abkürzung für: Anhänger des Chauvinismus!
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Und was hat man den Kreativen in ihren Kaffee getan? Ich will das auch haben!!!!
Wo ist das Problem? Sie werden es verstehen.
Der Volksmund sagt sowieso zu diesem Maulvoll Dickkaffee “Expresso”… und spricht Gnocchi falsch aus.
Nie aber geht er mit dem – respektablen, beckmesserscharfen – Verstand des Spießers her und überlegt, ob der buchstabendrehende Kalauer echte Kreativät sei und ADC-würdig. Er überlegt nicht, er nimmt in Sekundenschnelle intuitiv auf. Und konstatiert höchstens, dass dem Kürzel ADC – falls es ihm jemals im echten Leben unterkommt – auf ein zweites A fehlt.
Im Rechner zuhause hat der leicht angeprätentiöste Durchschnittskonsument sein Correl Draw und reimt da drin blümerante Texte für seine Vereinszeitung. Da espresst und wortspült sich noch viel mehr auf tragische Weise. Und wird von Gleichem zu Gleichem verstanden. Der hohle Kalauer “espress yourself” hätte glatt von ihm stammen können. Das gefällt ihm supi.
Mich interessiert viel mehr und ganz unkreativ-kühl:
Bringt diese prätentiöse & scheinkreative “seltsame Marie-Antoinette”-Anzeige Lavazza Image oder/und Umsatz? Ja oder nein/abbrechen.
Meinereiner befürchtet: ja.
@ Alphons
Ihre Argumentation ist Verdummung auf BILD-Niveau.
Im ersten Schritt praesentieren Sie willkuerlich eine schlechte pseudo-originelle Kampagne als das Beispiel fuer Kreativitaet in der Werbung schlechthin.
Im zweiten Schritt folgern Sie daraus, dass der Durchschnittskonsument eben generell nicht in der Lage ist, Kreativitaet zu erfassen. Sprich: “neue, nie zuvor gehoerte Saetze” zu verstehen. Die einzige Alternative zum Lavazza-Geschwurbel ist also Ihrer Meinung nach nicht etwa, durch wirklich gute und ueberraschende Werbung um “Lieschen Mueller” und ihre Aufmerksamkeit und ihr Portemonnaie zu werben, sondern sie zur Pawlowschen Huendin zu degradieren und ihr einfach lange genug immer wieder genau das zu sagen, was sie so schon mal gehoert hat.
Was fuer ein zynisches Menschenbild.
Na ja – wenn man mal eine Umfrage auf der Straße macht, dann erfährt man schnell dass rein englische Begriffe nun nicht bei allen ankommen. Lieschen Müller versteht in der Regel halt kein Englisch, vor allem dann nicht wenn sie vorher brav russisch gepaukt hat…
Ad Astra
Klar, Clown, Lieschen Müller und auch ich werden Werbung nur noch mit Hilfe eines englischen Wörterbuches lesen, damit wir nie zuvor gehörte Sätze verstehen. Menschen so anzusprechen, wie sie es gewohnt sind und deshalb verstehen, ist zynisch? Sag mal, hast Du sie noch alle? Bist Du vielleicht ADC-Mitglied?
‘Eigentlich kam ich hier hinein, wil ich einen Kaffee wollte – dann fragte mich der Kerl in der grünen Schürze hinter dem Tresen ob ich ‘ne Latte hätte. Ich fand, das ginge ihn nichst an; der Richter meinte ich hätte das auch ohne Nutzung meiner Hände ausdrücken können.’
Ach, Lachsack, äh, Clown, Lieschen Müller nimmt diesen künstlerisch wertvollen Dreck gar nicht wahr. Weder intuitiv noch analytisch noch argumentativ. Es gibt nämlich in den Anzeigen nichst, was bei ihr Interesse weckt – außer sie sieht sehr lange auf diesen Blödsinn. Dummerweise muss die initiale Aufmerksamkeit innerhalb von Sekundenbruchteilen, ‘aus dem Augenwinkel’, geweckt werden.
Außerdem, was, bitte, hat ein italienisches Heißgetränk mit einem italienischen Markennamen [also: Espresso von Lavazza] mit Englisch zu tun – und dann mit diesem eher seltsamen Gefasel, was dort produziert wurde, dicht am Pidgin lang?
Die von Alfons beliebte ADC-/Kreations-Dikussion an dem Lavazzo-Beispiel zu führen, ist wie wenn ich den C64II als DEN Computer des 21. Jahrhunderts zu feiern.
Vielleicht ist die Ursache eine ganz und gar einfache:
Armando Testa, die betreuende Agentur von Lavazza, hat einfach nur schlechte Übersetzer bzw. deutschprachige Texter
@ Koenich Johann
ADC steht bei mir als Synonym für: Kreationanie für eine ganz spezielle kleine Zielgruppe
@ Peter und Dierk
Koennt ihr beide lesen? Ja? Und wieso tut ihr es dann nicht mal kurz, bevor ihr losschreibt?
Ich habe doch geschrieben, dass ich die Lavazza-Anzeigen SCHLECHT finde! Ich finde es aber eben auch schlimm, dass Spiesser A. die Lavazza-Anzeigen als Beispiel fuer kreative Werbung hinstellt, um dann zum altbekannten grossen Rundumschlag gegen die selbstverliebten autistischen Kreativen auszuholen, die nur die ADC-Naegel im Blick haben (was fuer eine absurde Idee im Zusammenhang mit diesen Anzeigen!!)
Dabei hat kreative Werbung eben NICHTS mit Lavazzo-Neudeutsch-Englisch Geseier, und, lieber Dierk, auch nichts mit “kuenstlerisch wertvollem Dreck” zu tun!
Diese feine Unterscheidung wird man ja wohl machen duerfen.
Die billige Polemik geht mir wirklich gehoerig auf die Eier.
@ Clown
Du bist offensichtlich nicht aus der Werbung, bzw. kennst Dich in diesem Geschäft nicht aus, obwohl Du als Clown geeignet dazu wärest, ADC-Mitglied zu sein. Also kaufe Dir einen Eierwärmer, damit Du gut durch den Winter kommst! Und wenn DU wenigstens lesen könntest, dann hättest Du auch begriffen, was der Spießer mit seinem Beitrag sagen will.
ich gebe dem clown recht. ich weiß nicht, was die lavazza-anzeige mit dem adc zu tun hat. die wird dort genauso wenig gewinnen, wie die polo-anzeige. beide ordentlich (und ich habe die poloanzeige oft genug in magazinen gesehen). ich finde beide arbeiten ordentlich; aber nicht adc würdig. übrigens hat “lieschen müller” selten eine espressomaschine in der küche stehen und liest die von der media voreschlagenen magazine. spießer geh bitte endlich in rente!
Ja, ich schicke beim ADC ein. Und ja, ich habe auch schon mal etwas gewonnen. Und ja, ich will da auch irgendwann Mitglied sein.
@ peterpetersen
Ich habe auch einen guten Rat für Dich: Werde lieber Mitglied im ADAC! Dort werden Pannen beseitigt, während sie beim ADC oft genug ausgezeichnet werden. Überdies ist die Mitgliedschaft im ADAC preiswerter. Und da Du ja glaubst, Lieschen Müller zu kennen (das ist die Frau, die im italienischen Eiscafé immer den Espresso bestellt), dann wirst Du sie beim ADC weniger häufig treffen als beim ADAC.
Ich habe nicht gesagt, dass die Lavazza-Anzeigen “adc würdig” (so ein albernes Wort würde ich nie verwenden!) sind, sondern dass sie im Hinblick auf die Zielgruppe ADC-Juroren gemacht worden sind. Diese Damen und Herren – und da gebe ich Dir völlig Recht – finden sich in den Anzeigen wieder. (Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ICH war schon mal Berater der ADC-Juroren, damit die nicht ständig Plagiate auszeichnen sollten.)
Hallo PeterPetersen! Ich hab schon mal etwas im Lotto gewonnen. Damit bin ich Lotto würdig. Meinst du, dass ich da auch irgendwann Mitglied werden soll?
“sondern dass sie im Hinblick auf die Zielgruppe ADC-Juroren gemacht worden sind.”
das glaube ich nicht. es ist ganz normale werbung.
@peter
auf jeden fall! wenn du im lotto gewonnen hast, frag ich mich, warum du gerade nicht etwas ganz anderes machst.
PeterPetersen
Es waren nur 9 Euro 80. Aber das ist immerhin weitaus mehr, als du jemals bei ADC gewinnen wirst!
du bist lustig peter. sehe ich anders. so unwichtig mir auszeichnungen und das ganze metall persönlich auch sind, personalberater und geschäftsfüherer interessieren sie schon. und das macht sich beim gehalt dann wieder bemerkbar…
@ Peter Petersen
Find ich irgendwie komisch! Meine Kunden interessieren sich viel mehr dafür, was meine Werbearbeit für ihren Umsatz tut und bezahlen mich dafür. Glaubst du, ich soll doch in den ADC eintreten, um zu blenden? Nach dem Motto: “Werbung, die für den Verkauf nichts tut, ist Imagewerbung!”? Oder doch lieber weiterhin ehrlich arbeiten?
Für was hast Du denn Deine ADC-Nägel bekommen? Und kann man die auch bei ebay verkaufen, um echt was davon zu haben?
peter, du bist lächerlich.
ich bin texter. und als solcher werde ich von einem geschäftsführer kreation eingestellt. und der interessiert sich für gute kreation. und gute kreation verkauft. schau dir doch einfach mal die effie-gewinner an, vielleicht bin ich da ja auch dabei?!
einige der beim adc-arbeiten sind wirklich keine “werbung”, die für den kunden arbeitet. richtig ist auch, dass diese arbeiten eher “werbung” für agentur und kreative sind. aber das ist ja auch gut und in ordnung so. in anderen ländern regt sich da auch keiner drüber auf, sondern man freut sich an schönen neuen ideen.
warum stehen die erfolgreichen kreativagenturen denn auch wirtschaftlich gut da?
peter, erzähl mir du doch erst mal, wer deine kunden sind, dann zeig ich dir vielleicht eine arbeit von mir.
immer ein peter mehr als du,
*peterpetersen
peter@petersen
Und was willst du mal werden, wenn du groß bist……….?
wieso so viele punkte? drei reichen doch, dann aber kein fragezeichen. aber du hattest ja hier schon etwas faslch gemacht: “jemals bei ADC gewinnen wirst!”
müsste heißen “beim ADC” – Der Art Director’s Club.
Also, vielleicht werde ich Lektor, ganz bestimmt werde ich nicht so wie du, aber eigentlich will ich gar nicht groß werden, Peter.
Lektor wäre jetzt vielleicht nicht die optimale Idee, siehe “faslch” und “Art Director’s Club” (richtig: “Art Directors’ Club”, sind ja mehrere gemeint) im eigenen Posting, wenn hier schon der Beckmesser rausgekehrt wird.
Ansonsten hat peterpetersen zum einen Teil ganz einfach recht, wenn man es aus Sicht eines Kreativen betrachtet – der gerne auch etwas Spaß an seiner Arbeit haben möchte. Spaß kann nämlich insbesondere dadurch kommen, dass man die Möglichkeit hat, kreativ aufregende Arbeiten zu verwirklichen. Das klappt nun mal in aller Regel leichter bei einer Agentur und mit einer (Kreativ-) Geschäftsführung, die einen gewissen Anspruch hat. Und die überzeugt man durch entsprechende Auszeichnungen deutlich einfacher von sich als anders. Das ist Fakt, egal wie man das findet.
Zum anderen Teil – “warum stehen die erfolgreichen kreativagenturen denn auch wirtschaftlich gut da?” – wird es sich hier aber deutlich zu leicht gemacht. Die erfolgreichen Kreativagenturen stehen in fast allen Fällen vor allem deshalb auch wirtschaftlich gut da, weil sie alle genauso ihre Brot- und Butter-Kunden haben, mit denen das echte Geld verdient wird. Und es gibt daneben auch so einige, die wirtschaftlich eben NICHT besonders gut dastehen. Als kleines Beispiel sei hier JvM am Main genannt – die u.a. deshalb zumachen mussten, weil Income und Ausgaben für Award-Show-Einreichungen irgendwann in keinem Verhältnis mehr zueinander standen…
JvM Main hat sich genauso wenig gelohnt wie JvM Isar. Aber dafür Alster, Elbe, Neckar, Spree, Fleet, Donau, Next und Limmat. 8 von 10 leben noch. Keine schlechte Quote, finde ich.
Zu deinen “Brot- und Butter-Kunden”:
Stimmt, hat jede Agentur. Braucht jede Agentur. Wenn die Mischung stimmt, macht man das gerne und motiviert und hofft auf mehr Kunden wie VW oder Hornbach. Die sorgen nämlich nicht nur für Brot, sondern auch für Spiele.
@ peterpetersen
Und Lektor solltest Du schon gar nicht werden, denn dazu hast Du viel zu viele Fehler in Deinen Texten gemacht. Und wenn Du nicht groß werden willst, dann ernenne ich Dich hiermit zum Ehrenmitglied ADC!
Apropos: Man sagt “bei aldi” und nicht “beim aldi”!
@Â peterpetersen
Könnte es sein, dass es gewissen “Kreativagenturen” so gut geht, weil sie ihre Kreativen so schlecht bezahlen…?
@Spießer
Ich glaube, sie bezahlen ihre Kreativen so schlecht, weil sie es können. Wenn eine Agentur amTag 30-40 Bewerbungen von Leuten bekommt, die lust haben “gute Werbung” zu machen und etwas zu lernen, dann muss diese Agentur eben nicht ganz so viel Gehalt bezahlen. Aber ist das schlimm für die jungen Kreativen? Ich finde nicht. Sie lernen etwas, verschönern ihre Mappe und ihren Lebenslauf. Und später verdienen sie dafür um so besser. Ich persönlich bin als Junior von einer sehr kreativen Agentur (Irgendeine unter den “Top 3″) zu einer nicht mehr ganz so kreativen gewechselt. (Irgendeine zwischen 10-15 in den Rankings). Ich hatte dann 2700 statt 1800 Euro brutto. Ich war 23 Jahre alt und hatte nichts studiert. Dafür finde ich beide Gehälter akzeptabel. So, nun verdiente ich mehr, war aber unglücklicher. Hatte das Gefühl nichts zu lernen, auf der Stelle zu treten. Deshalb ging es nach ein paar Monaten zurück zur “Ausbeuteragenturen”. Und ich war wieder glücklich.
@ Peter
Wir sind jetzt friedlich und haben einen schönen Abend, einverstanden?
Lektor sollte ich wirklich nicht werden. Ist aber nicht so schlimm.
@peterpeterpetersensensen
Hmm, wenn ich zynisch rechnen wollte, könnte man sagen, dass die Chance auf einen Nagel also ca. 1000 Euro brutto im Monat kostet.
Phuh.
Ich glaub, dann nehm ich doch lieber das Geld.
Und kaufe mir mein Glück davon…
Erst peter, dann peterpetersen, peter, peterpetersen, peter, peterpetersen, peter, peterpetersen, peter, peterpetersen und peter… äh, … petersen oder peter? Peterpetersen, peterpetersen und peter@petersen… Argh, ich dreh’ durch!!!
Noch mal zurück zum Wesentlichen.
Die Preisverleiherei, Nägel, Effies und das Getrickse drumherum gibt es logischerweise deshalb, weil es genügend Werbekunden gibt, die auf so etwas stehen, sprich, nur dann bereit sind, eine Agentur auch besser zu bezahlen, weil sie sie für besser, bekannter halten. Da erzähle ich niemandem etwas Neues.
Das hat also Imagegründe, und zwar Imagegründe des werbetreibenden Kunden. Man kann diese Gründe hohl, eitel und unreflektiert nennen, aber diese Bedürfnisse und die Sicherheitsbedürfnisse im internen Rechtfertigungstanz (wichtig) im Unternehmen selber, eine renommierte, preisgekrönte Agentur als Dienstleister zu haben, sind definitiv da. Und so eine Agentur wird eben dann deutlich besser bezahlt. Sie vermittelt dem im Grunde unter seinem Armani-Anzug ängstlichen Kunden und Auftraggeber Sicherheit im Kreativen (und was ist sicherer als dann “nicht ganz sooo Kreatives pidde, nur ein bisschen”), da scheinbar nicht Katze im Sack.
Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich um eine unsichtbare Dienstleistung handelt, wo alle Beteiligten am Schluss der Zusammenarbeit erst wissen, was raus kommt. Da neigt man zu solchem ängstlichen Unfug, den man sich etwas kosten lässt. Und obwohl es durchaus genügend andere unbekanntere Agenturen gibt, die zu deutlich weniger Salär (leider manchmal bis zur Hungergrenze) ebenfalls kreative oder gar bessere Arbeit abliefern würden. Kennt bloss keiner, und keiner kennt deren Arbeiten.
Alfons ist ja nur ein Spießer. Darum fragt er: Ist es nicht so, dass Werbeagenturen, und zwar auch die kreativsten aller Werbeagenturen, ihren Kunden raten, Werbung zu treiben? Frage: Warum machen die Werbeagenturen selber so gut wie gar keine Werbung für ihr Dienstleistungsunternehmen, sprich: Anzeigen in den Fach-, Wirtschafts- und anderen Blättern, die von potentiellen Kunden gelesen werden? Weil sie sagen: Wir stecken unser eigenes Geld doch nicht in die Medien, sondern in Werbewettbewerbe! Damit halten wir unsere Kreativen bei Laune, die dann eine Medaille an die Brust bekommen statt mehr Gehalt aufs Konto. Und die Medien sind dann so nett und berichten über unsere Erfolge, sprich: Die Redakteure sind entgegenkommend und verweisen uns nicht an ihre Anzeigenabteilung, sondern sie bringen unsere Werbung redaktionell.
Was wäre, wenn die Kunden der Agenturen sagen: Schluss mit lustig, sprich: Werbung mit Anzeigen, Spots etc.! Wir nehmen unser Geld und stecken es voll in Rabattaktionen mit dem Einzelhandel! Und für Promotions mit den Redaktionen brauchen wir auch keine Werbeagentur, erst recht keine kreative!
Und die Medien, die bislang kostenlos die PR für die Agenturen gemacht haben (ohne Berichte und Rankings wären all die schönen Auszeichnungen sehr viel weniger wert!), die sagen den Agenturen: Wir haben über Wichtigeres zu berichten als über Euer Lametta!
Ja, was wäre, wenn…?
@ Vroni
Und wenn die Werbung treibenden Kunden dann keine Auszeichnungen mit ihrer Suuuperagentur gewinnen – was dann? Verlangen sie dann Geld zurück? (Wenn nein – warum nicht…?!)
Ich sach nur: Effie ist effektiv, ADC ist abgrundtief. Woher ich das weiß? Sach ich euch auch: Ich hole mir meine Nägel nicht vom ADC, sondern aus dem Baumarkt! Ist preiswerter und sicherer.
Und warum, glaubt ihr, fahren die Werber alle Jahre wieder nach Cannes? Weil sie Urlaub auf Geschäftskosten machen können. Und saufen auf Spesen. Warum ich das schreibe? Weil ich sauer bin. Ich darf nämlich nicht mitfahren, denn ich muss in der Zeit die Verkaufsfolder für unseren Kunden texten.
Die Werbewelt ist grausam und ungerecht. Findet ihr nicht auch?
@ Spießer
“Frage: Warum machen die Werbeagenturen selber so gut wie gar keine Werbung für ihr Dienstleistungsunternehmen, sprich: Anzeigen in den Fach-, Wirtschafts- und anderen Blättern, die von potentiellen Kunden gelesen werden?”
Gute Frage, aber die scheint längst gelöst.
Es hängt mit den Zielpersonen und der seltsamen Art der unsichtbaren Dienstleistung zusammen. Die Dienstleistung von Agenturen ist auch viel umfassender, sehr menschen- und chemiebezogen. Es handelt sich einfach um eine andere Wertschöpfung – bei einer zudem recht winzigen Zielgruppe übrigens, ca. 1000-3000, das war’s dann. Bei so wenig Zielpersonen einen derartigen Streuverlust wie bei Anzeigen hinlegen, tsts.
Buenalavista hat da mal was gemacht 2007. Handschriftllich Geschriebenes wie ein Brief, auf geschalteten Anzeigen (Handelsblatt etc.) an den adidas-Boss u. andere adressiert. Ich weiß nicht, was daraus geworden ist, ob das erfolgreich war. Geantwortet haben welche (geschmeichelt?) aber ob das Aufträge wurden, keine Ahnung. Kann sein, dass Aufwand und Ertrag in keinem rechten Verhältnis stehen, wer weiß was. (Aber dann würde er schweigen, so oder so…)
Gute PR, Preise gewinnen, Besuche und überzeugende Präsentationen (teuerste Lösung) scheinen immer noch besser, denn Agenturen sind meist relativ kleine Unternehmen bis 200 MA im Vergleich zu manchen ihrer Kundschaft.
@ vroni
He, das sehe ich aber anders! Einfach ne Doppelseite in der Fachpresse (zum Beispiel Horizont oder wuv) schalten und darauf die besten Arbeiten (die man sonst zu Werbewettbewerben einreichen würde) zeigen. Dann sehen möglich Kunden doch, was die Agentur geleistet hat. Und wenn ich richtig gehört habe, dann geben die Spitzenagenturen im Kreativ-Ranking doch 100.000e an Euro aus für diese Hitparadenplatzierung!
@Pixel
du hast da was falsch verstanden. es ist eine investition.
man verdient später um so mehr. es lohnt sich, glaub mir.
@ Peter
Anscheinend bringt ein Ranking mehr Positives fürs Gesamtimage als Anzeigenschaltung. Möglicherweise (sogar sehr wahrscheinlich) sind die Zielpersonen, die Topentscheider, schwer über Anzeigen positiv zu stimulieren, zu erreichen.
Ich bin mir sicher, dass Agenturen das schon ausgelotet haben.
Wenn es anders wäre, wäre es anders, denn auch Agenturen können rechnen und den ökonomischen Dreisatz.
“Dann sehen möglich Kunden doch, was die Agentur geleistet hat.”
Bei so komplexen Dienstleistungen wie der von Agenturen zählt das komplexe Gesamtimage mehr. Und das ist schwer auf einer Doppelseite unterzubringen. Also vermarkten sich Agenturen anscheinend erfolgreicher auf anderen Wegen nach dem Motto, was über einen gesagt wird, ist glaubwürdiger als das man selber über sich sagt.
Letzteres Ideal ist auch die Zielrichtung der beliebten Teilnahme an Preisverleihungen. Jene sind leider seit längerem pervertiert, es gibt auch zu viele verschiedene Preise aller Art – aber mach was, solange es die Zielpersonen/Entscheider nicht stört (und die scheint ein subtiler Trickserzirkus zum großen Teil nicht sonderlich zu stören, weil sie Teil dieses Systems sind), wird es so weitergehen.
@ Vroni
Deinen Worten entnehme ich, dass Du das Thema Werbewettbewerbe auch als Zirkus bzw. Augenwischerei betrachtest. Dann schließe ich mich den Worten vom Spießer an und sage der Werbefachpresse: Boykottiert diese Show-Events, dann enden sie vielleicht eines schönen Tages! Und in der Werbung zählt dann wieder die harte Währung für Agenturen: Profit der Kunden! So einfach ist das!
@ peterpetersen
Ganz genauso ist es!
Kreativagenturen bezahlen ihre Kreativen schlechter, weil sie es sich leisten können. Oder anders ausgedrückt: die anderen Agenturen müssen eben ein bisschen Schmerzensgeld drauflegen, wenn sie gute Leute haben möchten. Eine Frage des Angebots und der Nachfrage eben, leider nicht auszuschließen in einer freien Marktwirtschaft. Ob man das gut findet oder nicht (und ich finde das auch nicht gut).
Ich habe mich als junger Kreativer auch entschlossen, das Spiel mitzumachen. Weil mir der Spaß am Job erstmal wichtiger war. Andere haben sich dagegen entschieden. Auch in Ordnung. Aber die sollen mir dann bitte eben auch nicht erzählen, dass das Texten auf Erwachsenenwindeln seit 7 Jahren eine ganz tolle Herausforderung ist. Oder dass die bösen Kreativagenturen sich ja doch nur die Preise gegenseitig zuklüngeln.
@ Petra
Glaubst du, dass J. v. M. einen Kunden ablehnt, der für seine Erwachsenenwindeln werben möchte? Falls nein – wer textet denn darauf? Jean-Remy himself?
JvM und andere lehnen durchaus öfter auch mal einen Kunden ab, wenn es nicht passt. Es gibt da eine gewisse Schmerzgrenze, die eine ordentliche Agentur irgendwann spürt. Natürlich kann Geld die ein wenig verschieben, aber eben nicht zu weit.
Außerdem: Man macht vielleicht auch mal Saturn, aber dann nicht ausschließlich. Normalerweise arbeitet man ja auf mehreren Kunden. Und da wird schon darauf geachtet, dass da auch was schönes dabei ist.
@ peterpetersen
Was Du da schreibst, ist ja ungeheuerlich! Ein Produkt gegen Inkontinenz bedeutet für Dich “Schmerzgrenze”??? Warte mal ab, bis Du selber zur Zielgruppe zählst! Aber dann machst Du ja keine Werbung mehr für eine Top-Agentur, weil Du dort mit 40 als Kreativer zum alten Eisen zählst!
Interessant ist, dass man Kunden sortiert, ob “was schönes” (richtig: was Schönes) dabei ist. Saturn ist also nichts Schönes? Ich kann nur hoffen, dass viele Agenturkunden das hier lesen und bei ihrer Agentur nachfragen, ob sie auch was Schönes oder nur Schrott sind…!
Es gibt nun mal Kunden, die für Kreative attraktiver sind. Und welche, die es weniger sind. Ich kenne wirklich keinen einzigen Kreativen, der das anders sieht! Und auch keinen Berater, übrigens.
@ Peter
Weiß ich nicht, ob JvM einen Erwachsenenwindelkunden ablehnen würde. Aber sie würden niemanden auschließllich 7 Jahre auf nichts anderes arbeiten lassen und seine berufliche Unzufriedenheit mit viel Geld kompensieren. Andere Agenturen tun das schon. Und das ist der Unterschied.
Aber das Beispiel mit den Windeln tut mir jetzt schon leid, ist natürlich ein prima Sprungbrett für künstliche Aufregung.
@ Spießer
Ein kleiner Tippfehler. Passiert, wenn man nebenbei noch arbeitet.
Ich habe nichts gegen Erwachsenenwindeln. Aber es ist anzunehmen, dass bei so einem Kunden nichts SCHÖNES bei rauskommt. Aber lassen wir die Kirche mal im Dorf, für Erwachsenenwindeln braucht man eh eine ganz andere Agentur – Pharma.
Saturn ist für einen Kreativen mit Sicherheit wunderschön!
Spießer, man hat die harten, unbeweglichen Kunden doch auch gerne. Aber wenn man nur so nen Mist machen muss, wird man irgendwann so spießig wie du
“Aber es ist anzunehmen, dass bei so einem Kunden nichts SCHÖNES bei rauskommt.”
Ich würde “SCHÖNES” gerne gegen “ORDENTLICHES” austauschen. Werbung muss auch in meiner Welt nicht immer atemberaubend kreativ sein. Aber sie sollte handwerklich in Ordnung sein und der Agentur nicht weh tun. Ich kenne keine Werbung für Erwachsenenwindeln, die diese Voraussetzungen erfüllt. Aber es wäre sicherlich eine Herausforderung für JvM
@ Petra
Mal was Allgemeines zum Thema Kreativität:
Niemand darf sich als kreativ bezeichnen, der es nicht versteht, aus einem ungeliebten Produkt ein Highlight zu machen! Das gilt für Erwachsenenwindeln genauso wie für Waschmittel und Slipeinlagen.
@ peterpetersen
Siehe voran stehend! Und zu Deiner Info: Ich habe für 100 Produkte gearbeitet, “Mist” war nie darunter. Mist finde ich nur in den Werbeträgern, deshalb bin ich so spießig
Nein, bei Erwachsenenwindeln würde bei JvM nichts Ordentliches rauskommen, weil die Kreativen dort so jung sind, dass sie noch Pampers tragen
@ Spießer
“Aber dann machst Du ja keine Werbung mehr für eine Top-Agentur, weil Du dort mit 40 als Kreativer zum alten Eisen zählst!”
Hier gibt es einen Top-CD in der Top-Agentur, der ist über 45.
Kenne da noch eine handvoll. Außerdem kann man in dem Alter ja auch langsam Geschäftsführer werden. Oder einen Blog befüllen.
Schon über 45…? Donni, donni aber auch, so ein alter Sack?!
Rente bekommt er übrigens mit 67!
Rente gibt es für mich eh nicht mehr. Da muss man anders vorsorgen.
Ich glaube aber auch ernsthaft daran, dass die Kreativen in Zukunft älter werden. Unsere Gesellschaft wird immer älter, außerdem klappt es in den USA ja auch. Dort sind die besten Texter alte Herren in seltsamen Hemden, die um 17 Uhr heim gehen. Und das in den Top-Agenturen!
@ peterpetersen
Prima – langsam verstehen wir uns. Es ist ein Riesenproblem: Die Bevölkerung wird immer älter, die kreativen Werber immer jünger. Wie sollen die Jungen sich auf die Mentalität, die Sprache und Wahrnehmungsfähigkeit der Älteren einstellen, wenn sie auf Grund ihres Alters das gar nicht können…?! Junge Menschen kommunizieren untereinander anders als ihre Eltern. Das merke ich auch in Gesprächen mit meinem eigenen Sohn (AD in einer Top-Agentur). Aber: In Diskussionen kommt man sich näher, versteht einander.
@ Spießer
Ja doch, ja doch, ja doch!
Aber solange ich es mir aussuchen kann, verzichte ich auf Windeln.
Wenn ich es mir nicht aussuchen kann (oder mir jemand viel mehr Geld als jetzt zahlt), her mit den Windeln.
Was um alles in der Welt ist denn daran so empörenswert?
Und ich bezeichne mich als kreativ. Zum Glück brauche ich dazu keine Erlaubnis von dir.
@ Petra
Brauchst Du doch!
@peterpetersen:
“Saturn ist für einen Kreativen mit Sicherheit wunderschön!”
Ach ja? Dann frag mal ein paar der darauf arbeitenden Kreativen bei S&F.
@ Spießer
Ich glaube schon, dass es junge Menschen gibt, die auf die Mentalität, die Sprache und Wahrnehmungsfähigkeit der Älteren einstellen können. Wer das nicht kann, sollte kein Texter werden.
Einem guten AD kann man es vielleicht noch verzeihen.
@ Petra
Und dann war da neulich die Dame an der Kasse von dem Drogeriemarkt. Die sagte zu Ihrem Chef: “Wenn ich auch Windeln einscannen soll, dann will ich dafür auch mehr Gehalt haben!” Und sie ergänzte: “Wenn es aber nur Produkte sind, die mir Spaß machen, dann bin ich auch mit weniger Kohle zufrieden!”
@ peterpetersen
Junge, ein AD macht doch genauso Kommunikation wie der Texter!
@ Spießer
Ganz genau. Würde es der Dame tatsächlich mehr Spaß machen, Sonnencreme als Windeln einzuscannen, und befände sie sich in einer guten Verhandlungsposition, könnte sie wohl so was Ähnliches zu ihrem Chef sagen.
Ansonsten zeigt mir dein Vergleich, wie du Werbung siehst:
Fließband (bzw. Kassenband-) Arbeit. Das sehe ich anders und hab ich bisher auch anders erlebt. Zum Glück.
@ Petra
Klar, und dann macht der Chef eben eine zweite Kasse auf mit dem Hinweis für Kunden: Erwachsenenwindeln bitte nur an dieser Kasse!
In übrigen denke ich, dass eine Kassiererin für den Erfolg von Werbung nicht weniger wichtig ist als ein/e sogenannte/r Kreative/r. Zum Glück
@ Spießer
Wenn du deine absurde Analogie gern wirklich noch weiter treiben möchtest: Ja, das könnte der Chef tun.
Da deine absurde Analogie aber schon von vornherein eben nicht stimmt, ist die Diskussion überflüssig.
@ M.
Das war Ironie. Ich weiß, dass es keinen Spaß macht.
@ Spießer
Natürlich macht ein Arti genau das. Trotzdem würde ich es ihm eher verzeihen, wenn er dafür wunderschöne Art-Direction auf seinen Bildschirm zaubert. Einem Texter wäre es nicht zu verzeihen.
@ Petra
Bitte mal gaaanz sachlich: Du schreibst, eine Kassiererin, die keine Windeln verkaufen möchte, kann das ihrem Chef klarmachen. Was kann der Chef dann tun? Er kann sie feuern, was jeder normal denkende Chef tun würde. Oder er macht eine neue Kasse auf – siehe oben!
“Ja, das könnte der Chef tun”, meinst Du? Und die Kunden würden das akzeptieren? Sag mal, in was für einer Vorstellungswelt lebst Du eigentlich?!? Wenn alle Kreativen so denken, dann ist es ja auch kein Wunder, dass der Großteil aller Werbung am Konsumenten vorbeizieht wie ein Nebel in der Nacht.
@peterpetersen
Werbung besteht aus zwei Sprachen, der Wort- und der Bildsprache. Beide müssen analog sein, um die Werbebotschaft gut “rüber zu bringen”.
@ Spießer
Ich weiß und du hast recht. Trotzdem nähern sie sich gemeinsam einem Kommunikationsproblem um dieses zu lösen.
Und auf diesem Weg, ist meiner Meinung nach Texter in der Hauptverantwortung, wenn es darum geht…
Ach egal, keine Lust mehr: Im Idealfall kann der Arti das auch, ja.
Aber nur wenige von denen können das
Noch ne Frage: Wo zieht der Nebel in der Nacht vorbei? Am Reh?
@ Spießer
Kleines Scherzchen deinerseits, das mit der Mahnung zur Sachlichkeit?
@ peterpetersen
Der Nebel zieht an den Menschen vorbei – in der Nacht, so dass kaum einer ihn wahrnimmt. Am Reh natürlich auch. Und am Contra, wie Heinz Erhardt gesagt hätte, ebenfalls.
@ Petra
Ich kann Dir nicht mehr helfen. Aber Du hast mir sehr geholfen, denn ich werde Dein Gedankengut einbauen in meine Vorträge, die ich vor Kunden und Agenturen halte.
@ Petra
Gern geschehen. Und wenn deine Vorträge einem ähnlichen Verständnis von Logik folgen wie deine Beiträge hier, komme ich gern auch mal. Dann gibt’s wenigstens was zu lachen.
@ Spießer, nicht @ Petra, meinte ich natürlich.
Ein schönes Wochenende allen!
@ Petra
In der Tat, es wird viel gelacht, und zwar immer dann, wenn ich die Werbewerke zeige und kommentiere, die von Dir und Deinen Kollegen gemacht werden. Weißt Du, ich gehöre immer noch zu den normalen Leuten, die bei Edeka einkaufen nicht wegen der kreativen “Image”-Werbung, sondern weil die Damen an der Kasse sehr freundlich und fröhlich sind – hier an meinem Wohnsitz jedenfalls. Insofern ist eine Kassiererin wichtiger für den Geschäftserfolg des Unternehmens als die Werbekreativen.
Zum Thema Logik: Wie sagte doch Maurice Chevalier so treffend? Er sagte: “Die Logik einer Frau ist spiegelverkehrt. Sobald man das begriffen hat, kann man sie verhältnismäßig leicht durchschauen.”
@ Spießer
Habe ich eigentlich irgendwo behauptet, dass Werbekreative wichtiger sind für den Geschäftserfolg eines Unternehmens als die Kassiererin? Wenn ja, muss mir das entgangen sein. Vielleicht kannst du mir helfen?
Und dass du bei Edeka einkaufst, freut mich natürlich.
@ Petra
Nimm nicht alles so persönlich: Ich sprach von mir, nicht von Dir, liebste Petra!
Okay, dann sehen wir uns ja morgen früh an der Kasse bei Edeka
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
Mannomann,
mit Kaffee angefangen, dann vom Wehen verwindelt, ähm bei Windeln geendet. Vom Hühnchen aufs Stöckchen, dann auf die Handgranate.
Dabei ist alles so einfach (um zum Thema zurückzukommen):
Agenturen akquirieren und arbeiten immer zuerst für Zielgruppe 1.
Und das ist das Unternehmen, das sie beauftragt hat.
Wer sich beklagen möchte, dass da Mist raus kommt und das man die Agentur prügeln sollte, der muss sich klar sein, dass keine Agentur der Welt weder Kaffee noch Windeln bewirbt, ohne dass der Auftraggeber sie brieft, oft mitarbeitet und am Schluss sein Plazet erteilt. Es ist also die Handschrift des Werbekunden mit drin. Immer.
Wer dennoch prügeln will, pidde auch den Unternehmer/Auftraggeber prügeln, in diesem Fall wohl die Marketingabteilung von Lavazza, was sie sich dabei gedacht hat.
Einseitiges Agenturen- und ADC-Bashing kann’s ja wohl nicht sein. Obwohl ich den gar nicht verteidigen will.
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Den Rest der Diskussion finde ich naja , damit das mal gesagt ist. Solche Streitgespräche, wer denn für tollen Umsatz eines Unternehmens verantwortlich ist, die Kassiererin oder der unterernährte Kreative sind eine Geisterdebatte. Warum? Es muss an allen Ecken stimmen, das Personal muss stimmen und die Werbung muss stimmen (und viele andere Dinge mehr und das alles gleichzeitig). Nur dann klappt es mit der Marke.
Agenturen und ihre Auftraggeber, die sich nicht um das Multifaktorielle kümmern, die gehören beide in den Sack gesteckt.
Und selbstverständlich kann man für Waschpulver, Windeln etc. kreative Werbung machen, aber hallöchen popöchen. Wird bloss oft nicht gemacht, weil man auf dem Markt für schnelldrehende Konsumgüter die Kreation vorher gerne ausgiebigst (tot-)testet. Da fliegen auffallende Ideen raus, da polarisierend, bleiben tut das werbische Mainstreamgeblubber, weil so bewährt. Das aber haben weder echte noch falsche Kreative nicht so gern, der Spießer garantiert auch nicht.
So und jetzt muss ich Kostenangebote schreiben, Zielgruppe 1, ihr versteht.
. Einen schönen Abend noch, auch an alle, die mit P anfangen.
@ Spießer
“Zum Thema Logik: Wie sagte doch Maurice Chevalier so treffend? Er sagte: “Die Logik einer Frau ist spiegelverkehrt. Sobald man das begriffen hat, kann man sie verhältnismäßig leicht durchschauen.””
Ach komm, lass doch die Machosprüche. Bist doch sonst ein ganz Heller. Seit wann haben Männer die Logik gepachtet, sie haben höchstens versucht, die Deutungshoheit über sie zu behalten.
1+1 =2 . Und da sollte man sich nicht allzu sicher sein, wie Einstein weiß. Die Zeit ist immerhin gekrümmt. Meine krümmt sich auch grade…
@ Vroni
Und nun erzähle uns bitte noch von den Auftraggebern wie Hutladen, Skater-Schule und Würstchenbude: Stecken die “Kunden” da auch mit drin? Und bei den unbezahlten Sozial-Kampagnen, mit denen Agenturen ihr Rankig (un)gehörig aufbessern…?
Aber genug der wegführenden Diskussion. Einiges von dem, was Du zum Thema geschrieben hast, ist nicht von der Hand zu weisen. Und darum führen wir sie ja schließlich auch, die Diskussion um Kreativität
!
Ja, da stecken die “Werbe-Kunden” auch mit drin. Ist doch logisch, odda^^: Für’n Butterbrot und für’n Ei kriegen so Mini-Werbekunden mit Unterbudget auch mal was Abgefahrenes, finden die prima. Da sind sicher einige Deals drin
Dass da einiges von dem zusammengenagelten Abgefahrenen nicht so ganz für die Endkunden passt, merken manche dieser Mini-Werbekunden auch gar nicht. So schmerzbefreit geht’s zu auf dera Wölt. Was glaubst, warum ich dauernd Schmerztabletten fress….
@ Vroni