Spießer Alfons: BILD von gestern ist morgen noch weniger neu als heute!
Kabarettist Horst Schroth gastiert zur Zeit im Hamburger St. Pauli Theater
mit seinem Programm „Das Beste aus 10 Jahren“. Und BILD findet „alte Gags, die immer noch Spaß machen … ziemlich gut“. Doch der Einleitungssatz zur Kritik ist ziemlich schlecht. Schreibt der BILD-Reporter doch: „Zum Uralt-Thema ‚Mann und Frau’ fällt auch Kabarettist-Altmeister Horst Schroth nichts Neues ein.“
Hä…? Das Programm ist doch das Beste aus der Vergangenheit — was also soll der genauso unpassende wie alberne Seitenhieb mit der Gegenwart?!
Richtig erkannt hat BILD immerhin, dass das Beste von Mario Barth geklaut ist bei Horst Schroth. Falsch hingegen ist, dass Kabarettist Horst Schroth sich für einen Frauenkenner „hält“. Richtig ist: Horst Schroth ist ein Frauenkenner, und zwar der Beste von all den Witzbolden Comedians, die nach ihm auf den Zug der Mann-Frau-Beziehung aufgesprungen sind!
Und: Horst Schroth war mal ein Werber. Vor vielen Jahren in der Mediaplanung (!) bei Lintas, als diese Agentur noch in voller Blüte stand. Woraus man ablesen kann: Mediaplaner können durchaus von Humor geprägt sein! Und wenn sie eine Agentur verlassen, haben die Hinterbliebenen weniger zu lachen!
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Wieso hat Schroth noch keine TV-Sendung?
würde mich auch mal interessieren
wahrscheinlich will den keiner sehen …
@ Anja
Du könntest Recht haben. Millionen wollen lieber die Hampelmänner Ingo Appelt, Michael Mittermeier und Mario Barth; genauso wie Millionen Fliegen sich auch nicht irren können … wenn Du weißt, was ich meine…?
Wieso? da sieht man mal, wie unsere schönen Bildungssender wie 3 SAT schändlich vernachlässigt werden. Dort kann man (übrigens auch auf der Homepage) des Öfteren die Programme diverser guter Kabarettisten anschauen. Unter Anderem auch Horst Schroth. Zu jedem neuen Programm wird eine Fernsehaufzeichnung für oben genannten Sender gedreht.
In diesem Sinne
@ NinaDee
Danke schön für diesen sachdienlichen Hinweis!
@Spießer: Aber gerne doch
Habe mir gerade H.S. auf youtube etwas näher angesehen. Ich finde seine Pointen weder besonders zahlreich noch besonders groß. Ähnlich platt wie Barth, aber nicht so gut vorgetragen. Wahrscheinlich ist das aber eine Geschmacksfrage – wem’s gefällt, bitte.
BTW: Den Untergang des Fernsehniveaus am Vergleich Barth/Schroth festzumachen, halte ich aber für Mumpitz. Zufällig habe ich gestern seit langer zeit mal wieder privates Mittagsfernsehen gesehen – DA wird das schöne Medium Fernsehen zu Grabe getragen: bei Britt, Kalwass und Hold, kommentiert von SAM.