Spießer Alfons: Smart für 600 Euro — ehrlich!
Alfons hat sich soeben ein Auto bestellt. Einen „smart fortwo pure“. Das wäre nicht erwähnenswert, liebe Lesergemeinde, wenn das Auto nicht ein Neuwagen wäre und einen Sensationspreis hätte: 600,- Euro inkl. MwSt.!
Jetzt wollt Ihr bestimmt wissen, wo man so ein Schnäppchen erwerben kann, nicht wahr? Gut, der Spießer verrät es Euch…
Den Smart gibt es bei Weltbild. Weshalb der Käufer auch die Werbebeschriftung — siehe Abbildung! — mit in Kauf nehmen muss.![]()
Die Sache hat allerdings einen Haken: Weltbild verkauft nur 6 (sechs) Stück von diesem Fahrzeug. Und sollten mehr als sechs Bestellungen eingehen, dann wird ausgelost. Aber mehr als sechs Bestellungen — das hält der Spießer für völlig ausgeschlossen! Denn der deutsche Autofahrer will ja mit seinem Fahrzeug bei den Nachbarn renommieren und deshalb keinen Werbewagen vor der Tür parken! Folglich wird er sein Weltbild nicht verändern wollen und trotz des günstigen Preises nicht bestellen, zumal er auch seinen Gebrauchten nicht in Zahlung geben kann.
Der Spießer denkt da anders: Selbst Michael Schumacher hat sein rotes Auto mit Werbebeschriftung gefahren — warum sollte der Spießer das nicht tun?! Und smart ist Alfons ja sowieso schon.
Nun wartet der Spießer ab. Irgendwie hat er das Gefühl, er müsse bei Weltbild auch noch schnell ein paar Bücher, CDs oder DVDs bestellen. Quasi als Lieferungsbeschleunigung. Oder nicht? Oder doch? Oder was meint denn Ihr dazu, liebe Freunde der Werbung…?



















Ich kenne die Weltbild noch aus den 70er Jahren, da wurden noch katholische Familienwerte vermittelt, jetzt werden kreative Methoden zur Adressgewinnung eingesetzt. Empfehlung an den Spiesser: Weltbild nicht verändern und die Gesellschafter ab zur Beichte.
@ Markus
Wohl gemerkt: Es ist nicht Weltbild, die Zeitschrift, sondern Weltbild, der Shop!
Klar, aber ist doch der gleiche Verein und die gleichen Eigentümer?
Das ist richtig, obwohl die beiden Geschäftsbereiche nichts miteinander zu tun haben
Den Weltbild Ansatz finde ich doppelzüngig. Du kannst doch nicht auf der einen Seite hohe moralische Standards und Positionen einnehmen und auf anderen Seite so stark in die kapitalistische Grätsche gehen. Aber davon ab, die Gewinnung von Adressen auf diese Art und Weise hat sich in den letzten drei Jahren im Markt leider durchgesetzt und scheint ja auch zu funktionieren.
Schön für smart, nett für Weltbild – da wird man drüber schprechen. Wenn die Medien schon werbefinanziert sind, warum nicht auch Produkte.
@ KMTO
Kannst Du wenigstens ein
zu Deinem Kommentar machen, damit man erkennt, dass Du im Scherz schprichst!