Ruzicka und die Angst der Media-Branche
Es war nicht so sehr der Prozess um den einstigen Werbe-Star Alexander Ruzicka, der bei Foyergesprächen am Rande des HORIZONT-Award im Frankfurter Theater für eine leisere Stimmlage sorgte. Es war eher ein kaum greifbares Flüstern der Angst in der Media-Branche unter einigen der tausend Gäste.
Keine Panik, aber doch mehr als Besorgnis, dass in der Media-Szene und Werbelandschaft die Unruhe noch weiter ansteigt, wenn eine ehrgeizige Staatsanwaltschaft mehr unter die Lupe nimmt als nur die Geschäfte von Martin Krapf, Geschäftsführer des RTL-Werbezeitenverkäufers IP Deutschland, und Peter Christmann, Vorstand Marketing und Verkauf von Pro Sieben Sat 1 Media.
Nicht, dass die Media-Szene solche Untersuchungen wirklich fürchtet. Schließlich hat man im Dickicht aus Rabatten, Kickbacks und Sharedeals nichts Illegales getan.
Aber dennoch könnten durch den Ehrgeiz von Staatsanwälten nach all dem Ärger mit dem Kartellamt die angestrebten Reformen von weiteren negativen Schlagzeilen unterspült werden. Nicht nur das. Vielleicht könnten auch die Werbungtreibenden intensiver nach neuen Lösungen für das Media-Geschäft suchen. Vielleicht liefern auch die Media-Agenturen selbst neue Optionen – oder die Medien und Vermarkter?
Doch wie könnten solche Szenarien sinnvollweise aussehen? Was meint ihr?
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